Tipp: Mangools SEO-Tools – Wie gut sind KWFinder, SERPWatcher und Co. wirklich?

Mangools ist eine SEO-Software-Suite, die aus fünf Tools (sie nennen sie “Apps”) besteht. Hier zunächst ein kurzer Überblick über die 5 integrierten Werkzeuge:

  1. KWFinder: Mit dem Keywordfinder von Mangools (kurz: KWFinder) lassen sich klassische Keywordanalysen erledigen. Als Standardmetrik für jeden SEO zählt hierzu natürlich das Suchvolumen, dazu gibt es eine kalkulierte Traffic-Erwartung, den CPC und PPC sowie die hauseigene Metrik der „Keyword SEO Difficulty“ (KD). Die Top-10-Ergebnisse bei Google werden direkt für jedes selektierte Keyword eingeblendet. Eine Exportfunktion ermöglicht das direkte Weiterarbeiten in Excel mittels einer aufbereiteten CSV-Datei.
  2. LinkMiner: Linkdaten auf Domain- oder URL-Ebene ermöglichen die Einsicht in die externen Links einer Website. Neben der Hauptmetrik „Link Strength“, die aus der Kombination unterschiedlicher Submetriken berechnet wird, steht auch hier die Exportfunktion zur Verfügung.
  3. SERPWatcher: Ein Keyword-Monitoring, das kaum Wünsche offenlässt. Mobile- und Desktop-Rankings können parallel eingerichtet und täglich überprüft werden. Durch das Anlegen unterschiedlicher Projekte und Hinzufügen von Tags kann man optimal mit individuellen Keyword-Sets arbeiten. Unterschiedliche Zeiträume ermöglichen die Einsicht im Graphen mit historischen Daten. Weitere Details hier im Artikel.
  4. SERPChecker: Der SERPChecker bietet tiefere Einblicke in die Top 10 bei Google – sowohl mobil als auch für Desktop. Neben einer ganzen Bandbreite an Metriken wird hier auch der „SERP Feature Impact“ abgebildet. Auf einer Skala von 1 bis 5 gibt diese Metrik an, wie viele Google-Features die Interaktion mit dem eigenen Suchergebnis beeinflussen.
  5. SiteProfiler: Der SiteProfiler bietet einen hübsch aufbereiteten Gesamtüberblick über eine bestimmte Website. Domain- und Page-Authority, Übersicht des Backlink-Profils inkl. Do-/Nofollow-Links, Top-Content, gemessen anhand von Facebook-Shares oder Referring-Domains, bis hin zum Vergleich mit Wettbewerbern. Eine super Möglichkeit, um einen ersten Eindruck zu bekommen.

Dazu gibt es noch eine sehr nützliche Browser-Erweiterung: Die SEO Extension für Chrome und Firefox erleichtern die tägliche Arbeit mit Websites. Sie liefert die wichtigsten Insights einer Domain. Mehr dazu im Artikel.

Schauen wir uns also mal alle SEO-Tools aus den Mangools im Detail an:

KWFinder – Keyword-Research-Tool

Der erste Eindruck des KWFinders wirkt übersichtlich und strukturiert. Seit Neuestem existiert neben der normalen Keyword-Ideensuche auch die Möglichkeit, direkt nach einer Domain zu suchen, um deren bestehende Rankings zu erhalten. Hier bekommt man für jedes Keyword in der Datenbank den Trendverlauf, das monatliche Suchvolumen, die Position der aktuellen Domain, den geschätzten CPC, die Anzahl der Anzeigen sowie die Keyword-Difficulty angezeigt. Natürlich findet man auch Vorschläge aus den ähnlichen Suchanfragen und Google Suggest unter den Daten.

Das sieht dann wie folgt aus:

Oben im roten Balken ist zu sehen, dass auch eine Importfunktion zur Verfügung steht. Hier kann mittels csv, txt oder via Copy & Paste direkt eine ganze Liste von Keywords überprüft werden.

Neben dem Import-Button können auch gespeicherte Listen aus vorherigen Recherchen wieder aufgerufen werden. Findet man also spannende Keywords mit gutem Suchvolumen während einer Recherche, lassen sich diese einfach markieren und in einer Liste speichern. Sobald ein Keyword bereits in einer der Listen vorhanden ist, wird es mit einem Sternchen markiert. Dadurch behält man sehr schön den Überblick über neue bzw. vorhandene Keywords.

Öffnet man eine der gespeicherten Listen, wird unter anderem die Summe des Suchvolumens aller Keywords angezeigt. Will man diese Keywords direkt zum Ranking-Monitoring in das SERPWatcher-Tool übernehmen, kann man einfach die jeweiligen Checkboxen auswählen und unter „Export“ die Keywords in die Zwischenablage kopieren.

SERPWatcher – Ranking-Monitoring-Tool

Auf dem Dashboard des SERPWatchers sind alle eingerichteten Trackings aufgelistet. Es kann hier direkt zwischen Mobil- und Desktop-Rankings gewechselt werden. Die Grafik passt sich fließend an, sodass man bereits hier erste Erkenntnisse darüber bekommt, wie unterschiedlich die Geräte performen. Natürlich erhählt man hier für jedes eingetragene Keyword auch das monatliche Suchvolumen angezeigt.

Mit Klick auf eines der Trackings erhält man die tatsächlichen Rankings der jeweiligen Keywords:


Als Zeitraum können 7 Tage, 30 Tage, 90 Tage oder „entire Tracking“ ausgewählt werden. Die Share-Funktion oben rechts generiert einen Link, der an Kunden oder Kollegen gesendet werden kann. Einen automatisierten Report kann man sich wöchentlich oder monatlich zuschicken lassen. Hierzu klickt man auf den blauen Button „Reports & Alerts“.

LinkMiner – Backlink-Monitoring-Tool

Der LinkMiner ermöglicht die Einsicht in Backlink-Daten für jede beliebige URL oder Domain. Man kann also hier nicht nur die eigene Domain analysieren, sondern sich auch Ideen für das Linkbuilding durch die Links der Konkurrenz und beliebiger anderer Domains holen.

Seht am besten selbst, wie umfangreich die Übersichtsseite einer Domain ist:

Der linke Bereich zeigt die Liste der Backlinks. Folgende Metriken werden hier dargestellt:

  • CF = Citation-Flow
  • TF = Trust-Flow
  • EL = Number of external links from page
  • FB = Number of Facebook shares
  • AR = Alexa-Rank
  • HREF = Backlink-HREF-Path
  • Anchor = Anchor text of the backlink
  • LS = Link-Strength (“Indicates the power of backlink considering various factors such as CF, DF, Do/Nofollow and others”)

Der rechte Bereich zeigt ein Vorschaubild der jeweils ausgewählten Seite im linken Bereich.
Viele weitere Funktionen, wie z. B. die Filterbarkeit nach Do/Nofollow, Active/Deleted oder die Tabs „New“ bzw. „Lost“, machen dieses Tool enorm umfangreich.

SERPChecker – Analyse der Suchergebnisseite

Der SERPChecker ist ganz ähnlich aufgebaut wie der rechte Teil des KWFinders, aber mit dem Unterschied, dass hier weitaus mehr Details einsehbar sind. So sieht beispielsweise eine Keyword-Recherche nach „iphone x“ aus:

Unter dem Keyword wird nun erneut die Keyword-Difficulty angezeigt. Spannend ist hier, dass Mangools auch die entsprechenden Featured Snippets im Google-Suchergebnis erkennt. Diese werden in derselben Reihe wie die Keyword-Difficulty ausgespielt. Für das Beispiel „iphone x“ existieren also „Shop Result“, „Top Stories“ und eine „People also ask“-Box.
Im unteren Bereich der Seite wird die Möglichkeit angeboten, die eigene URL mit den Ergebnissen dieser SERP zu vergleichen – sehr praktisch, wie ich finde!

SiteProfiler – kurze Übersicht über eine Domain

Der SiteProfiler liefert das, was der Titel des Bildes bereits sagt: Hier bekommst Du die wichtigsten Metriken und Insights für eine spezielle URL bzw. Domain. Dabei werden einige anschauliche Grafiken erstellt und eine gute Übersicht geboten, nichtsdestotrotz nutze ich dieses Tool in der Praxis kaum.

Also eher nett, dass es dieses Tool kostenlos dazu gibt, für den täglichen Gebrauch konnte ich es bislang aber eigentlich kaum nutzen. Evtl. lassen sich ein paar der Darstellungen für Präsentationen oder Kunden einsetzen, um einen schnellen Überblick zu erhalten.

Tipp: Die SEO Browser-Extension von Mangools

Besonders praktisch im Alltag ist die kostenlose Browsererweiterung von Mangools:

Nach dem ersten Klick auf die Extension erhält man einen grundlegenden Überblick über die Autorität der Website, dank der Metriken von Moz (Domain Authority and Page Authority) und Majestic (Citation Flow and Trust Flow).

Mangools SEO Extension Überblick

In der zweiten Reihe sieht man Alexa-Rang (Website-Popularität basierend auf der geschätzten Anzahl der Website-Besuche), die Anzahl der verweisenden IPs und die Anzahl der Facebook-Anteile sowie die Trendgrafiken.

Mangools SEO Extension - Keywords

Im zweiten Tab, dem “Keyword” Tab, erhält man die wichtigsten Keywords der jeweiligen Domain. Diese kommen direkt aus dem KWfinder in welchen man direkt mit einen Klick auf “See all keywords” wechseln kann. Der dritte Tab “Backlinks” listet entsprechend die wichtigsten Backlinks für die Domain auf.

Mangools SEO Extension - Onpage SEO

Im Vorletzten Tab werden alle relevanten Onpage-Faktoren aufgelistet. Beginnend mit dem SERP Snippet werden ebenfalls Meta tags, strukturierte Daten, Überschriften, sog. On-page Keywords (nicht der Inhalt des meta tags “keywords”, sondern einzelne Begriffe und ihre Häufigkeit im Text), Links (können nach extern gefiltert oder auch exportiert werden), Social Signale und eine Ladezeiten-Messung aufgeführt. Sehr praktisch und alles kompakt in einer Extension aufgeführt.

Super Vorschläge: Der letzte Bereich “Rank Tracking” schlägt relevante Keywords vor, die mit einem Klick direkt in das dazugehörige Tool SERPWatcher geladen werden können. Schade dass es sich hierbei um die Keywords der Root-Domain handelt und nicht um die spezielle URL die geöffnet ist, so wie das beim On-page SEO Tab der Fall ist.

Preise: Was kosten die Mangools SEO-Tools?

Das Pricing von Mangools ist in drei Pakete aufgeteilt und beginnt bei 25,90 € im Monat mit dem Basic-Account. Wem 100 Keyword-Abfragen und 200 Keyword-Rankings alle 24 Stunden nicht reichen, wechselt für 9 € mehr zum Premium-Paket. Bei monatlicher Bezahlung sind die Preise entsprechend höher.

Was kostet Mangools SEO Tools? Die Preise

Eine Besonderheit findet sich bereits hier, denn in allen drei Paketen sind sämtliche SEO-Tools von Mangools enthalten!

Fazit – unschlagbares Preis-Leistungs-Verhältnis!

Für knapp 26 € im Monat bietet Mangools eine ganze Menge unterschiedlich nützlicher SEO-Tools. Über die Datenherkunft der Keywords, wie zum Beispiel der Suchvolumina, habe ich leider keine näheren Infos gefunden. Natürlich kann es sein, dass bspw. die Backlink-Daten von ahrefs oder einem anderen Anbieter über eine höhere Qualität verfügen. Erwähnt werden muss, dass es in der Vergangenheit gelegentlich auch zu kleineren Ausfällen des KWFinder-Tools kam. Der Support antwortete bislang sehr rasch und es kommen laufend neue Tools sowie Features dazu.

Insgesamt halte ich das Preis-Leistungs-Verhältnis für enorm gut. Mangools baut hier ein recht umfangreiches, performantes und absolut überzeugendes SEO-Tool für ein kleines Budget.

Ob Du Dir die Mangools zulegst oder nicht, hängt also wahrscheinlich davon ab, wer Du bist und wieviel Du für SEO-Tools bereit bist auszugeben. Wenn Du Blogger bist oder jemand, der nebenbei SEO betreibt, verfügst Du nicht über ein riesiges SEO-Tool-Budget. Und wenn Du ein knappes Budget hast, können Sie viel Wert aus den Mangools herausquetschen! Für 30 Dollar im Monat bekommst Du Zugang zu SEHR VIELEN FUNKTIONEN für Keyword-Recherche, Backlink-Analyse und mehr.

Als größeres Unternehmen oder Agentur solltest Du etwas mehr ausgeben und Dir Mangools Premium oder das Agency Paket holen. Damit bekommst Du mehr Abfragen und kannst mit mehreren Nutzern gleichzeitig damit arbeiten.

Wenn Du ein echter SEO-Experte bist, bist Du wahrscheinlich besser dran, wenn Du Dir ahrefs oder die SISTRIX Toolbox zulegst. Diese Tools sind zwar ein gutes Stück teurer als Mangools, aber bieten dafür auch noch mehr Funktionen und Daten!

Wenn Du nur über ein begrenztes Budget verfügst, oder wenn SEO für Dein Unternehmen keine so große Rolle spielt, ist Mangools definitiv eine echte Empfehlung!

Jetzt bist Du dran! Ich würde gerne Deine Erfahrungen mit diesem Tool hören.
Hast Du schonmal Mangools ausprobiert? Wenn ja, wie hat es Dir gefallen?
Oder vielleicht hast Du eine Frage zu meiner Rezension.
Wie auch immer, lass es mich wissen, indem Du unten einen Kommentar hinterlässt.

Simon Streich ist technischer SEO-Freelancer mit Sitz in Berlin. Er verbringt den Großteil seiner Arbeit mit strategischer Digital-Beratung von KMUs. Nach seinem Bachelor-Studium in Internationaler Medieninformatik an der Hochschule für Technik und Wirtschaft Berlin war er bei einer Meta-Suchmaschine für Jobs im Business Development tätig. Nach einem Jahr als Digital Marketing Specialist bei einer Münchner Digital-Unternehmensberatung wechselte Simon zur Burda-Tochter BurdaForward GmbH und betreute dort als SEO Manager eine der sichtbarsten Seiten in Deutschland (CHIP Digital) im technischen SEO.

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