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Wieso Linkmagnete effektiver sind als Content Outreach per E-Mail

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Wer es einmal selbst ausprobiert hat, weiß, dass Website-Besitzer per E-Mail um Links zu bitten längst keine effektive Methode mehr ist, um an Links kommen, die das Ranking einer Webseite beeinflussen. Es wird die meisten Menschen (wie mich auch) eher verärgern ständig per E-Mail nach Backlinks angebettelt zu werden. Ein deutlich besserer Weg, um an wirkungsvolle Links zu kommen, ist es, Linkmagnete zu erstellen – also Inhalte, die so unwiderstehlich sind, dass Leute sie unaufgefordert und von ganz alleine verlinken.

Es gibt zahlreiche Gründe, warum es mittlerweile häufig Zeitverschwendung ist, Webmaster per E-Mail um Backlinks zu bitten:

Erstens erhalten Website-Betreiber jeden Tag Dutzende, wenn nicht Hunderte von E-Mails, in denen sie um Links gebeten werden. Das bedeutet, dass deine E-Mail wahrscheinlich in der Masse untergeht oder, noch schlimmer, komplett ignoriert wird und im Zweifel sogar Ablehnung oder Wut Dir gegenüber hervorruft.

Zweitens: Selbst wenn du eine Antwort von einem Website-Besitzer bekommst, gibt es keine Garantie, dass dieser einen Link zu deiner Website setzt. Viele Webmaster verkaufen ihre Links teuer und gerade die einfach zu bekommenden Links bringen dein Ranking nicht voran oder deine Konkurrenz baut sie einfach nach.

Erfahrene Linkbuilder wissen: Die Investition in Linkmagnete der viel effektiverer Weg, um Links zu bekommen. Wenn du also deine SEO-Bemühungen verstärken willst, solltest du dich darauf konzentrieren, hochwertige Inhalte zu erstellen, anstatt um Links zu betteln.

Im Video „Warum wir den (meisten) manuellen Linkaufbau nach über 1 Million E-Mails eingestellt haben“ einer der größten Linkbuilding-Agenturen erfährst Du, warum manueller Linkaufbau für über 90% der Unternehmen einfach keinen Sinn macht:

Inhalte zu erstellen, die so gestaltet sind, dass sie von sich aus Links anziehen, sind in jedem Fall besser als nervige Linkanfragen per E-Mail oder soziale Medien.

Wie Du erfolgreiche Linkkampagnen erstellst

Erfolgreiche Linkkampagnen sind nicht einfach. Gerade für größere Unternehmen, deren Webseiten mehr einer Werbebroschüre gleichen, statt Interaktion zu fördern und die SEO noch nicht als integralen Bestandteil sämtlicher Marketing- und Unternehmensaktivitäten begreifen, kann es eine sehr große Herausforderung sein, erstens genügend Leute zu erreichen und diese auch zu aktivieren und zweitens ausreichend Budget und Zeit als Dienstleister zu bekommen um eine wirklich erfolgreiche Linkkampagne durchzuführen.

Aber nun erstmal schön langsam und von vorne:

Was ist eigentlich ein Linkmagnet?

Ein „Linkmagnet“ ist ein Stück Inhalt, dass Links von alleine anzieht – Wie ein Magnet

Den Begriff „Linkmagnet“ sollte man nicht mit dem älteren Begriff „Linkbait“ verwechseln. In der direkten Übersetzung klingt das Konzept zwar identisch:

Dieser setzt sich zusammen aus den Wörtern „Link“ (hoffentlich klar) und „bait“ (Köder). Demnach legen man bei einem Linkbait also einen Köder aus, um nach Links zu angeln.

Allerdings konzentrieren sich Linkbaits eher auf die virale Verbreitung von Inhalten, die die Definition des Search Engine Journals trifft es aus meiner Sicht am besten:

“Linkbaits focuses on creating unique, useful and provocative content that people respond to by linking to it and sharing with others.”

Frei übersetzt bedeutet dass: Linkbaiting heißt, einzigartige, nützliche oder kontroverse Inhalte anzubieten, so dass andere darauf verweisen und anderen davon erzählen möchten/müssen.

Im Gegensatz dazu werden Linkmagnete nicht erstellt, um sich viral zu verbreiten, sondern ganz gezielt, um von einer definierten Zielgruppe verlinkt zu werden.

Linkmagnete zur Linkakquise einzusetzen bedeutet konkret, dass du nicht einfach etwas produzierst und hoffst, dass es den Leuten so gut gefällt, dass sie es verlinken, sondern dass du ihnen einen echten Anreiz bietest, dies zu tun. Wie Rand Fishkin bereits 2010 geschrieben hat, können die Anreize das ganze psychologische Spektrum abdecken, sollten aber nicht in den finanziellen Bereich gehen.

Du könntest also z.B. eine Ressource erstellen, die die 20 besten Tools in deinem Bereich auflistet und anschließend alle kontaktieren, um ihnen mitzuteilen, dass sie gewonnen haben, und sie mit einem tollen Abzeichen ausstatten, um ihre neue Auszeichnung zu zeigen. Diese Websites haben damit einen echten Anreiz, auf deinen Artikel zu verlinken, da sie stolz auf die Auszeichnung sein können und möglicherweise mit mehr Besuchern belohnt werden, die etwas buchen machen wollen.

Klingt doch einfach! Ist es das auch?

Zunächst einmal sollten einzigartige und nützliche Inhalte im Kern einer jeden SEO-Strategie stehen. Oft hört man den Satz “Erstellen Sie hochwertige Inhalte, das wird Links automatisch anziehen”. Auch oder gerade aus dem Mund vieler SEOs. Aber seien wir mal ehrlich, das alleine reicht doch längst nicht mehr, um das Optimum herauszuholen.

Es reicht eben nicht, einfach nur gute Inhalte zu produzieren, diese müssen auch dazu geeignet sein, viral verbreitet zu werden und genügend Leute müssen davon Kenntnis nehmen.

Wichtig für einen erfolgreichen Linkmagnet

Sei verlinkenswert

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Ein Linkmagnet muss etwas bieten, dass andere gerne verbreiten und referenzieren. Nutze den Drang der Menschen sich zu profilieren, anderen zu helfen oder sich und andere zu unterhalten.

Wir empfehlen Nützliches gerne weiter, erzählen Schockierendes, Lustiges und Interessantes. Wir greifen Kontroverses auf und sprechen über Exklusives.

Viele konkrete und effektive Beispiele und Anregungen finden sich weiter unten.

Aktiviere die richtigen Personen

Mach‘ Dir vorher sehr genaue Vorstellungen davon, wen Du als Linkerati ‚benutzen‘ kannst, wer also an Deinen Inhalten interessiert genug ist um darauf zu verlinken und auch eine Webseite hat, von der Du gerne einen Link hättest.

Frag‘ dich, wie diese Menschen ticken? Was interessiert sie und deren Leser? Was könnten diese brauchen, womit kann man helfen und einen Grund zur Verlinkung liefern? Idealerweise deckt sich dies bei einer viralen Verbreitung, so dass Deine Zielgruppe selbst die Nachricht verbreitet und den Köder aufgreift.

Finde dies vorab heraus und geh‘ ganz gezielt bei der Konzeption und Durchführung des Linkmagnets darauf ein.

Verbreite den Magnet auf den richtigen Kanälen

Überlege Dir vor der Erstellung des Linkmagneten gut, über welche Wege die Autoren oder Webmaster darauf stoßen sollen! Ein gut ausgebauter LinkedIn-, Twitter- oder Facebook-Account kann hier ebenso „Gold“ wert sein, wie ein gut gewachsener E-Mail-/Newsletter-Verteiler! Befreundete Blogger, Unternehmer oder Forenbetreiber können angesprochen werden und auch die gute alte (Online) PR kann Wunder wirken 😉

Für langfristig erfolgreiche Linkmagnete, die über einen größeren Zeitraum Links von alleine anziehen ist es am effektivsten diese für relevante Keywords in Kombination mit „Statistiken“ oder „kostenlosen Tools“ etc. zu optimieren und quasi über Google diejenigen zu erreichen, die gerade selbst an einer Story sitzen und noch nach hochwertigen Informationen suchen!

Mach‘ es den Webmastern leicht, Deine Inhalte zu verlinken

Je einfacher es ist, deine Inhalte zu verlinken, desto wahrscheinlich wird dies geschehen.

Ein besonderes Phänomen stellt hierbei Twitter dar. Ein Klick auf einen „Retweet-Button“ ist schnell erledigt und so bekommen mittlerweile sehr viele wirklich gute Inhalte und Artikel zwar zahlreiche Erwähnungen in Tweets, auf LinkedIn oder Facebook, aber nur sehr wenige echte Backlinks.

Es ist eben so einfach einen Tweet abzusetzen oder den Retweet-Button zu klicken. Ebenso einfach ist es einen Facebook, Reddit- oder was auch immer Button zu klicken, aber erschlagen Sie die Besucher nicht mit den Optionen, wenn die Auswahl zu schwer fällt, wird in der Regel keine Aktion getätigt.

Du musst mit deinem Linkmagnet also einen guten Grund für eine Verlinkung liefern, beispielsweise die Quellenangabe zu Daten und Statistiken in hochwertigen Artikeln.

Wenn Du ein Siegel oder eine Auszeichnung nutzt, schicke den Webmastern am besten den kompletten HTML-Code inkl. Verlinkung zu. Wenn Du eine Seite mit Statistiken und Informationen betreibst, verwende ein JavaScript, das eine Quellenangabe beim Kopieren in die Zwischenablage einfügt. Beipielsweise das Sticky Attribution Script von Taufik Nurrohman.

<script>
/*!
 * =======================================================
 *  STICKY ATTRIBUTION
 * =======================================================
 *
 *   Author: Taufik Nurrohman
 *   URL: https://github.com/tovic
 *   License: Public Domain
 *
 * -------------------------------------------------------
 *
 */

(function(win, doc) {
    var getSelection = 'getSelection',
        removeAllRanges = 'removeAllRanges',
        addRange = 'addRange',
        parentNode = 'parentNode',
        firstChild = 'firstChild',
        appendChild = 'appendChild',
        removeChild = 'removeChild',
        test = 'test',
        innerHTML = 'innerHTML';
    // does not have support for the selection API, skip!
    if (!win[getSelection]) return;
    var selection, target, clone, container, c, range;
    // listen to the “copy” event
    doc.addEventListener("copy", function(e) {
        // check whether the target is a `<pre>`, `<code>` or `<any class="no-attribution">` element
        target = e.target;
        // if the target is a text node, try to get the closest HTML element
        while (target.nodeType === 3) {
            target = target[parentNode];
        }
        // create a container
        container = doc.createElement('div');
        /*
        container.style.width = container.style.height = '1px';
        container.style.overflow = 'hidden';
        container.style.position = 'absolute';
        container.style.top = container.style.left = 0;
        */
        if (
            // make sure we have selection
            (selection = win[getSelection]()) &&
            // make sure we have selection range
            (selection.rangeCount) &&
            // get the first selection range
            (selection = selection.getRangeAt(0)) &&
            // clone the current selection range, then get the HTML contents of the selection
            (clone = selection.cloneRange(), selection = selection.cloneContents())
        ) {
            // append HTML contents of the selection to the container
            while (c = selection[firstChild]) {
                container[appendChild](c);
            }
            // insert the attribution to the end of the contents
            // only if the target element is not a `<pre>`, `<code>` and `<any class="no-attribution">`
            if (!/^(pre|code)$/i[test](target.nodeName || "") && !/(^|\s)no-attribution(\s|$)/i[test](target.className || "")) {
                var href = win.location.href;
                container[innerHTML] += '<br><br>&copy; ' + doc.title + '<br>Quelle: <a href="' + href + '">' + href + '</a>';
            }
            // create a new range
            range = doc.createRange();
            // append the container to the `<body>` section
            doc.body[appendChild](container);
            // move selection range to the container
            range.selectNodeContents(container);
            selection = win[getSelection]();
            selection[removeAllRanges]();
            selection[addRange](range);
            // there should be a short time there, we have copied the new selection…
            setTimeout(function() {
                // now remove the container…
                container[parentNode][removeChild](container);
                // then restore the previous selection!
                selection[removeAllRanges]();
                selection[addRange](clone);
            });
        }
    }, false);
})(window, document);
</script>

Rechnet sich der Linkmagnet?

Rechnet sich der Linkmagnet?

Für jeden wirtschaftlich denkenden Menschen stellt sich auch die Frage: Rechnet sich mein Linkmagnet?

Dabei solltest Du beachten, dass ein Linkmagnet Links erzeugen kann, die man garnicht kaufen kann. Daher ist ein Vergleich von Kosten je Link aus meiner Sicht auch nicht zielführend.

Das Spannende aus meiner Sicht ist:

Jeder Linkmagnet bietet die Chance auf echte organische Verlinkung und kann über Jahre dutzende, wenn nicht hunderte phantastische Links ganz von alleine anziehen.

Eine Garantie gibt es allerdings nicht.

Miteinzurechnen sind natürlich neben den aufgebauten Links auch positive Nebeneffekte, wie Branding und die Steigerung der Bekanntheit durch ein positives Markenerlebnis.

Bei einem Linkmagnet geht es also nicht nur um Links. Zumindest sollte es nicht das einzige Ziel sein. Gute Inhalte und Linkmagnete bringen natürlich auch Traffic, unter Umständen sogar Neukunden und Sales.

Solltest Du einen Coup landen und richtig große Seiten greifen den Köder auf, bekommt Du neben sehr viel mehr Trust auch noch Links, die die Konkurrenz nicht hat und niemals bekommt!

Beispiele und Anregungen für erfolgreiche Linkmagnete

  1. Erstelle eine Ressourcenliste mit den besten Büchern, Tools und Websites für deine Zielgruppe oder erstelle selbst kostenlose Tools oder Widgets.
  2. Einen ausführlichen Leitfaden inkl. Video-Tutorial, informativer Infografik und herunterladbarer Checkliste mit Tipps für ein Problem deiner Zielgruppe schreiben.
  3. Einzigartige Daten erheben: Versuche, Experimente, Tests und Umfragen durchführen, Statistiken erheben und Nachforschungen anstellen.
  4. Interviews mit erfolgreichen Unternehmern und Experten aus deiner Nische veröffentlichen.

Sei der Erste und liefere das mit Abstand beste Stück Inhalt!

Wie immer freue ich mich sehr über anregende Kommentare, Meinungen oder gute wie schlechte Beispiele für Linkmagnete in den Kommentaren!

15 Gedanken zu „Wieso Linkmagnete effektiver sind als Content Outreach per E-Mail“

  1. Hallo Kai,

    ein sehr interessanter Artikel, alles habe ich als Laie nicht verstanden, aber man muss ihn immer wieder Lesen…

  2. Hallo zusammen,

    wie auch schon Walter geschrieben hatte. Nach Linkbaits gesucht und hier einen sehr schönen Artikel dazu gefunden.

    Mit besten Grüßen, Weilo

  3. Hi, Super Artikel wenn auch schon gute 3 Jahre alt!
    Die Anregungen die du gibst finde ich sehr spannend da ich aktuell noch am Anfang meiner SEO Stategie Stehe und nach Input hungrich bin habe ich natürlichauch deinen Newslatter Aboniert 😉

    Vielen Dank für die Arbeit die du in deine Artikel steckst um auch neulingen wie mir es einfach zu machen bsp mehr Traffic für sein webprojekt zu Bekommen 🙂

  4. Ja, ziemlich sicher.. :-)! Aber wenn ich gerade an die aktuellen Temperaturen denke: Nein, doch nicht mehr so sicher – aber das kommentieren hatte ich vor.. wollte weitere Linkbait-Aufhänger los werden.

    grüße
    martin

  5. Mir war als ob ich heute früh einen Kommentar hinterlassen habe.. wo ist denn der geblieben? Hatte heute Vormittag auch noch diesen Beitrag als Lesetipp empfohlen: facebook.com/seo.factsnfaces

    Grüße,
    Martin

  6. Danke Kristin 🙂

    Vielleicht heisst der nächste Artikel hier ja: „Funktioniert ein Artikel über Linkbaits als Linkbait?“ 😀

    Wahrscheinlicher ist aber: Taugen Pressemitteilungen zum Linkaufbau 😉 *SPOILER*

  7. Hallo Kai,

    und ich lege gut zusammengefasste konkrete SEO-Artikel gern und freiwillig bei meinen sozialen Bookmarks ab und verbreite sie über Twitter. Besser kann man einen Linkbait gar nicht tarnen 😀

    Danke für Dein Wissen!

    Gruß,
    Kristin

  8. Hehe Gretus, da muss ich Dir Recht geben!
    Bei ‚mündigen Linkern‘, also SEOs, ist es wohl klüger offen und ehrlich um einen Link zu beten.

    In diesem Sinne: Ich freue mich sehr über JEDEN LINK auf diesen Artikel 😉

  9. Wow – so ein schöner und ausführlicher Artikel (aka: „Linkbait himself“ *g*). Selbst wenn der Begriff schon geläufig ist, macht es trotzdem Laune, das Posting zu lesen 🙂

    Ultrawichtig finde ich Punkt 3: „Die richtige Intention – aktivieren Sie die richtigen Personen“. Wie oft bekommt man die Aufforderung, „doch mal was über den Artikel / das Produkt xy zu schreiben oder dafür zur voten / RTen usw.“, auch wenn man überhaupt nicht der richtige Ansprechpartner ist …

    Weiter so und herzliche Grüße,

    Karl

  10. Hallo,

    sehr schöner Beitrag! Die Sache mit dem Erkennen eines Linkbaits sehe ich insbesondere im Bereich SEO etwas anders. Hier ist es meiner Meinung nach fast unmöglich, einen in erster Linie auf Linkgenerierung ausgerichteten Beitrag so zu verschleiern, dass ihn keiner erkennt.

    Statt zu versuchen, einen Linkbait zu tarnen, kann man manchmal auch einfach ehrlich sein und ganz öffentlich darum bitten, einen Beitrag bzw. eine Aktion durch einen Link zu unterstützen…

    Grüße

    Gretus

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