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Hürden und Fallstricke von KI-Tools und wie du sie umgehst, um speziell in deutscher Sprache optimale Texte zu erhalten

KI-Tools zum Erstellen von Texten sind großartig, wenn sie funktionieren! Allerdings ist es nicht immer einfach, sie richtig zum Laufen zu bringen. Insbesondere in deutscher Sprache gibt es einiges zu beachten, um die Lernkurve möglichst hochzuhalten und nicht nach wenigen Tagen frustriert das Handtuch zu werfen. Mit den Erläuterungen und Tipps in diesem Beitrag kannst du die üblichen Fallstricke vermeiden und wirklich optimale Texte erhalten.

Wie KI-basierte Text-Programme funktionieren

Zunächst einmal sollten wir darüber sprechen, wie die KI-Text-Tools, die es aktuell auf dem Markt gibt, funktionieren. Kurz gesagt: Sie haben eine große Anzahl an bereits vorhandenen Texten aus dem Internet und aus Büchern „gelesen“. Diese werden quasi automatisiert ausgewertet, welche Wörter und Wortkombinationen in welchem Kontext häufig vorkommen. Das Tool erzeugt dann auf Basis der Eingabe des Nutzers und ein bisschen Zufall verschiedene Ausgaben. Die meisten KI-Tools werden vom Hersteller trainiert und lernen nicht aus der Benutzung durch den Kunden. Die KI lernt also, auf was es bei der menschlichen Sprache ankommt und erstellt selbstständig Muster, die sie abspeichert. Auf der Grundlage dieses Lernprozesses kann sie dann selbst Texte erstellen.

Wenn du genauer verstehen willst, was GPT-3 ist und wie Transformer-Basierte KI funktioniert, solltest Du Kais Artikel darüber lesen.

Vorteile KI-basierter Text-Programme

Die beiden größten Vorteile von KI-basierten Textprogrammen sind einerseits ihre Geschwindigkeit, mit der Inhalte erzeugt werden – sie können Texte mit hundert Wörtern in wenigen Sekunden erstellen und in vielen Fällen sogar noch mehr! Andererseits kann die Qualität des Textes herausragend sein – also genau auf die Leserschaft zugeschnitten, überzeugend und unterhaltend und bei Bedarf auch suchmaschinenoptimiert. Ganz nach deinen Wünschen und Vorstellungen.

Mit der alten Technologie, also mit der Nutzung reiner Schreibprogramme ohne die Unterstützung von KI, würde ein menschlicher Autor mehrere Stunden oder Tage brauchen, um die gleiche Anzahl von Sätzen zu schreiben, die ein KI-Programm in wenigen Sekunden oder Minuten schafft. So wirst du in der Lage sein, mithilfe dieser KI-Tools eine Menge Zeit sparen.

Nachteile KI-basierter Text-Programme

Allerdings gibt es auch einige Nachteile zu beachten:

  1. Da die KI Texte auf der Grundlage einer großen Anzahl vorhandener Texte erstellt, die sie analysiert hat, können ihre Texte manchmal „roboterhaft“ und unnatürlich klingen. Wenn du der KI keine klaren Anweisungen gibst z. B. in welchem Tonfall oder für welche Zielgruppe du deinen Text haben möchtest, kann es sein, dass der Text nicht gut klingt.
  2. Die KI kann auch Fehler machen, die ein Mensch nicht machen würde. So kann es passieren, dass eine KI im Text behauptet, der Himmel sei rosa, denn die Maschine wurde lediglich mit Texten trainiert und hat keine echte Vorstellung von der Welt.

Wie du KI-basierte Textprogramme nutzt, um optimale Texte zu erhalten

Nachdem wir uns nun die Vor- und Nachteile von KI-basierten Textprogrammen angesehen haben, möchten wir uns ansehen, wie du sie nutzen kannst, um deine eigenen optimalen Texte zu erstellen.

Der erste Schritt ist immer die Suche nach dem richtigen Tool für deine Bedürfnisse. Teste am besten mehrere KI-Tools, die für dich in Frage kommen im Detail und verwende das, das deinen Bedürfnissen am besten entspricht. Verlasse dich nie auf ein einziges Produkt, sondern teste mehrere Programme, um sicherzustellen, dass du jeden Tag optimale Texte bekommst.

Das richtige Tool alleine wird dir vielleicht eine Erste Hilfe sein, du wirst jedoch noch lange kein Profi-Texter, nur weil du ein gutes Tool nutzt. Wenn du die besten Fußballschuhe oder den besten Tennisschläger kaufst, bist du noch kein Profisportler. Du musst auch trainieren, und oft ist das am Anfang schwierig, weil du Geduld, Ausdauer und Durchhaltevermögen brauchst. Auch wenn es dir schwerfällt – vorwiegend in den ersten Tagen mit einem KI-Tool – wirf nicht schon nach ein oder zwei Texten frustriert das Handtuch!

Empfehlenswert für einen Test sind in jedem Falle Frase, dass den SEO-Workflow bereits integriert hat, sowie jasper, das in Kombination mit Surfer SEO ebenfalls hervorragende Ergebnisse liefert!

Kai Spriestersbach

Einen Vergleich verschiedener KI-Tools findest du hier:

Hier sind die wichtigsten Tipps, die ich dir auf den Weg geben möchte, damit das Texten auf Deutsch auch bei dir funktioniert:

1. Mache dich mit der Nutzung der KI und des Tools vertraut

Als Erstes musst du dich mit dem KI-Tool vertraut machen. Das bedeutet, dass du dich an seine Funktionen gewöhnst und insbesondere, dass du lernst, wie es in der Praxis funktioniert. Außerdem brauchst du ein gewisses Maß an Geduld – dieser Prozess kann mehrere Tage oder sogar Wochen dauern!

Du solltest immer verschiedene Einstellungen und Optionen ausprobieren, bevor du aufgibst. Also teste, was das Zeug hält. Früher oder später wirst du die perfekte Umgebung für deine Bedürfnisse entdecken.

Du musst dir auch Ziele und Vorgaben setzen: Was soll das KI-Tool für mich tun? Wie viel Zeit kann ich in einer Woche für das Training des KI-Programms aufwenden, damit es Texte nach meinen Vorstellungen und Vorlieben erstellt? Diese Fragen stellst du dir am besten bereits vor dem Erwerb eines oder mehrerer Tools, damit du nicht enttäuscht bist im Nachhinein.

2. Fange mit kurzen Texten an

Starte nicht gleich mit dem größten Projekt, das du finden kannst. Taste dich langsam heran. Beginne mit kurzen Texten, am besten solchen, für die du nur ein paar Minuten brauchst, um sie zu schreiben (z.B. Social Media Posts oder kurze Zusammenfassungen zu einem bestimmten Thema).

Auf diese Weise sammelt die KI bereits Daten für eine gute Analyse deines Stils und deiner Vorlieben in Bezug auf Tonfall, Wortschatz oder Struktur, während es dir einfacher fallen wird, eventuell entstehende Fehler direkt zu korrigieren und zu überprüfen.

Du solltest auch verschiedene Stil-Varianten ausprobieren: Wenn du möchtest, dass dein Text als „professionell“ eingestuft wird, dann teile das der KI mit (z.B. indem du im Briefing-Text den Hinweis hinzufügst).

3. Lade vorhandenen Content hoch

Wenn du dich mit deinem KI-Tool vertraut gemacht hast und weißt, wie es funktioniert, gib ihm einige einfache Texte auf Deutsch zum Analysieren: etwa einen kurzen Blogbeitrag oder einen Artikel über etwas, das du vorher schon einmal geschrieben hast. Dieses Vorgehen hat zwei wesentliche Vorteile:

  1. Die KI lernt deinen eigenen Schreibstil besser kennen und wird schneller in der Lage sein, diesen zu übernehmen.
  2. Sie lernt dein Thema besser kennen. Auch wenn es sehr wahrscheinlich ist, dass die KI bereits Kenntnisse über deine Branche hat, so bekommt sie hierdurch noch detailliertere Informationen, die auf deine Branche, dein Business bzw. auf dich persönlich zugeschnitten sind.

Dieses Vorgehen verkürzt deine persönliche Lernphase auf ca. 1-2 Wochen (je nach der Intensität der Nutzung). Danach kannst du anfangen, das KI-Tool für umfangreichere Projekte zu benutzen und damit Texte auf Deutsch zu schreiben, unter anderem Blogbeiträge, Presseberichte oder längere Webseiten-Texte.

3. Schreibe kurze, einfache Sätze im Briefing

Gerade am Anfang, aber auch grundsätzlich ist es am besten, wenn du kurze, einfache Sätze für das Briefing eines neuen Textes verwendest.

Das macht es der KI leichter, deinen gewünschten Inhalt und Stil zu verstehen. Die meisten KI-Text-Tool verarbeiten die Daten im Hintergrund nämlich ausschließlich auf Englisch. Das ist etwas, das du vorher wissen musst!

Es bedeutet nicht, dass du englische Eingaben machen musst, denn die besten Tools lassen auch Eingaben auf Deutsch zu. Allerdings werden diese dann automatisch auf Englisch übersetzt, um sie der KI zum Verarbeiten zur Verfügung zu stellen. Diese wiederum gibt die Ergebnisse auch nur auf Englisch aus, weswegen eine erneute Übersetzung stattfindet, damit du die Resultate auf Deutsch präsentiert bekommst. Dieser Übersetzungs-Prozess findet vollständig automatisiert statt, mach dir also hierüber keine Gedanken. Es ist nur wichtig, dies zu wissen, damit du Verständnis dafür hast, warum das manchmal nicht ganz so gut funktioniert. Erfahrungsgemäß kann die KI aufgrund dieser Problematik kurze Sätze deutlich besser verarbeiten als lange, verschachtelte Sätze.

Merke: Im Briefing lieber öfter mal einen Punkt statt Komma setzen!

Außerdem solltest du bedenken, dass die KI noch lernt – sei also geduldig und gib ihr etwas Zeit! Je mehr Inhalte du bereitstellst, desto besser wird die KI in der Lage sein, deinen persönlichen Schreibstil und deine Vorlieben zu verstehen.

4. Verwende Features der Tools, um den Stil zu verbessern

Einer der großen Vorteile von KI-Tools ist, dass sie es dir ermöglichen, deinen Text stilistisch sehr genau anzupassen. Dazu gehören z. B. der Tonfall oder das Vokabular. Dazu musst du nur bestimmte Notizen (am besten auf Englisch) in den Briefingtext einfügen. Die KI interpretiert dann diese Notizen und passt den Text entsprechend an.

Einige Programme bieten auch „Verbesserungs“-Features an. Dazu gehören z.B. „Content-Improver“ oder „Rephrase“-Funktionen. Sie prüfen den von dir markierten Text und schlagen alternative Varianten vor, wie man die Kernaussage deines Inhalts anders bzw. eleganter ausdrücken könnte. Das ist auch sehr hilfreich, wenn du mit dem aktuellen Text nicht zufrieden bist.

5. Reboote dein System

Früher oder später kommt jeder, der mit KI-Programmen schreibt, in irgendeinem Dokument an einen Punkt, wo es einfach nicht mehr sinnvoll weitergeht. Die KI und du, ihr habt euch sozusagen festgefahren. Du merkst das daran, dass entweder fast nur noch Wiederholungen vorhandener Textpassagen ausgespuckt werden, gar kein Text mehr generiert wird, oder einfach nichts Sinnvolles mehr dabei herauskommt.

In so einem Fall hilft nur eines: Reboote dein System!

Damit meine ich: Den gesamten Text oder Teile in ein anderes Text-Tool kopieren (damit der Inhalt nicht futsch ist und später wieder verwendet werden kann), anschließend das aktuelle Dokument löschen und von vorne beginnen. Das ist keine Katastrophe, sondern eher eine Gelegenheit, dein Briefing noch einmal zu überprüfen und eventuell notwendige Korrekturen oder Anpassungen vorzunehmen, damit du mit deinem KI-Tool wieder auf Kurs kommst.

Wenn dies erneut passiert (was sehr selten der Fall ist), könnte es hilfreich sein, wenn du zwei Dokumente erstellst beim Schreiben. So kannst du schnell hin- und herwechseln, wenn das KI-Tool z. B. bei einem bestimmten Satz oder Absatz „feststeckt“.

6. Input Qualität = Output-Qualität

Dies ist eine Grundregel, die du bei der Arbeit mit KI-Tools immer im Hinterkopf behalten musst: Je besser der Input, desto besser der Output. Achte also genau auf deinen Briefing-Text und stelle sicher, dass er von guter Qualität ist. Das wird dir später eine Menge Kopfschmerzen ersparen!

Beschreibe also genau, welche Inhalte du dir in diesem Text wünschst, welcher Stil bzw. welche Sprache verwendet werden soll und wer deine Leser sind.

So wirst du garantiert deutlich bessere Ergebnisse erzielen.

7. Verbessere, wo du kannst!

Je früher und schneller du die KI verbesserst, desto schneller wirst du hervorragende Ergebnisse erzielen. Die KI lernt schnell! Schiebe also Verbesserungen nicht hinaus, sondern verbessere sie, sobald es etwas zu verbessern gibt. Glaube mir, das erleichtert dir die Arbeit enorm!

Warte auch nicht, bis du das Dokument fertig hast und fange dann an Grammatik-, Rechtschreib- oder inhaltliche Fehler zu korrigieren. Da die KI liest und analysiert, was bisher geschrieben wurde, willst du ja nicht, dass sie fehlerhaftes Material als Grundlage nimmt, um deinen aktuellen Text (und künftige) fertig zu stellen, oder?

Fazit

Wenn du dir diese Tipps zu Herzen nimmst, wirst du mit deinen KI-Tools viel bessere Ergebnisse erzielen und auch mehr Kontrolle über die Ausgabe dieser Systeme haben.

Der Schreibprozess kann sehr zeitaufwendig sein, das stimmt. Aber wenn du dich gut auf jeden Text vorbereitest (ein gutes Briefing schreibst), effizient arbeitest und alle verfügbaren Funktionen nutzt, um die Qualität zu verbessern, wird das die Ergebnisse maßgeblich positiv beeinflussen!

Ich hoffe, du hast diesen kurzen Leitfaden hilfreich gefunden. Wenn du Fragen oder Anmerkungen hast, zögere bitte nicht, mich zu kontaktieren. Ich helfe gerne, wo ich kann.

Vielen Dank fürs Lesen!