[Gastbeitrag] Inside Google – der Zoowärter kommt!

Exklusiver Workshop mit 4 früheren Google Mitarbeitern

Im August diesen Jahres fand ein Seminar bzw. Workshop der Webhelps Online Marketing Agentur statt. Die 4 ehemaligen Google Mitarbeiter Kaspar Szymanski, Jonas Weber, Fili Wiese und Ariel Lamprecht gaben in einem ca. 10 Stunden langen Workshop Einblicke über deren Sichtweise zum Thema Suchmaschinenoptimierung.

Hier nun ein kleines Recap über die Schulung,  Diskussionen mit anderen Teilnehmern und auch meine eigene Meinung – viel Spaß beim Lesen!

Google Updates, Penalties, Pinguin Recovery & Reconsideration Request

Speaker: Kaspar Szymanski

Zunächst ging Kaspar darauf ein, was der Unterschied zwischen einer manuellen Abstrafung und einer Algorithmus Anpassung ist. Es ist immer noch verwundernswert, wie viele Reconsideration Requests bei Google eintreffen, obwohl es sich meist um algorithmische Anpassungen und nicht um eine manuelle Abstrafung handelt.

Insgesamt sind nur ca. 2% der Domains im kompletten Web von einer manuellen Abstrafung betroffen. Dieses Problem wurde seit Kurzem durch den Button in den Google-Webmaster-Tools (Anmeldung erforderlich) gelöst. Dort besteht nämlich jetzt die Möglichkeit zu sehen, ob es sich tatsächlich um eine manuelle Abstrafung handelt.

Auch sollte man sich diese Nachricht etwas genauer anschauen, weil es dort kleine, aber feine Unterschiede gibt wie z.B. ob die manuelle Maßnahme für die ganze Webseite wirkt oder nur für einen gewissen Teilbereich. Klickt man dann auf die Meldung, wird kurz beschrieben, warum die manuelle Maßnahme seitens Google zustande gekommen ist. Interessant sind auch die weiterführenden Links, die zur Behebung des Problems dienen sollen.

Einen guten Überblick aller Videos von Matt Cutts & Co findet man übrigens unter http://www.seo-united.de/blog/seo/google-klart-uber-manuelle-penaltys-auf.htm.

Danach wurden 2 sehr schöne Beispiele zum Thema Panda-Update und Penguin-Update gezeigt und wie man vermeiden kann, in die gefürchteten Filter zu rutschen. Der Penguin Filter ist ganz klar auf zu viele schlechte eingehende Links zurückzuführen. Das können z.B. zu viele Money-Keywords sein, aber auch Links von Webseiten von geringer Qualität oder SEO- bzw. Linktausch-Charakter.

Viele Fragen sich immer wieder „Warum werden die großen Brands nicht abgestraft?“.

Das Gesamtbild ist immer noch entscheidend! Eine große Brand hat immer auch sehr viele andere Signale, die von Google als positiv gewertet werden. Kleinere Webseiten oder viele Affiliate-Seiten sind oftmals nur mit SEO-Maßnahmen aufgebaut. Ihnen fehlen meist die weiteren positiven Signale, um nicht im Filter zu landen. Aber auch bei größeren Brands können die Filter sehr schnell zuschlagen wie z.B. bei Home24.de:

home24 penguin

Quelle: Sistrix.de (Sichtbarkeitsindex Home24.de)

Der Panda Filter hingegen ist mehr auf die User fixiert.  Wenn man im Filter landet, sollte man sich in erster Linie um die Qualität der Inhalte der kompletten Domain kümmern. Diejenigen die sich im Panda Filter verfangen haben, sollten sich folgende Fragen stellen.

Ein gutes Video zum Thema Panda Update gibt es auch bei der Webschorle. Dort hat Kai bei der Seo Campixx 2012 schon einige interessante Ansätze gezeigt. Siehe hier: http://webschorle.de/campixx-2012-dem-panda-entkommen-kai-spriestersbach/

Der Reconsideration Request bei unnatürlichen Links

Der Reconsideration Request bedeutet, dass man seine Domain von einem menschlichen Quality Rater überprüfen lässt. Doch wie soll man genau vorgehen?

Viele Domainbetreiber, die wirklich eine manuelle Strafe von Google erhalten haben, sind sehr verunsichert! Wann wird eine Domain aus der manuellen Abstrafung wieder entlassen? Die Antwort darauf ist „Das Allgemein Bild muss wieder stimmen“!  Eine gute Vorgehensweise  ist es, sich die Links aus den Google-Webmaster-Tools herunterzuladen und die Links auf Natürlichkeit zu prüfen.

„Für uns sind die Links wichtig, die in den Webmaster-Tools aufgeführt sind“.
Quelle: Johannes Müller von Google (SMX München 2013)

Alles was der künstlichen Reputation zuzuordnen ist, muss entfernt werden. Bis dahin gibt es auch keine Erleichterung der Strafe.

Meist wurde eine Domain nur bei den traffic starken Money-Keywords abgestraft und nicht komplett (eher selten der Fall). Der Sinn dahinter ist, dass man vor der Abstrafung von der künstlichen Reputation profitiert  und mehr Traffic erhalten hat. Jetzt wird einem mit der Verbannung auf die hinteren Plätze der Serps der Traffic wieder entzogen.

Beim Reconsideration Request sollten nur Fakten und keine Märchen geschrieben werden! Man kann aber auch kurz auf die Geschichte der Domain eingehen (je nach Fall natürlich unterschiedlich). Zudem kann man per Google-Drive noch ein oder mehrere Docs Elemente hinzuzufügen.

Es ist hilfreich seine Sünden aus der Vergangenheit offen zu legen, d. h. Teilnahme an Linktauschprojekten usw.. Dadurch wird dem Quality Rater die Arbeit enorm erleichtert und man zeigt, dass man den richtigen Weg eingeschlagen hat.

„Wenn Sie alle offenen Probleme auf ihrer Website behoben haben und sie nun Ihrer Meinung nach den Richtlinien für Webmaster entspricht, können Sie direkt über die Seite Manuell Aktion einen Antrag auf erneute Überprüfung einreichen“.
Quelle: Google Support

Wie lange dauert die Bearbeitung?

Die Dauer der Bearbeitung eines Reconsideration Requests (= Antrag auf erneute Prüfung) ist abhängig von der Gewichtung in den Serps und vom Brandcharakter. Wenn z.B. eine ehemalige SEO Domain einen Antrag eingereicht hat, wird natürlich der Antrag von einer großen Brand wie z.B. Adidas oder Canon bevorzugt – das ist aber auch nachvollziehbar.

Bei Ablehnung hat man natürlich erneut die Chance seine Domain sauber zu machen und eine erneute Anfrage zu stellen. Viele Gerüchte im Web sagten, dass der Antrag immer beim gleichen Quality Rater landet. Das ist aber nicht der Fall!

Aber: Alle Quality Rater von Google haben die gleichen Richtlinien und erst wenn das Gesamtbild wieder stimmt, wird die manuelle Strafe erlassen. Deshalb nützt es auch nichts, wie oben erwähnt, ein Märchen zu schreiben, sondern es zählen letztendlich die Fakten. Jeder Domainbetreiber hat so viele Chancen wie möglich, einen Antrag auf manuelle Prüfung zu stellen, es nützt aber nichts die sogenannte Salami-Taktik anzuwenden. Stimmt das Gesamtbild wieder, dann bekommt man von Google eine Benachrichtigung über den positiven Ausgang.

Der Spam Report an Google

Eine Frage aus dem Publikum war „Unterscheidet Google, ob ein Spam Report im eingeloggten oder nicht eingeloggten Google Account erfolgt?“ – Die Antwort darauf ist, dass eine eingeloggte Spam Meldung bevorzugt wird!

Onpage Seo is becoming more important!

Speaker: Fili Wiese

Der Bereich Onpage wird von vielen Domaininhabern noch maßlos unterschätzt! Zuerst muss die nötige Grundstruktur der Technik stehen, auf der alles aufgebaut wird. Viele Domains haben noch sehr viele Defizite und konzentrieren sich nicht auf die Dinge, die mittlerweile als Standard zählen. Eine der wichtigsten Faktoren ist die Crawlbarkeit der Seite! Man sollte dem Crawler nicht das Leben schwer machen und zum Beispiel Seiten die unter mehreren URLs mit gleichen Inhalten bereitstellen (sind meist Parameter Fehler bei Suchseiten).

Auch der Einsatz des Cannoncial Tags kann helfen, den Crawler in die richtige Richtung zu führen und die richtige Indexierung der Domain zu fördern. Im Seminar ging Fili Wise auf viele Beispiele ein, die zu einem besseren Ranking führen können. Auch der Artikel von Kai in der neuen Websiteboosting über die SMX in Seattle bestätigt viele dieser Thesen.

Kurz und knapp: „Gute Struktur = besseres Ranking

Weitere Themen im Seminar waren:

  • Snippet Optimierung
  • Schema.org
  • Mobil Search
  • Die interne Verlinkung
  • Mehrsprachigkeit

Ranken schnellere Domains besser?

Eine schnelle Domain mit gutem Pagespeed zählt mittlerweile  als Standart. Die Geschwindigkeit hat keinen positiven Effekt auf das Ranking. Eine langsame Seite wird hingegen als negativer Rankingfaktor gewertet. Siehe hier das offizielle Video von Matt Cutts: http://googlewebmastercentral.blogspot.de/2010/04/using-site-speed-in-web-search-ranking.html Zudem ist eine gute Ladezeit bei z.B. Online Shops auch für den User sinnvoll und fördert den Verkauf.

Wussten Sie, dass jedes HTML Dokument auch ein geschichtliche Dokumentation bei Google hat?

Hierbei stellt sich die Frage, inwieweit das Setzen von externen und eingehenden Links speziell für den Penguin Filter von Bedeutung ist? Mein Vermutung zu dieser These ist, dass das ständige oder im Nachhinein Setzen von Links einen Filter auslösen können. Was ist eure Meinung dazu?

Sind ausgehende bzw. weiterführende Links hilfreich oder schädlich?

Fili Wiese erklärte, dass es sehr wichtig sei „Don´t be the end of the road“ zu sein. Dies bedeutet gleichzeitig, dass man nicht allein im World Wide Web ist. Die Crawler angeln sich von Webseite zu Webseite und es macht keinen Sinn, dass bei einer Webseite Schluss ist. Weiterführende Links sind sowohl für den User hilfreich und srärken gleichzeitig den Crawler bei der Navigation. Mittlerweile wurde auch offiziell bestätigt, dass auch URLs in Texten, die nicht mit einem Link hinterlegt sind, vom Crawler weiterverfolgt werden.

Siehe hier das Video Webmaster Central vom 06.09.2013

Für mich stellt sich jetzt die Frage, ob URL Erwähnungen (ohne Link) auch positiv für die Rankings sind? Was ist eure Meinung dazu?

Google-konforme Link- & Contentstrategien, die funktionieren!

Speaker: Jonas Weber

Kann man durch gute Inhalte natürliche, dauerhafte und Google konforme Links bekommen? Um dieses Thema ging es im Vortrag von Jonas Weber. Gleich zu Anfang appellierte er daran, dass Google immer besser darin werde, unnatürliche Links zu erkennen. Somit sollte man seine Zeit lieber in langfristige Strategien investieren!

Alle, die mit unsauberen Methoden arbeiten, spielen Russisches Roulette. Es ist nur eine Frage der Zeit, bis man in einem der gefürchteten Filter landet oder manuell abgestraft wird.

Doch wie funktioniert natürlicher Linkaufbau? Der Weg, um natürliche Links zu generieren, ist nicht leicht und erfordert große Disziplin, eine gewisse Leidenschaft und Durchhaltevermögen. Als Beispiel brachte er den Beitrag von Spiegel.de, in dem es um die Beschäftigungsdauer der Mitarbeiter beim Konzern Google geht. Hierfür hatte er sich als Interview Partner zur Verfügung gestellt. Was gäbe es schöneres als von dort einen Link zu bekommen? Das war aber leider nicht der Fall, aber alleine durch die namentliche Nennung konnte er seinen Bekanntheitsgrad stärken und auch die Brandanfragen zu Webhelps steigern. Fazit von diesem Beispiel: Nicht immer entsteht bei einen Aufwand ein Link, aber es besteht die Möglichkeit, dass die Mühe belohnt wird!

Wichtig ist, dass ihr versucht euch in eurer Branche als Fachmann zu etablieren. Sei es mit Interviews, einem gepflegten Blog, ausführlichen Studien oder Ähnlichem.

Der Hype um das Thema Contentmarketing ist zwar neu seit letztem Jahr – ändert aber nichts daran, dass die Verlinkung von Fachmännern nach wie vor bevorzugt wird. Viele Marketing Maßnahmen bereiten großen Aufwand, aber es besteht nie eine Garantie, dass auch ein Link dabei entsteht. Es geht um Aufmerksamkeit auf eure Domain. Mit guten Ideen entstehen nach und nach echte und langfristige Links.

Danach präsentierte Jonas einige gute Beispiele, die zu natürlichen Links geführt haben:

Das erste Beispiel war eine kleine Privatseite, die sich mit Kuchen backen beschäftigt. Jetzt werden Sie sich fragen, warum jemand darüber eine Seite aufbaut? Die Antwort ist, dass es dieser Frau Spaß macht, einzigartige Kuchen zu backen und dies mit anderen zu teilen. Die Inhalte wurden gut aufbereitet und ernteten zahlreiche Links! Die Leidenschaft zu einem Hobby und die gute Aufbereitung sind also ein Weg um natürliche Links zu generieren.

Auch die Themenwahl ist ein entscheidender Faktor! Es wurden einige Studien präsentiert, die gezeigt haben, dass z.B. Themen „Pro Deutschland“ wesentlich mehr Links generiert haben, als eine „Contra Deutschland“ Studie. Eine weitere gute Möglichkeit, um dauerhafte Links zu generieren, ist ein kostenloses Tool zur Verfügung zu stellen. Als Beispiel wurde ein Brutto Netto Lohn Rechner vorgestellt und gezeigt, dass ein solches Tool über Jahre hinweg dauerhafte Links bekommen hat.

brutto-netto-rechner-info

Quelle: Sistrix.de (Sichtbarkeitsindex brutto-netto-rechner.info)

Ich denke auch Kai kann aus Erfahrung sprechen, dass seine Tools  dauerhafte Links erzeugen wie z.B. das Kai Keyword Tool. Dieses wurde auch schon vom T3n Magazin kostenlos verlinkt und von zahlreichen anderen.

Einer der bekanntesten Linkbaits ist sicherlich die Mustervorlage zum Disclaimer von http://www.e-recht24.de/muster-disclaimer.htm. Viele Affiliate Seiten, Privatseiten oder kleinere Onlineshops haben oft keine Zeit einen Haftungsausschluss zu erstellen und greifen daher gerne auf vorgefertigte Muster zurück.

Ein (fast) perfekter Linkbait oder?

Die kostenlose Einbindung der Mustervorlage hat als Vorraussetzung, dass man sich den Quellcode 1 zu 1 kopiert und somit auch einen Link zu e-recht24.de setzt.

Hier ein Überblick wie viele Links und Social Signals E-Recht24.de hat:

e-recht-links

Nun kommen wir zum eigentlichen Problem!

Früher hatte man somit auf die Keywords „Anwalt“, „Rechtsanwalt“ oder „Disclaimer“ verlinkt und man konnte sich durch diesen Linkbait über Jahre hinweg auf den obersten Positionen behaupten. Da die Keywords „Anwalt“ oder „Rechtsanwalt“ aber ohne Zweifel sehr umkämpfte Money Keywords sind, wurde sicherlich viel Geld damit verdient und der Linkbait war ein großer Erfolg! Über Jahre hinweg hat aber das Keyword „Anwalt“ Rankings verloren und schwebt zur Zeit auf den Plätzen 35-40 umher:

anwalt-keyword

Quelle: Sistrix.de (Ranking-Entwicklung des Keywords „Anwalt“ von www.e-recht24.de)

Auch das Keyword „Rechtsanwalt“ hat eine ähnliche Entwicklung. Dieses war vor kurzem nicht mehr in den Top 100 und schwebt jetzt wieder um den Platz 60:

rechtsanwalt-keyword

Quelle: Sistrix.de (Ranking-Entwicklung des Keywords „Rechtsanwalt“ von www.e-recht24.de)

Hingegen ist das damalige 2. Keyword „Disclaimer“ nach wie vor in den Top 5 zu finden, siehe hier:

disclaimer-keyword

Quelle: Sistrix.de (Ranking-Entwicklung des Keywords „Disclaimer“ von www.e-recht24.de)

Jetzt stelle ich euch folgende Frage: Würde die Domain E-Recht24.de immer noch mit „Anwalt“ und „Rechtsanwalt“ ranken, wenn damals nicht so stark genau darauf verlinkt worden wäre? Wäre damals schon ein Link mit dem Keyword e-recht24.de ausreichend gewesen um in den Top Positionen zu ranken?  Ich freue mich auf eure Blogkommentare und Meinungen!

Anschließend wurden noch viele weitere Beispiele von Linkbaits genannt und im Detail besprochen. Für alle, die sich mit Content Marketing und Google konformem Linkaufbau beschäftigen, lohnt sich auf jeden Fall das Seminar!

Auch ein Blick in das Video von Textprovider spiegelt einige gute Themen wieder, die im Seminar behandelt worden sind, siehe hier:

Wenn es um das Thema Content Marketing geht, muss von mir auch der Name Sasa Ebach erwähnt werden. Der Link Evangelist ist meiner Meinung nach der Guru des natürlichen Linkaufbaus. Einen guten Podcast über Vorgehensweise zur Erstellung eines erfolgreichen Linkbaits gibt es bei Seo4Radio (bitte bis zur Minute 32,20 vorspulen – da geht’s los).

Build a great und useful product, millions people love with only 3 people!

Speaker: Ariel Lamprecht

Ariel Lamprecht präsentierte in seinem Vortrag das Wachstum zweier Projekte und die Liebe zum Produkt mit einigen Überraschungen! Als Student in Brasilien gründete er die Domain ebah.com.br, in der sich zu Anfang alle Studenten an seiner Universität kostenlos austauschen und Dokument hochladen konnten (ein bisschen ähnlich wie das Studivz oder MeinVz in Deutschland).

Alleine im ersten Monat konnte er über 1.000 Anmeldungen verzeichnen, die sich durch Mund zu Mund Propaganda herumsprachen. Danach gab es kontinuierlich weitere Steigerungen, aber Google mochte die Domain nicht. Erst als er in London sein Fremdstudium absolvierte, beschäftigte er sich mit SEO und bei seiner Rückkehr war es Zeit, dieses Wissen richtig einzusetzen.

Für den Crawler wurde die Domain leichter indexierbar gemacht und auch auf Mehrsprachigkeit erweitert. Und siehe, auch Google mochte plötzlich die Seite. Mittlerweile hat Ebah.com.br ca. 3 Millionen Nutzer und gehört definitiv zu den größeren Brands in Brasilien.

Die Idee alleine ist zwar wichtig, aber es müssen auch die technischen Vorraussetzungen geschaffen sein, damit man das Bestmögliche aus dem Produkt herausholt. Die Domain wuchs ohne künstlichen Linkaufbau und hat sich etabliert und das nur durch 3 Personen die ein Produkt erschaffen haben, das von allen geliebt worden ist!

Die komplette Geschichte mit allen Hintergründen und spannenden Lösungsansätzen wurden bis ins kleinste Detail im Seminar beschrieben!

Waren Sie schon mal in Rio de Janeiro und haben probiert ein Taxi zu bekommen? Falls ja, dann schmunzeln Sie jetzt . Genau diesen Ansatz nahm Ariel Lamprecht, um ein weiteres Produkt auf den Markt zu bringen, um diesen Missstand zu beheben. Das war die Geburtsstunde der erfolgreichen App 99 TAXIS.

Es wurde wieder von der Gründung bis zum Erfolg, die App im Google App Store zu verkaufen berichtet! Das Interessante daran war, dass dies wie jede andere Idee, jede Menge Probleme mit sich brachte, die überwunden werden musste, bis der Erfolg eintrat.

Google Mythen

Alle Speaker

Eigentlich war als letzte Runde das Thema „Seo Analysis – unsere liebsten Tools und Analysetipps“ geplant. Dieses wurde aber aufgrund der vorherigen Wünsche aus vergangenen Veranstaltungen durch das spannende Thema Google Mythen ersetzt.

Haben Google Adwords Anzeigen Einfluss auf das Ranking?

Diese Frage wurde mit einem klaren NEIN beantwortet. Die organische Suche bzw. Ranking steht in keinerlei Zusammenhang mit der Anzeigenabteilung (= Adwords) bei Google.

Werden E-Mails von Googlemail (Gmail) vom Spam Team kontrolliert?

Viele haben Angst, wenn man Linkkauf oder Linktausch mit einem Googlemail Account macht, dass diese von Google kontrolliert werden könnten und sich dann durch das Auffliegen das Ranking verschlechtern könnten. Diese These ist auch mit einem klaren NEIN zu beantworten! Im Google Team haben nur ein handvoll Leute Zugang zum Inhalt der Email und diese werden nicht an das Spam Team, das für die organische Suche verantwortlich ist, weitergegeben.

Werden Google Analytics Daten für das organische Ranking hinzugezogen?

Hierauf wurde auch mit einem klaren NEIN geantwortet. Ganz früher wurden die Analytics Daten im Algo integriert, aber man hat festgestellt das sich die Verweildauer usw. sehr leicht manipulieren lassen. Dies bestätigte auch Matt Cutts im Interview auf der SMX.

Kann man den GWT Zugang ohne weiteres an andere weitergeben?

Auch den Google Webmaster Tools Zugang (= Login) kann man ohne Bedenken an einen Freund, Seo Firma oder wen auch immer weitergeben. Warum auch nicht? Es ist jedem sein gutes Recht sich fremde Meinungen einzuholen.

Werden Social Media Daten in das Ranking miteinbezogen?

Diese Frage kann auch mit einem klaren NEIN beantwortet werden.  Siehe auch das Interview von der SMX Advanced in Seattle mit Matt Cutts: http://www.sistrix.de/news/matt-cutts-social-data-ist-der-am-meisten-ueberschaetzte-faktor-im-seo-bereich/

Aber meine Vermutung ist, dass Sie in naher Zukunft auch die Google+ Daten in den Algorithmus einfliesen werden. Was ist eure Meinung?

Questions & Guiness Time

Alle Speaker

Nach dem offiziellen Workshop konnte man sich noch in aller Ruhe mit allen Speakern unterhalten. Viel Fragen wurden noch zusätzlich beantwortet. Es wurden spannende Themen wie z.B. die Auswirkung von Social Signals für die Zukunft betrachtet, über die Entwicklung von Google Plus und vieles mehr gesprochen….

Mein Fazit des Seminars:

Für mich die beste Schulung, die ich bisher besucht habe! Besonders die vielen Tipps an Hand von Fallbeispielen haben viele meiner Fragen beantwortet. Gleichzeitig wurde mir gezeigt, wie wichtig es ist, in langfristige und ehrliche Methoden zu investieren!

Auch die Freundlichkeit aller 4 Speaker hat mich menschlich sehr beeindruckt! Alle waren sehr offen und haben sich bemüht alle Fragen der Teilnehmer gut zu beantworten.

Für mich ist der Workshop der Webhelps Online Marketing Agentur der Geheimtipp für erfahrene Suchmaschinenoptimierer, die noch etwas lernen wollen!

Geschrieben von Michael Müller

Hinweis: Wir bieten Penalty-Beratung an, für alle Probleme rund um Panda, Penguin & Co.

Comments 10

  1. Super Beitrag! Und ja ich denke das in der Zukunft die Social Media daten in Zukunft auch für das Ranking einbezogen werden. Ich denke das wäre mehr als logisch.

  2. Vielen Dank für den tollen Beitrag – es wurden wirklich empfindlichste Punkte aufgegriffen. Was mich jedoch immer stutzig macht, sind Behauptungen ohne Belege bzw. Tests, beispielsweise zum Thema Analytics (Nutzerverhalten) oder Social Media. Allein die Tatsache, dass es Matt Cutts behauptet, bedeutet erfahrungsgemäß nicht viel. Ansonsten, wie gesagt, ein richtig toller Beitrag!

  3. Die Zusammenfassung ist wirklich sehr umfassend und hoch interessant gerade weil die Informationen von ehemaligen Google Mitarbeitern kommen. Von solchen Blogbeiträgen hätte ich gerne mehr. Nochmals Vielen Dank!!!

  4. Super Beitrag, Danke!
    Auf einen Aspekt, der nur kurz angesprochen wurde, muss man vielleicht man genauer schauen: Jedes Dokument hat bei Google eine History. Das glaube ich gerne, bringt mich aber auf den Gedanken, dass man kaum davon ausgehen kann, dass Google die wirkliche Geschichte speichert – sondern nur die Auswirkungen. Also wenn du miese Links oder DC auf einer Seite hast, dann kann sich Google kaum merken WELCHE Links das waren oder was genau DC war – sondern nur den Vermerk, dass dies vorhanden war. Das gilt meiner Meinung nach auch für Domains: Hier merkt sich Google die Entwicklung der Domain Populariät und des Contents – aber nicht die Details.
    Oder, was meint ihr?
    Die Frage ist, was wir damit anfangen. Aber das könnte schon wichtig sein, wenn man in einen Filter geraten ist. Denke ich…

  5. Hallo Michael,
    super Zusammenfassung, die du hier vollbracht hast! Ich hatte das Glück, auch am Workshop teilnehmen zu dürfen und kann das hier Geschriebene nur bestätigen. Die Jungs haben sich alle Mühe gegeben, jede Frage sinnvoll zu beantworten.

  6. Sehr schöner Artikel. Hab‘ ich direkt mal auf Google+ geteilt.
    Wie ich dort auch schon geschrieben habe, ist es immer interessant, wenn man Insides von ehemaligen Google-Mitarbeitern bekommt. Auch wenn immer alle so tun, als wüssten sie das schon seit Jahren.

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