Mit Surfer SEO den perfekten SEO-Text schreiben – Testbericht und Tutorial

Wer erinnert sich noch an die Dunkelzeit der SEO-Geschichte? Damals mussten wir unsere SEO-Texte noch mit Verstand und Bauchgefühl optimieren. Welche Keywords passen wohl am besten? Was wollen Suchende genau finden? Wie oft muss ich bestimmte Keywords wiederholen und welche Neben-Keywords sollte der Text abdecken?

Mittlerweile gibt es schon so einige Tools rund um die Content-Optimierung, doch das im Englischen Sprachraum sehr populäre SURFER SEO hatten wir bislang noch nicht ausprobiert.

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Auch wenn das Tool auf Englisch ist: SURFER optimiert sein Tool auch für den deutschen Markt. Das Team dahinter kommt aus Polen und bedient viele internationale Märkte.

Alle Features und die Arbeitsweise mit und sogar OHNE SURFER habe ich in einem fast einstündigen Video zusammengefasst. Schau es dir auf jeden Fall an, denn darin findest du Informationen, die hier im Text nicht enthalten sind.

Das Video enthält:

  • Einen kompletten Walkthrough durch das Backend mit allen Modulen.
  • Eine Methode Onpage-Optimierung auch ohne ein Tool wie SURFER zu machen, für alle die, die sich ein Tool wie Surfer aktuell nicht leisten können oder wollen.
  • Die zeitsparende Variante der Onpage-Optimierung unter Verwendung des Content Editors, dem Haupttool von SURFER.

Echten Beitrag für WordPress-Freelancer optimiert

Dabei stellen wir SURFER nicht nur theoretisch auf die Probe. Wie immer versuchen wir den echten Nutzen herauszufinden. Daher haben wir den Content Score unseres Beitrags „WordPress-Freelancer“ von 58 auf (vorerst) 74 in den grünen Bereich verbessert. Der Beitrag rankt laut SURFER aktuell auf Platz 15 (Mitte Oktober 2021). Werden die Optimierungen ausreichen, um das Ranking zu verbessern? Das beobachten wir und machen zwischendurch Updates an diesem Artikel. Eventuell sind weitere Optimierungsrunden notwendig und ein bisschen Geduld müssen wir auch mitbringen. Zwischen ein paar Wochen und mehreren Monaten kann es schon dauern.

Echten Beitrag für WordPress-Freelancer optimiert

Es folgt ein Überblick über das Backend und seine Tools sowie ein Erfahrungsbericht zur Arbeit mit SURFER.

Das Dashboard

Nach dem Login gibt das Dashboard eine Übersicht über alle angelegten Analysen.

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Vom Suchfeld (1) aus lassen sich alle Analysen starten. Besonders cool: es lassen sich auch andere Lokalitäten auswählen, also nicht „nur“ Deutschland.

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Mit dem Audit (2) lassen sich Seiten direkt analysieren. Der Bereich Content Editor merkt sich den letzten Bearbeitungsstand.

Der SERP Analyzer (3) verwaltet Analysen zu Suchanfragen, die wahnsinnig reich an Daten sind. Hieran kann sich auch der größte Daten-Aficionado vollständig ergötzen.

Der Content Planner (4) liefert basierend auf einem Keyword gleich die Ideen für ein gesamtes Themengebiet.

Die Keyword Research (5) findet Keyword-Varianten und ähnliche Begriffe, die einen hohen Nutzen haben können.

Jedes Tool hat auch einen eigenen Bereich. Der Content Editor kommt in der Liste zuerst. Weil wir aber später hauptsächlich mit dieser Komponente arbeiten, schauen wir uns zuerst den Bereich Audit an.

Audit

Der Bereich Audit erlaubt es Keywords für URLs zu überprüfen.

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Einfach die URL und das Keyword (1) eintragen und los geht’s. Alle Audits werden in der Audit History (2) gespeichert. Rechts gibt es eine Übersicht über die verbleibenden Audits für den aktuellen Monat (3) und die Möglichkeit Tags anzulegen (4), um so die Übersicht zu behalten.

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Hier ist der vollständige Auditreport für den Testbeitrag. Es gibt zwar auch Informationen zur Ladengeschwindigkeit, es ist jedoch fraglich, ob die überhaupt angezeigt werden sollten. Wobei SURFER wirklich glänzt, sind die Daten rund um die Keywords, die sich im Beitrag befinden sollten oder könnten. Da diese Informationen nachher auch im Content Editor angezeigt werden, ist dieser Audit eher dazu gedacht, für Aufklärung beim Chef oder Kunden zu sorgen. Der Share-Button ganz oben erlaubt das einfache Teilen der Daten.

Content Planner

Im Planungsmodul einfach ein Keyword oder eine Domain/URL eintragen (1).

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Nach einer kurzen Wartezeit liefert das Modul Cluster. In unserem Fall 43.

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Im gekürzten Screenshot zu erkennen, welche Keyword-Cluster wir sonst noch verwerten könnten. Es kommt natürlich darauf an, welche Ziele unsere Website oder Contentstrategie verfolgt. Allerdings sind die meisten Vorschläge kaum zu gebrauchen, wie üblich bei solchen Keywordtools. Auf der einen Seite werden Begriffe wie „Kannibalisierung“ (völlig nutzlos) vorgeschlagen, auf der anderen „Frontend-Freelancer“ (gute Idee). Die Cluster lassen sich also durchaus als Inspiration verwenden.

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Nach einem Klick auf More Filters lassen sich die Cluster nach Suchintention, Keywords und Suchvolumen sortieren.

SERP Analyzer

Mit dem SERP Analyzer lassen sich ausgefeilte Analysen erstellen. Einfach ein oder mehrere Keywords eingeben (1) und starten. Wer mehrere Keywords eingibt, kann so im Prinzip einen Überblick über ein gesamtes Cluster bekommen. Analysen werden unten in der Liste gespeichert.

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Dieses Tool hat es wirklich in sich. Die Ergebnisse lassen sich visualisieren, um so Korrelationen erkennen zu können. Auf der linken Seite (1) lassen sich Faktoren auswählen. Vorausgewählt ist die Anzahl der Wörter (2). Der Graph rechts oben (3) zeigt an, dass die Seiten auf ersten zehn Rängen ca. 1.200 Wörter im Durchschnitt haben. Platz 11-20 hat über 2.000 Wörter und dann fällt die Wortzahl rapide ab. Wer Filtern (4) möchte, hat diverse interessante Möglichkeiten.

Tipp: Auch wenn diese Zahlen statistisch „leicht“ relevante Richtwerte sind, so heißt das noch lange nicht, dass jeder Beitrag nur 1.200 Wörter lang sein sollte, um auf Platz 1 zu ranken. Die Daten sind eher so auszulegen, dass man vielleicht bei 1.200 anfängt und dann experimentiert. Es könnte auch sein, dass man mit 500 auf Platz 1 rankt oder auch erst mit 10.000 Wörtern.

Im ersten Tab unten rechts (5) sind die SERPs zu sehen.

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Unter den Ergebnissen gibt es eine Reihe von Icons, die weitere Funktionen verbergen.

(1) Der Content Score ist die SURFER-interne Bewertung. Sie lässt erkennen, wie gut die Konkurrenz optimiert ist und wie gut die eigene Seite dasteht.

(2) Das rote Schild zeigt die Stärke der externen Verlinkung für die Seite an.

(3) Der Graph erlaubt es diese Seite auf dem Chart zu plotten. Mehrere Ergebnisse können angeglickt werden.

(4) Das Auge erlaubt es, ein Ergebnis aus der Analyse auszuschließen.

Unter den drei Punkten verbergen sich Funktionen 5-7:

(5) Speichert einen Screenshot von jedem Ergebnis.

(6) Liefert ein Content Outline

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(7) Paste HTML erlaubt es, das komplette HTML einzufügen. Für den Fall, dass SURFER nicht die richtige Sektion einer Seite extrahiert hat.

Damit ist die Analyse der SERPs nach allen Regeln der Kunst möglich. Inwiefern das notwendig ist, steht auf einem anderen Blatt. Es ist in der Regel wichtiger am Content zu arbeiten, als den ganzen Tag lang zu analysieren. Auch wenn das natürlich Spaß macht 😉

Unter den anderen Reitern finden sich weitere interessante Daten, die ich im Video auch kurz beleuchte.

Keyword Research

Dieses Modul hilft dabei ähnliche Keywords oder Fragen zu finden.

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Erstmal eine Suchanfrage für ein Keyword anlegen.

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Danach lassen sich durch Klick auf das Ordnersymbol verschiedene Keywords auswählen. Nach einem Klick auf Research (1) oder (2) füllt das Tool die Liste unter Similar Keywords. Siehe da: unsere Analyse hat zum Beispiel das Keyword woocommerce programmierer zutage gebracht. Diese Keywords lassen sich dann ebenfalls in die Liste übernehmen, um tiefer zu suchen, bis sich eine lange Liste von ähnlichen Keywords ergibt. Sehr cool gemacht.

Der Kern von SURFER: Der Content Editor

Den Content Editor kann man direkt im Backend von Surfer nutzen, wobei das wahrscheinlich die wenigsten Nutzer machen werden.

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Wie immer zuerst ein oder mehrere Keywords eingeben und die Lokalität auswählen. Dann einen Content Editor erstellen (1). Einfach mit einem Klick auf (2) den Editor öffnen.

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Es öffnet sich der „nackte“ Content Editor, in dem du direkt losschreiben kannst. Er bietet rudimentäres Editing. Dazu gibt es noch zwei viel coolere Möglichkeiten, wofür wir die SURFER Chrome Extension installieren.

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Dazu einfach auf der Content Editor Chrome Extension Landing Page die Erweiterung installieren und schon funktioniert der Editor auch in WordPress und sogar in Google Docs.

Die genaue Verwendung siehst du im Youtube-Video:

Dort erkläre ich übrigens auch, wie du vorgehen kannst, wenn du aktuell den SURFER noch nicht verwenden willst oder kannst. Also wie die Optimierung einer Seite oder eines Beitrags funktioniert, wenn du die Funktionsweise einfach manuell nachbildest. Diese Informationen sind streng geheim und deswegen findest du sie auch nur im Video 😉

Erfahrungen mit SURFER SEO

Die Challenge: Optimiere den Beitrag WordPress-Freelancer und bringe den Content Score nach oben in der Hoffnung, das Ranking von ca. 15 in die Top 10 zu bringen:

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Auch wenn es durchaus möglich ist, den Text manuell zu optimieren, indem einfach weitere Paragrafen hinzugefügt werden, so ist die Arbeit mit dem Content Editor durchaus systematischer. Der Editor gamifiziert das (Um)Schreiben des Textes, da fehlende Begriffe unten rechts rot angezeigt werden. Sobald der vorgeschlagene Wert erreicht ist, färbt sich der rote Tag erst orange und dann grün. Das löst so eine Art „Glücksgefühl“ aus. Es ist schon erstaunlich wie viel Spaß das macht. Wobei es unter Umständen auch ein bisschen davon ablenkt, dass man sich auf die Qualität des Geschriebenen konzentriert und stattdessen einfach nur Keywords einfügt.

Insgesamt halten wir das Feature für durchaus nützlich. Hilft es doch gerade unerfahrenen Textern bei der Arbeit. Aber auch Auftraggeber, die vielleicht nicht voll in der Materie stecken, können schnell sehen, dass mit dem Text alles in Ordnung ist. Schließlich ist alles „im grünen Bereich“.

Negativ aufgefallen sind mir ein paar Kleinigkeiten, von denen es schön wäre, wenn sie in Zukunft verbessert würden.

  • Im Screenshot sieht man den Tag online shop. Das deutsche Keyword Onlineshop wurde mehrfach zum Text hinzugefügt, was das Tag aber nicht reflektiert. So gesehen müsste der Content Score eigentlich noch höher sein, was leider nicht der Fall ist. Es wäre also cool, ließe sich der Tag einfach umbenennen.
  • Andere Begriffe in der Liste machen wiederum für den Text keinen Sinn. Beispielsweise der Begriff „jemand“. Leider lässt sich dieser Tag nicht entfernen, so dass sich das Gefühl einstellt, man müsse den Begriff verwenden. Das hier ist bestimmt keine gute Idee: „Jemand mit WordPress-Kenntnissen …“ nur um diesen Begriff zu enthalten.

Der Content Editor hat noch einen Outline-Modus:

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Der liefert einen Vorschlag darüber, wie der Beitrag aufgebaut sein könnte.

Fazit: Surfer SEO Testbericht Ergebnis

Grundsätzlich sollte zuerst die Kompetenz beim Schreiben von Texten im Vordergrund stehen. Die vorgeschlagenen Daten machen natürlich nicht immer Sinn und das muss ein Texter selbst beurteilen können. Dennoch wird es Leute geben, die versuchen werden, jeden Beitrag auf 100 zu bringen. Das ist überhaupt nicht notwendig. Kleine Änderungen reichen in der Regel aus, um eine Veränderung des Rankings herbeizuführen. Im Video findest du dazu auch eine Menge Tipps und kannst mir dabei zusehen, wie ich den Text tatsächlich ergänze und umschreibe.

Dies vorausgeschickt denke ich, dass es durchaus Sinn ergibt, mit dem SURFER zu arbeiten. Vor allem, weil die Arbeit mit dem Content Editor einen Haufen Zeit sparen kann. Die Arbeit damit macht mehr Spaß und garantiert, dass so viele passende Keywords wie möglich (oder sinnvoll ist) abdeckt sind. Auch ist dieser Prozess eher datengetrieben.

surferseo-preis

SURFER kostet ab 49 USD monatlich für 10 Texte und 20 Audits. Empfehlenswert ist allerdings das Paket für 99 USD, da es auch die NLP Analyse (siehe Video) enthält.

Mit einer siebentägigen Geld-zurück-Garantie spricht nichts dagegen, einmal die Finger auf das Keyboard zu legen und die Nadel in Richtung 100 zu schieben.

Viel Spaß dabei und mögen alle deine Seiten danach auf Platz 1 ranken.

PS: Wir werden beobachten, was in den nächsten Wochen und Monaten mit den Rankings für den optimierten Text geschieht und diesen Beitrag aktualisieren.

  • Stand 2021-10-18: Content Score von 58 auf 74 gebracht. Ranking startet auf Platz 15.
  • Update 2021-10-20: Der Beitrag ist schlappe drei Tage später schon auf Platz 3.
surfer ranking wordpres frelancer 20211020 Mit Surfer SEO den perfekten SEO-Text schreiben – Testbericht und Tutorial

Damit können wir diesen Test als erfolgreich abgeschlossen betrachten. Jetzt hast du einen Blueprint, eine genaue Vorgehensweise, wie du bei der Optimierung deiner Texte vorgehen kannst.

3 Gedanken zu „Mit Surfer SEO den perfekten SEO-Text schreiben – Testbericht und Tutorial“

  1. Hallo
    Vielen Dank für die tolle Zusammenfassung.
    Surfer SEO macht ja einiges anders oder stellt dies anders dar. Was ich im Text oder im Video nicht gesehen habe. Kann man damit eine WDF*IDF-Abfrage ausführen oder etwas ähnliches?
    Grüße Oliver

    1. Hallo Oliver,
      im Grunde funktioniert Surfer SEO so ähnlich wie eine WDF*IDF-Analyse, es werden auch die Inhalte der rankenden URLs analysiert.
      Man hat sich bei Surfer SEO jedoch für das sogenannte Prominent-Verfahren entschieden, anstatt TF * IDF zu verwenden.

      Wieso hat man hier erklärt:

      Why we decided to go with Prominent instead of TF-IDF analysis

      The results from TF-IDF are incredibly valuable, but they only contain words. Expressions are what differentiate the documents, and the TF-IDF analysis for expressions from a large database is almost impossible due to the number of calculations involved. There are two reasons that we rely heavily on Prominent analysis:

      We can analyze expressions that have a greater differentiating value for SEO.
      We are not trying to recreate the Google algorithm; we analyze its results. Thanks to this, Prominent words and phrases are independent of how (and if) Google uses TF-IDF.

      LG Kai

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