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Finde das richtige WordPress-Hosting – Die besten Hoster im Vergleich

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In meiner Artikelserie über WordPress habe ich bereits über Plugins und Themes geschrieben und mich nun intensiv mit Managed WordPress-Hostern beschäftigt. Klassische Webspace-Anbieter habe ich mit dem Blick auf ein WordPress-Hosting ebenfalls verglichen. Dabei haben wir die Anbieter selbst getestet und stellen Dir unsere Erkenntnisse vor.

Zusammenfassung: Die Ergebnisse im Überblick

In diesem Abschnitt findest Du Empfehlungen aus unseren Hosting-Tests. Diese fallen, je nach Seitentyp und Anforderungen, unterschiedlich aus.

Wähle einfach aus, was für Dich am besten passt, damit Du das richtige Hosting für dich findest:

WordPress-Hosting für Einsteiger und kleine Seiten

Wenn Du ein möglichst günstiges WordPress-Hosting suchst, solltest Du Dir das Shared-Hosting von IONOS anschauen.

WordPress Hosting von IONOS by 1und1

Die Tarife im WordPress-Hosting beginnen bei 4 EUR im Monat mit 25 GB SSD für eine WordPress-Seite. Im Business-Tarif für 7 EUR gibt es 100 GB Speicher. Hier ist sogar ein professionelles E-Mail-Postfach mit Spam-Filter enthalten.


Die Einsteiger-Pakete von IONOS sind allerdings nur für kleine Webseiten oder Anfänger geeignet. Wenn Du eine Webseite betreiben willst, die langfristig erfolgreich ist, solltest Du nicht am falschen Ende sparen und besser gleich auf ein leistungsfähigeres Hosting-Paket setzen:

HostPress - Managed WordPress Hosting

Wenn Dir persönlicher Support wichtig ist, dann sind deine Seiten trotz wenig Traffic wahrscheinlich besser bei einem Spezialisten wie HostPress aufgehoben. Dort bekommst Du bereits ab 25 EUR im Monat ein RICHTIG GUTES Hosting-Paket!

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Auf Hoster außerhalb der EU, wie Siteground oder WP Engine, solltest Du aus Datenschutz-Gründen verzichten!

Professionelles Hosting für Unternehmensseiten

Für Unternehmensseiten sind neben der Performance und Erreichbarkeit insbesondere das Thema Datenschutz, Sicherheit und ein deutschsprachiger Support wichtig.

Daher empfehle hierfür spezialisierte WordPress-Hoster. HostPress ist der, mit dem aus meiner Sicht besten Preis-Leistungs-Verhältnis:

HostPress - Managed WordPress Hosting

Die HostPress Einzeltarife beginnen bei 25 EUR im Monat, für mehr Leistung gibt es entsprechend größere Pakete.

Ich kann den Hoster aus dem Saarland guten Gewissens empfehlen, denn neben sehr gutem Speed und tollen Sicherheits-Features bekommt man dort einen wirklich kompetenten Support von echten WordPress-Experten!

HostPress ist ein exzellenter Managed WordPress Hoster aus Deutschland mit dem Fokus auf B2B und bietet eine sehr gute Leistung sowie exzellenten Support zu fairen Preisen.

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WordPress Hosting von IONOS by 1und1

Alternativ bietet IONOS mit den neuen WP Pro Tarifen inklusive Plesks WordPress Toolkit die selben Funktionen wie ein Managed Hosting vom WordPress-Spezialisten, ist dann aber auch nicht mehr wirklich günstiger.

Mit einer sehr guten Ausstattung und Leistung ist das Paket Advanced ab 40 EUR im Monat ein Preis-Leistungs-Tipp.

WooCommerce-Hosting für Onlineshops

Für Onlineshops auf WooCommerce-Basis benötigt man deutlich mehr Arbeitsspeicher und Rechenleistung, als für eine normale Webseite, denn es kann sehr viel weniger gecached werden. Außerdem ist die Erreichbarkeit und Verfügbarkeit noch wichtiger, damit kein Umsatz verloren geht.

Meine Empfehlung: HostPress Pro / Pro Plus ab 59 EUR oder gleich einen eigenen Managed Cloud Server ab 149 EUR von HostPress

HostPress - Managed WordPress Hosting

Die Technik und Geschwindigkeit des Managed WordPress Hosters aus Deutschland ist ausgezeichnet.

HostPress bietet für Onlineshops einen fantastischen Support und insgesamt ein sehr gutes Preis-Leistungsverhältnis.

Das HostPress-Team unterstützt sehr kompentent bei Performance und PageSpeed-Optimierungen und nimmt sogar Veränderungen am Quellcode oder bei Plugin-Einstellungen vor, wenn das gewünscht ist.

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Große Seiten mit viel Traffic

Für große und wirklich trafficstarke Webseiten brauchst Du ein richtig starkes Hostingpaket. Sobald mehrere Redakteure parallel im Backend arbeiten, ihr regelmäßig viele Bilder und Fotos hochladet und viele Besucher habt, solltest Du auch ein angemessenes Hosting-Paket buchen.

Empfehlung: HostPress Pro Plus ab 129 EUR oder Managed Cloud Server ab 149 EUR

HostPress - Managed WordPress Hosting

Hier bekommst Du sehr guten Support von echten WordPress-Experten in deutscher Sprache, tolle Zusatzleistungen, ausgezeichnete Technik und sehr faire Preise.

Damit kannst Dich ganz auf die Entwicklung Deines Geschäfts konzentrieren und gibst die lästigen Themen wie Backups, Sicherheit, Updates in die Hände echter Experten.

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Wenn Du wissen willst, wie ich zu dieser Einschätzung gekommen bin, findest Du alle relevanten Informationen und Faktoren weiter unten im ausführlichen Hosting-Test:

So findest Du den richtigen WordPress-Hosting Tarif

Von Hostingpaketen für ein paar Euros pro Monat bis hin zu mehreren Hundert Euro für große Server ist der Markt unglaublich vielfältig und die Auswahl dementsprechend schwer. Meine Empfehlungen richten sich daher an alle, die sich nicht als Experten für Hosting begreifen und sich auch nicht im Detail damit auseinandersetzen wollen, sondern sich einfach ein gut funktionierendes Hosting für die WordPress-Website wünschen.


Ob man eine gute Wahl getroffen hat, zeigt sich beim Hosting leider oft erst nach etlichen Monaten. Bei Shared-Hosting-Umgebungen wird man zu Beginn zwar auf einen nagelneuen Server ohne Last gepackt, doch diesen teilt man sich mit immer mehr Kunden, wodurch er immer voller und langsamer wird. Aber Deine WordPress-Seite soll ja nicht nur am Anfang schnell sein, sondern auf Dauer flott und stabil bleiben. Daher habe ich mich dazu entschieden, die Technik ein wenig genauer unter die Lupe zunehmen. Dafür habe ich Testinstallationen durchgeführt und einen direkten Vergleich mit meinem aktuellen Hosting angestellt.

Hosting ist ein Hygienfaktor

Ein gutes Hosting ist unsichtbar, denn es funktioniert einfach. Man muss sich nicht damit auseinander setzten, solange alles läuft. Wenn ein Hoster auffällt, dann also negativ. Wenn etwas schiefgeht, eine Festplatte geht kaputt oder sonstige Probleme technischer Natur auftreten, dann kann der Hoster durch schnelle Reaktionszeiten und guten Support punkten.

Wenn die Ladezeiten schlecht werden, der Server nicht durchgehend erreichbar ist oder sich Ausfälle häufen, kann ein schlechter Hoster nicht nur Nerven, sondern auch richtig Geld kosten. Umsatzeinbuße durch Offline-Zeiten können ebenso entstehen wie Rankingprobleme bei Suchmaschinen durch langsame Ladezeiten! Letztlich sollte man das Thema Datensicherheit und Datenschutz nicht vernachlässigen, denn da kann der falsche Hoster oder ein unprofessioneller Umgang massive Schäden nach sich ziehen.

Hosting ist ein Hygienefaktor. Wenn alles gut ist, merkt man nichts davon. Wenn nicht, hat man oft ein echtes Problem!

Kai Spriestersbach

Backups & Sicherheit

Das Thema Backups, Rollbacks und Sicherheit ist extrem wichtig und wird leider immer wieder unterschätzt! WordPress ist – aufgrund der großen Verbreitung – ein beliebtes Ziel von Hackern und Bots, die automatisiert Schwachstellen und bekannte Sicherheitslücken ausnutzen. Oft merkt man das dann erst, wenn es zu spät ist und es bereits zu einem Datenverlust oder Webseitenausfall gekommen ist.

Kein System ist 100% sicher. Daher solltet ihr stets ein aktuelles Backup vorhalten und das Thema nicht auf den Hoster abwälzen! Ich habe selbst schon Fälle erlebt, wo großen Hostern komplette Backups der halben Kundschaft ab handen gekommen waren und nach einem Servercrash NICHTS mehr herstellbar war. Wer an diesem Punkt kein aktuelles Offsite-Backup hatte, also ein Backup AUSSERHALB des Systems des betroffenen Hoster, der musste seine Webseite im schlimmsten Falle neu aufbauen und wieder von vorne beginnen! Ein bekannter Hoster hatte erst 2019 einen massiven Ausfall, bei dem fast alle Kundenwebseiten für mehrere Tage nicht erreichbar waren und dann festgestellt wurde, dass die Backups offenbar nicht funktioniert haben.

Zwei extrem wichtige Tipps zum Thema Backup:

  1. Macht IMMER einen Recovery-/Rollback-Test der Backups! Probiert also aus, ob ihr die Webseite aus dem Backup auch wirklich wieder herstellen könnt.
  2. Legt Euch regelmäßig ein Offsite-Backup auf einem anderen Server oder zuhause an. So könnt ihr die Seite wiederherstellen, falls der Hoster Probleme mit den Backups bekommt.

Natürlich sollten bei intensiv genutzten Websites, an denen mehrere Redakteure parallel arbeiten, häufiger Offsite-Backups gefahren werden als bei einem Mini-Blog, der kaum neue Inhalte und Veränderung erfährt.

Tipps in Sachen Sicherheit

  • Egal ob Managed Server oder voll-virtualisierte Umgebungen, alle Server müssen stets aktuell gehalten werden. Das bedeutet, dass das Betriebssystem, also der Linux Kernel sowie die verwendete Software und alle Module zügig aktualisiert werden.
  • Der Hoster sollte sichere Passwörter erzwingen, unnötige Ports dicht machen sowie regelmäßig nach Malware, Schadsoftware und Viren scannen. Falls ihr mit mehreren Kunden auf einem gemeinsamen Server gehostet werdet, muss ein Zugriff zwischen den Kundenpaketen unterbunden werden. Eine Multi-Factor-Authentication wäre natürlich noch besser.
  • In jedem Fall sollte eine Firewall auf dem Server eingesetzt werden und unsichere Module wie z.B. mod_perl entfernt werden. Ebenso ist es empfehlenswert nicht benötige Login-Methoden zu deaktivieren (z.B. SSH auf Shared Hosting oder unverschlüsselter FTP-Zugang).
  • Im WordPress selbst sollten die Dateirechte restriktiv gesetzt werden und sowohl das CMS, als auch Plugins und Themes automatisch aktualisiert werden.
  • Im Rechenzentrum kann eine WAF (Web-Application-Firewall) dazu dienen, Angriffe zu blockieren, bevor sie überhaupt den Server erreichen und der Hoster sollte eine Möglichkeit für die DDoS-Abwehr besitzen. Das kann selbstverständlich auch durch den Einsatz eines CDNs wie beispielsweise CloudFlare geschehen.

Was darf bzw. muss Hosting kosten?

In Sachen Budget kommt es natürlich darauf an, ob Du einen kleinen Blog, mehrere Projekte oder eine High-Traffic-Seite hohen Trafficzahlen hosten willst oder gar einen Onlineshop mit mehreren Buchungen pro Stunde betreibst.

Ein ordentliches Hosting für eine durchschnittliche WordPress-Webseite gibt es ab ca. 10 EUR im Monat. Rechnet man dann noch automatische Updates und einen anständigen Support dazu, liegt man bei mindestens 20 EUR für eine WordPress-Instanz.

Preise unter 10 EUR sind entweder zeitlich befristete Lockangebote, oder man teilt sich mit derart vielen anderen Kunden die Hardware, dass die Leistung, die man erhält für ein dynamisches CMS oft zu gering ausfällt.

Hosting für größere Webseiten oder Onlineshops, die entsprechende Ressourcen benötigen kosten monatlich 100 EUR aufwärts. Bei Webseiten mit sehr vielen Besuchern, geht ein ordentliches Hosting auch schnell mal in den mittleren dreistelligen Bereich, also 300-800 EUR im Monat! Das sollte allerdings auch nur notwendig werden, wenn Euere Webseite entsprechende Umsätze generiert und diese Kosten insgesamt einen kleinen Teil Eurer monatlichen Ausgaben ausmachen 😉

Es gibt viele unterschiedliche Ansätze an das Thema Hosting heranzugehen, eines steht allerdings fest: Kein Hoster kann zaubern. Die kochen alle nur mit Wasser.

Die Kosten für Server und Rechenzentren sind mehr oder weniger für alle Anbieter gleich. Natürlich haben die großen Anbieter gewisse Skaleneffekte oder Synergien, aber gerade die Kleineren Hoster und Spezialisten können dafür mit besserem Support oder maßgeschneiderten Lösungen punkten. Bei allzu günstigen Angeboten musst Du aufpassen, entweder die Leistung oder der Support ist schlecht (oder beides) oder es handelt sich nur um ein Lockangebot und im zweiten Jahr wird das Paket dann deutlich teuerer.

Mehr Leistung kostet auch mehr Geld. Ebenso Zuverlässigkeit, Sicherheit und Support.

Zugegeben, es fühlt sich krass an, 100 EUR aufwärts für das Hosting einer einzelnen Website auszugeben. Das ist mehr, als die meisten für einen DSL- oder Handyvertrag im Monat zahlen. Aber es ist auch klar: Wer so ein kostspieliges Paket braucht, hat eben auch viel Traffic zu stemmen. Mit einem entsprechenden Geschäftsmodell und Einnahmen ist man in der Regel jedoch froh, wenn alles stabil und zuverlässig läuft und man sich nicht weiter mit dem Thema Hosting im Tagesgeschäft auseinandersetzen muss.

Es sei an dieser Stelle auch gesagt, dass das, was Hosting wirklich teuer macht, ist der Support! Wenn ich also als Hoster lauter Kunden habe die wissen was sie tun und nur ab und zu mal eine Kleinigkeit benötigen, kann ich natürlich ganz anders kalkulieren als bei technisch nicht so versierten Kunden, die permanent Fragen haben oder Unterstützung brauchen und eventuell besser bei einer Agentur oder einem Webentwickler aufgehoben wären. Große Anbieter versuchen viele Fragen und Probleme über die Website mittels FAQ-, Foren oder Chatbots abzufangen oder betreiben gigantische Callcenter mit Leuten, die oft leider weniger Ahnung haben als man selbst.

Empfehlung in Sachen Support:

Ich würde eher zu einem Hoster gehen, bei dem man es direkt mit einem fähigen Support-Mitarbeiter, Sysadmin oder sogar dem Inhaber zu tun hat. Dafür bin ich auch bereit, den einen oder anderen Euro im Monat mehr ausgeben.

Wieviel Leistung brauche ich?

Grundsätzlich gibt es unzählige Hoster, die die Mindestvoraussetzungen von WordPress an einen Webspace erfüllen. Diese lauten:

  • PHP-Version 7.3 oder höher.
  • MySQL-Version 5.6 oder höher bzw. MariaDB-Version 10.1 oder höher.
  • HTTPS-Unterstützung

Das ist tatsächlich schon alles.

Das Entwicklungsteam von WordPress empfiehlt entweder Apache oder Nginx als Webserver zum Betrieb von WordPress, aber jeder Server mit Unterstützung für PHP und MySQL ist im Grunde ausreichen. Dennoch kann nicht jede mögliche Umgebung getestet werden. Falls Du Dich über die PHP-Version 7.3 wunderst… WordPress funktioniert auch noch mit PHP 5.6.20+ und MySQL 5.0+, aber diese Versionen werden nicht mehr gepflegt und können potentielle Sicherheitsrisiken für deine Website darstellen!

Für eine schnelle Website ist die Anbindung ebenso wichtig wie schneller Speicherplatz (auf SSDs / NVMe) ordentlich Arbeitsspeicher (achtet hier auch auf das PHP-Memorylimit und etwaige Caches im RAM) sowie ausreichend CPU-Kerne mit ordentlichen Taktraten für die Ausführung des PHP-Codes. Da sich PHP-Code nicht auf mehrere Kerne verteilen lässt, ist dies bei Traffic-starken Webseiten, die sich nicht cachen lassen besonders wichtig. Hier bringt ein CPU-Kern mit >3 GHz eine weit aus höhere Leistung als mehrere Kerne mit Taktraten unter 2 GHz! Wenn Deine Seite also beispielsweise einen Warenkorb hat oder anderweitig dynamische Inhalte bereit hält, wirst Du automatisch ein teureres Hostingpaket brauchen, da der Server nicht mehr alle Seiten fertig gerendert im RAM halten kann (sog. Full Page Caching). Sollte es sich bei deinem Hostingpaket um einen virtuellen Server handeln, sollte dieser mehr als 512 MB RAM haben, denn neben dem Betriebssystem müssen auch noch die Datenbankanwendung (MariaDB oder MySQL), die Datenbank selbst sowie alle Caches in den Arbeitsspeicher passen.

Du merkst also schon: Es gibt nicht DEN EINEN RICHTIGEN HOSTER FÜR ALLE!

Daher habe ich mich für eine möglichst transparente Darstellung der Anbieter und ihrer Tarife und Leistungen, mit den jeweiligen Vor- und Nachteilen aus meiner Sicht und einer Empfehlung nach Webseiten-Größe am Ende dieses Artikels entschieden.

Übrigens, solchen Marketing-Bullshit wie kostenlose SSL-Zertifikate und Traffic-Flat erspare ich Euch an dieser Stelle ebenso wie WordPress-1-Klick-Installationen, denn seien wir mal ehrlich: Wer in Zeiten von Let’s encrypt kein HTTP/2 & SSL for free anbietet, sollte am besten gar keine Kunden mehr haben!

Empfehlungen in Sachen DSGVO und Datenschutz

Hinweis: Ich bin kein Anwalt und das ist keine Rechtsberatung. Ich teile hier meine persönliche Meinung und Empfehlung, basierend auf der Einschätzung von Experten.

Seit dem der Europäische Gerichtshof EuGH in der Schrems-II-Entscheidung das sogenannte „Privacy Shield“-Abkommen für rechtswidrig und damit unwirksam erklärt hat, ist ein rechtssicheres Hosting bei einer nicht-EU-Firma offenbar nicht mehr möglich. Damit werden alle US-Hoster und Cloud-Anbieter, die ihren Hauptsitz nicht innerhalb der EU haben, zu einem unkalkulierbaren Abmahn- und Bußgeld-Risiko.

Daher gilt:

Finger weg von US-Hostern und anderen Anbietern ohne Sitz in Deutschland oder der EU!

So weit ich die Experten verstehe, ist es nicht mehr möglich, eine Webseite rechtssicher außerhalb der EU zu hosten!

Aktuell gibt es wohl noch Uneinigkeit darüber, ob EU-Standard-Vertragsklauseln (kurz SCC) oder sogenannte Binding Corporate Rules (kurz BCR) ausreichen, oder auch dies wegen der US-Gesetzgebung irrelevant ist. Denn selbst wenn der Hoster eine Tochtergesellschaft in Irland und ein Data-Center in Deutschland betreibt, hilft das nicht offenbar nichts. Durch den „Cloud Act“, den „Patriot Act“ und andere Mechanismen hätten die US-Mütter der EU-Tochterunternehmen quasi Durchgriffsrecht und es kann nicht sicher gestellt werden, dass keine personenbezogenen Daten in die Vereinigten Staaten übermittelt werden, die von Geheimdiensten und anderen Stellen ausgewertet werden.

Damit liegt offenbar eine, nach der Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO) unzulässige Übermittlung vor. Der Bußgeldrahmen für einen derartigen Verstoß sieht bis zu 20 Millionen Euro für Personen und bis zu vier Prozent des Jahresumsatzes für Unternehmen vor.

Spätestens das Auskunftsgesucht, welches nach Art. 15 der Datenschutz-Grundverordnung jedem Verbraucher zusteht, stellt für Unternehmen, die auf ausländische Hoster setzen, ein echtes Problem dar.

Managed WordPress-Hoster im Vergleich 2022

Bei den sogenannten Managed WordPress-Hostings handelt es sich im Grunde um normale Hoster, die sich aber auf den Betrieb von Websites auf Basis von WordPress spezialisiert haben und sich permanente um die verwendete Software kümmern und über eingeschränkte Zugriffsrechte sicher stellen, dass kein Unfug auf dem Server passiert. Daher ist deren Stack voll auf WordPress ausgerichtet und häufig durch viel Erfahrung durchoptimiert. So kennen sich die Mitarbeiter (hoffentlich) auch selbst gut mit WordPress und dessen Tücken aus und können bei Last- und Pagespeed-Problemen oder der Auswahl des richtigen Plugins behilflich sein.

Dank Plesks WordPress Toolkit bieten viele WordPress-Hoster mittlerweile ein integriertes zentrales Management, ohne dass man selbst InfiniteWP oder andere Dienste nutzen müsste und ermöglichen mittels Staging und Sync zwischen Live-Website und Entwicklungsumgebung(en) hin und her zu synchronisieren. Dazu kommen noch automatische Backups, Updates, sowohl für den WP-Core als auch für Plugins und Hilfe bei Sicherheitsfragen und Unterstützung bei der Verbesserung von Ladezeiten.

Für wen ist ein echtes Managed WordPress-Hosting sinnvoll?

Ich würde Euch zu einem Managed WordPress-Hosting raten, wenn Ihr Euch selbst nicht mit Updates, Security, Backups oder Performance auskennt oder euch damit nicht auseinandersetzen wollt.

Auch empfehle ich Managed Hosting jedem, der Websites für Kunden erstellt, diese aber nicht selbst hosten möchte.

Somit ist aus meiner Sicht jeder KMU, der eine Website auf WordPress-Basis hat bei einem WP-Hoster am besten aufgehoben. Auch wenn Ihr einen WooCommerce-Shop habt, oder eine High-Traffic-Website mit WordPress betreibt, ist ein größeres Managed WordPress-Hosting-Paket bei einem guten Hoster eine solide Entscheidung!

Empfehlenswerte Hoster aus Deutschland oder der EU

Hier die besten Anbieter im Managed WordPress Hosting Ranking:


1. Sieger im Vergleich: HostPress *Empfehlung*

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Dass es sich bei HostPress, das 2016 in Deutschland gegründet wurde, um einen reinen WordPress-Hoster handelt, merkt man direkt beim Namen und der WP-typischen CamelCase-Schreibweise. Dabei handelt es sich um echtes Managed WordPress-Hosting, d. h. HostPress kümmert sich um den WordPress-Core, die installierten Plugins und Templates. Die automatischen Updates erfolgen bei bekannten Sicherheitslücken durch die Mitarbeiter von HostPress. Natürlich kann man alle Instanzen zentral verwalten und manuelle Updates über das WordPress Toolkit von Plesk fahren. In einem Video-Interview mit dem Gründer erfährt man noch ein bisschen mehr über das Unternehmen.

Die Tarife von HostPress

Die Tarifstruktur bei HostPress ist relativ einfach: Es gibt einen StarterTarif mit einer WordPress-Instanz und 10 GB Speicherplatz für 25 EUR im Monat, der laut HostPress für Seiten bis 100.000 Besucher monatlich empfohlen wird.

Der Pro Tarif ist noch eine ganze Ecke leistungsfähiger: Für nur 50 EUR im Monat bekommt man 30 GB Speicherplatz (auf SSDs) und der Tarif soll garantiert bis 250.000 Besucher monatlich gut wegstecken. In den höheren Tarifen, die man auf Anfrage hinzu buchen kann, kann man Performancegarantien bis 5 Mio. Besuchern im Monat buchen.

Für größere Firmen mit mehreren Webseiten, Agenturen oder Resellern bietet HostPress außerdem noch spezielle Multitarife für das WordPress Hosting an. Bei 3 WordPress-Webseiten geht es mit 50 EUR monatlich los, 15 Webseiten kosten 100 EUR monatlich und 50 WordPress-Instanzen 250 EUR monatlich.

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In sämtlichen Tarifen ist der Auto-Updater für Core & Plugins und eine Stagingumgebung inkl. 2 MySQL-Datenbanken enthalten!

Als Reseller oder Agentur oder aber bei wirklich großen Webseiten und Onlineshops würde ich allerdings gleich zu einem Managed WordPress Server raten. Damit lassen sich beliebig viele WordPress Webseiten auf einem eigenem Managed WordPress Server verwalten. HostPress kümmert sich dabei um die technische Administration und stellt einen bereits komplett eingerichteten, dedizierten Server zur Verfügung. Durch die Serververwaltungsoberfläche Plesk kann im Grunde jeder so seinen eigenen Server administrieren und ist dennoch sicher und schnell unterwegs.

Domains kosten jeweils 18 EUR im Jahr (.de / .com / .net / .org / .info / .biz / .eu – weitere auf Anfrage). HostPress bietet Neukunden einen kostenlosen Umzugsservice an, um die Wechselhürde zu senken und für den Kunden möglichst reibungslos zu gestalten.

Die Technik bei HostPress

HostPress stellt jeder Instanz dedizierte Serverressourcen in einem Hochverfügbarkeits-Cluster zur Verfügung. Alle Seiten werden komplett auf SSDs gehostet und mittels NGINX, HTTP/2 und PHP 7.4 inkl. OPcache und MySQL 5.7 betrieben.

Der eigens entwickelte Rocket Cache ist im Grunde ein NGINX-Microcache mit 5 Sekunden Ablaufzeit plus ein Pagespeed-Plugin für das Kombinieren und Minifizieren von CSS, JS und HTML, GZIP, dem Setzen von Expire Dates im HTTP-Header, Lazy Loading, dem Entfernen von Query Strings von statischen Ressourcen und einem eigenen Cache für Mobilgeräte sowie Datenbankoptimierungstools. Nichts, was es nicht bei einem guten WordPress-Pagespeed-Plugin auch gibt. HostPress bewirbt das System damit, dass es Lastspitzen abfangen und bis zu 80 Mio. Hits pro Tag vertragen soll.

HostPress hat zusätzlich noch ein paar tolle Sicherheits-Funktionen integriert, die quasi einem CDN ähneln, beispielsweise eine Bruteforce und DDoS-Protection sowie eine Web Application Firewall. Eine WAF setze ich bei meinem Hosting ebenfalls ein und halte die Filterung des Traffics mittels ModSecurity für eine wirklich gute Sache. Viele automatisierte Anfragen, die bestimmte Sicherheitslücken ausnutzen, werden somit bereits auf WAF-Ebene herausgefiltert und erreichen erst gar nicht den Webserver. In Sachen Sicherheit gibt es noch einen Outbound-Spam-Protector, der dafür sorgt, dass kein Spam über das WordPress versendet werden kann. Das integrierte Malware-Scanning und -Patching sorgt dafür, dass Schadsoftware erkannt wird und verschiebt die betroffenen Dateien in eine Quarantäne.

Was HostPress aus meiner Sicht einzigartig macht, sind die besonderen Leistungen, die man bei vielen anderen Hostern extra bezahlen oder sich selbst darum kümmern muss: Neben einem kostenlosen Umzugsservice hat das HostPress-Team wirklich einen exzellenten Support. So wird man bei Lastproblemen im Backend, oder schlechten Ladezeiten im Frontend nicht nur beraten, sondern HostPress nimmt direkt  Änderungen im Code vor und kann alle Optimierungen innerhalb der WordPress-Instanz unmittelbar umsetzen. Dazu wird die Erreichbarkeit deiner Webseite rund um die Uhr überwacht und es gibt selbstverständlich täglich automatische Backups.

Mein Fazit zu HostPress

HostPress setzt im Grunde auf einen identischen Stack, wie ich ihn auch im Einsatz habe. Plesk und das WordPress Toolkit ermöglichen eine komfortable Verwaltung inkl. Staging und Sync. Flotter und moderner Webserver NGINX mit PHP 7.x, OPCache und Microcache für eine gute Performance und deren WAF und CDN-Funktionen für zusätzliche Sicherheit. Alles in Allem macht HostPress wirklich einen guten Eindruck und ich war bei meinen Tests überaus zufrieden mit dem gebotenen Support und der Leistung der Server. Hier bekommt ihr ein rundes Paket aus Deutschland mit ausgezeichnetem Support. Definitiv eine Empfehlung! 

Mit dem Code „25-search-one“ sparst Du als Neukunde 25 € bei HostPress!


2. WP Pro Hosting von IONOS

Mittlerweile bietet der Hyperscaler IONOS, der zum 1&1-Konzern und damit zu United Internet gehört echtes Managed WordPress-Hosting mit den sogenannten „WP Pro“-Tarifen und die haben es im Gegensatz zum Shared Hosting wirklich in sich.

WP Pro Hosting von IONOS

Die Tarif von IONOS

Los geht es im günstigsten Tarif One mit 10 GB SSD-Speicher, einem vCore und 2 GB RAM für nur 15 EUR im Monat. Da hier allerdings weder Varnish Cache, noch das CDN inklusive sind, eignet sich das Angebot aus meiner Sicht nur für kleine WordPress-Webseiten mit relativ wenig Traffic.

Deutlich besser ausgestattet ist der Advanced-Tarif für 40 EUR im Monat. Hier sind 40 GB SSD, 2vCores, 4 GB RAM inklusive. Außerdem lässt sich ein vorkonfigurierter Varnish Cache nutzen, sowie CloudFlare Pro als CDN und ein Malware Schutz ist ebenfalls integriert. Das sind gute Voraussetzungen um Webseiten zu hosten, die auch mal etwas mehr Traffic erhalten dürfen. Achtung: Dieser Tarif ist jedoch auf eine WordPress-Instanz beschränkt!

Wer bis zu 10 WordPress-Projekte in einem Paket hosten möchte, muss bei IONOS zum Agency-Tarif für 100 EUR im Monat greifen. Hier erhält man neben 100 GB SSD-Speicher satte 6 vCores und 10 GB RAM. Außerdem ist Plesks SEO-Toolkit bereits inklusive. Der Varnish Cache, das CDN, der integrierte Malware Schutz sowie unbegrenzt SSL-Zertifikate von Let’s encrypt stehen hier selbstverständlich ebenfalls zur Verfügung.

IONOS-WordPress-Pro-Tarife

Die Technik von IONOS

Die Cloud von IONOS ist sehr leistungsstark und top angebunden. Man setzt hier auf einen modernen Stack mit NGINX, PHP 7.3 mit OPcache, Varnish Cache, HTTP/2, SSL-Zertifikat und automatischen Updates und Staging-Umgebung über Plesks WordPress Toolkit. Außerdem ist ein Malware Schutz und professionelles E-Mail Hosting ebenfalls kein Problem.

Mit über 1 Million WordPress-Websites auf den Servern von IONOS weiß man genau, was die Kunden bei der Erstellung ihrer Projekte brauchen. Was die garantierten Ressourcen wirklich wert sind wird unser Last- und Performancetest zeigen.

Mein Fazit zu IONOS

In Sachen Features kann IONOS mit den neuen WP Pro Tarifen, dank Plesks WordPress Toolkit zwar mit den WordPress-Spezialisten gleichziehen, allerdings schlägt sich das auch deutlich im Preis nieder.

Mit einer sehr ordentlichen Ausstattung ist das Advanced Paket 40 EUR im Monat für eine WordPress-Seite ein echter Preis-Leistungs-Tipp.

Spannend wird es, wie sich die WP Pro Tarife von IONOS im Vergleich mit dem Managed WordPress-Hosting von HostPress schlagen wird, denn dort erhält man vergleichbare Leistung für etwas mehr Geld (25 statt 15 EUR im kleinsten, 59 statt 40 im mittleren und 129 statt 100 EUR im größten Tarif). Der Support der Spezialisten von HostPress kann wahrscheinlich besser bei WordPress-spezifischen Fragen und Problemen helfen.


3. WP-Projects

WP-Projects WordPress-Hosting

Der neueste Anbieter aus Deutschland, der sich auf WordPress-optimiertes Hosting mit passendem Service spezialisiert hat, ist WP-Projects. WP-Projects betreibt seine Server- und Netzwerkinfrastruktur im hochverfügbaren Rechenzentrum der Accelerated IT Services GmbH in Frankfurt am Main. Dieses Rechenzentrums ist rund um die Uhr an 7 Tagen in der Woche und 365 Tagen im Jahr mit erfahrenen Technikern besetzt, was jederzeit schnelle Reaktionszeiten ermöglicht.

Die Tarife von WP-Projects

WP-Projects verwendet ein sehr gut definiertes Tarifsystem und richtet sich damit an WordPress-Entwickler und technisch versiertere Kunden. In Sachen WordPress-Hosting hat WP-Projects drei unterschiedliche Tarife: Hosting Basic 4.0, Hosting Pro 4.0 und Hosting Business 4.0 Diese unterscheiden sich neben dem Preis (14,90 EUR, 29,90 EUR und 49,90 EUR im Monat) und dem Speicherplatz (25 GB, 50 GB bzw. 75 GB) zusätzlich technisch noch durch das PHP Memory Limit von 256, 512 MB bzw. 1024 MB und der Einschränkung der PHP Max. Execution Time (60s, 120s bzw. 240s).

WordPress-Hosting Tarife von WP-Projects

In jedem Paket ist eine Domain inklusive (.de / .at / .ch / .com / .eu ) – weitere Domains können für 9,90 EUR / Jahr bei .de, 14,90 EUR / Jahr (.eu, .com, .net und .org) bzw. 19,90 EUR / Jahr (.info, .at, .ch) hinzugebucht werden.

Daneben bietet WP-Projects auch noch sogenannte WordPress Server (VPS). Dabei handelt es sich laut WP-Projects um (mit QEMU/KVM) voll virtualisierte Linux-Server, die den Kunden dedizierte vCores und dedizierten Arbeitsspeicher innerhalb eines Clusters zur Verfügung stellen. Hier geht es im VPS Basic 4.0 Tarif für 79 EUR im Monat mit 2 reservierten (virtuellen) Kernen, 8 GB RAM und 100 GB SSD Speicherplatz los, über VPS Pro 4.0 mit 4 vCores, 16 GB RAM und 200 GB SSD für 119 EUR im Monat bis zu VPS Business 4.0 mit 8 vCores, 32 GB RAM und 300 GB SSD.

WordPress-Server Tarife von WP-Projects

Die Managed Services beinhalten neben der fortlaufenden Pflege des Systems und einer regelmäßigen dokumentierten Wartung immer auch einen 60-minütigen Individualservice, den alle Kunden als Inklusivleistung abrufen können, um ganz individuelle Anpassungen an ihrem System vornehmen zu lassen.

Der Kundenservice ist rund um die Uhr an 7 Tagen in der Woche per E-Mail und telefonisch erreichbar. In der Zeit von Montag bis Freitag 09:00 – 18:00 Uhr werden auch individuelle Anfragen der Kunden zum Thema WordPress beantwortet. Auch WP-Projects bietet einen kostenlosen WordPress-Umzugsservice an.

Die Technik bei WP-Projects

Wie alle WordPress-Spezial-Hoster setzt auch WP-Projects in Sachen Performance auf NGINX mit HTTP/2 und einem integrierten Caching via OPcache. Natürlich kommen auch hier nur SSDs zum Einsatz. MySQL in Version 5.7 kann mit PHP der 8.0 / 7.4 / 7.3 gewählt werden. Ältere PHP-Versionen werden NICHT MEHR UNTERSTÜTZT, was ich sehr gut finde!

Für die zentrale Verwaltung, die Sicherheit sowie Staging und Cloning setzt WP-Projects auf Plesks WordPress Toolkit. Die Server stehen laut WP-Projects im Rechenzentrum der Accelerated IT Services GmbH in Frankfurt, bei denen sie über eine eigene unabhängige Infrastruktur innerhalb einer Colocation verfügen. Die Anbindungen sind mit 20 Gigabit Deutsche Telekom – 20 Gigabit Level(3) Communications – 10 Gigabit TINET / NTT – 20 Gigabit DE-CIX – 10 Gigabit AMSIX großzügig ausgelegt.

Mein Fazit zu WP-Projects

Bei WP-Projects handelt es sich aus meiner Sicht um ein sehr solides NGINX-Hosting, das sich als WordPress-optimiertes Hosting (kein Managed WordPress-Hosting) präsentiert. Das Einsteiger-Paket für 14,90 EUR im Monat mit 256 MB RAM und 10 GB SSD ist für kleine Webseiten gut geeignet und kann bedenkenlos empfohlen werden. Für 49,90 EUR monatlich bekommt man mit 1 GB Memory Limit sogar mehr als bei vergleichbaren Paketen anderer Hoster. So richtig vergleichen mit den übrigen WP-Hostern lassen sich diese Angaben allerdings nicht, da diese in der Regel mit Besuchern pro Monat kalkulieren. Daher würde ich WP-Projects als soliden, klassischen NGINX-Hoster mit Faible für WordPress einsortieren 🙂

Die Managed-vServer-Angebote dagegen halte ich für empfehlenswert, allerdings nur, wenn man sich mit dem Thema Hosting besser auskennt und den Vorteil, den Stack an seine Bedürfnisse anpassen zu können, auch wirklich ausnutzen kann.


4. raidboxes

raidboxes startseite Finde das richtige WordPress-Hosting – Die besten Hoster im Vergleich

Den meisten Lesern sollte raidboxes als einer der ersten Spezialisten im Bereich Managed WordPress-Hosting bekannt sein. raidboxes wurde 2014 in Deutschland gegründet und hatte schon vor dem WordPress Toolkit in Plesk eine eigene zentrale Verwaltungssoftware inkl. Staging-Lösung für WordPress entwickelt, die zuverlässig und solide funktioniert. Als Entwickler lassen sich Vorlagen für neue WordPress-Seiten anlegen und damit sehr schnell neue Webseiten klonen und anschließend anpassen. Das ist insbesondere für Agenturen und Webdesigner interessant, die neue Webseiten dort aufbauen und dann auf den Kunden übertragen wollen.

Die Tarife bei raidboxes

Die Tarife bei raidboxes sind meines Erachtens relativ sinnvoll nach Besuchern bzw. Seitenaufrufen im Monat, gestaffelt: Los geht es mit dem kleinsten Paket Starter mit 2 GB RAM, 1 vCPU und 5 GB SSD für 50.000 Besuchern im Monat bzw. 500 Besuchern pro Minute für 18 EUR im Monat. Das Memory Limit der kleineren Pakete liegt bei 256 MB, was für komplexere Websiten etwas knapp bemessen ist. Leistungsmäßig identisch ist der Fully Managed für 30 EUR im Monat, der allerdings zusätzlich automatische Plugin- & Theme-Updates bietet. Dieser Tarif ist für die meisten Unternehmenswebseiten ohne WooCommerce ausreichend. Die kleineren Tarife kann man 14 Tage unverbindlich und kostenlos testen.

Betreibt man einen Shop und ist somit auf das Paket Pro mit WooCommerce-Unterstützung angewiesen, geht es bei 55 EUR im Monat los, plus weiteren 15 EUR für automatische Plugin- & Theme-Updates, also effektiven 70 EUR im Monat. Darin sind dann allerdings auch 4 GB RAM und 2 virtuelle CPU-Kerne reserviert und das Memory Limit liegt bei 512 MB. Diese Konfiguration soll 100.000 Besucher im Monat bzw. 1.750 Seitenaufrufe pro Minute vertragen. Ein sehr fairer Preis für die gebotene Leistung!

Braucht man noch mehr Leistung gibt es für bis zu 200.000 Besucher und 4.000 Seitenaufrufen pro Minute der Tarif Pro XL ab 100 EUR, die High-Traffic-Tarife Business für 150 EUR (bis 300.000 Besucher) und Business XL für 200 EUR (bis 400.000 Besucher) sowie Business XXL als Spitzentarif für maximal 600.000 Besucher im Monat und 12.000 Seitenaufrufe pro Minute mit 32 GB RAM und 12 reservierten CPU-Kernen für ordentliche 300 EUR. Dafür bekommt man allerdings auch eine Menge Leistung und Support aus Deutschland! Die großen Tarife kann man immerhin 4 Tage unverbindlich und kostenlos testen.

Tarife bei raidboxes

Für Agenturen und Entwickler bietet raidboxes mit den BULK-Tarifen ab 60 EUR die Möglichkeit Webseiten zu entwickeln und dann an die Kunden zu übergeben.

Insgesamt ein sehr gutes Hosting-Angebot mit Support, automatischen WordPress-Core Updates, Backups jede Nacht, SSH + WP-CLI & Git inklusive.

Domains sind übrigens nicht im Preis enthalten und kosten zwischen 1 EUR für eine .de-Domain über 1,25 EUR für .com bis zu 1,65 EUR für .net .org .biz etc. im Monat. Wer vor dem Umzug Angst hat – raidboxes bietet einen kostenlosen Umzugsservice. Das hat in meinem Test wirklich hervorragend funktioniert. raidboxes hatte bei meinem Testlauf für den Umzug das kostenlose Migrate Guru verwendet, bietet mittlerweile jedoch ein eigenes Migrations Plugin an (wahrscheinlich der Migrate Guru in einer Whitelabeled Version).

Die Technik bei raidboxes

In Sachen Technik setzt raidboxes voll auf NGINX als Webserver mit integriertem, proprietärem Caching über NGINX und PHP-OPcache. Als PHP-Versionen stehen PHP 7.1 bis 7.4 zur Verfügung. HTTP/2 ist natürlich ebenso inklusive wie Brotli und gzip. raidboxes bietet außerdem einen integrierten Hacker- bzw. Malware-Schutz an, d. h. der Webspace wird regelmäßig auf Viren- und Malware gescannt und man erhält bei einem Befall sofort eine Benachrichtigung. Der Support ist jeden Tag in der Zeit von 8 bis 22 Uhr erreichbar und antwortet laut meinen Bekannten und Kollegen stets kompetent und freundlich innerhalb weniger Minuten.

Offenbar ist der Cache aber nicht besonders effizient aufgebaut und so leert dieser sich bei Änderungen vollständig, statt selektiv nur betroffene URLs zu invalidieren. Zumindest haben mir das mehrere, nun ehemalige Kunden von raidboxes berichtet.

Speedtest bei raidboxes

Im direkten Vergleich mit meinem aktuellen Hosting (mit deaktiviertem CloudFlare) konnte die Kopie von search-one.de bei raidboxes tatsächlich schneller geladen werden. Der First Contentful Paint lag 0,6s niedriger, die Time to Interactive 0,3s und First Meaningful Paint sogar eine ganze Sekunde. Nicht schlecht dafür, dass es sich um die selbe Seite handelt.

Allerdings ist raidboxes meinen Tests zufolge nur schnell, wenn die Seite im Cache liegt! Bei dynamischen Seiten, die nicht gecached werden können, geht die Rechnung bei raidboxes nicht mehr ganz so gut auf.

Mein Fazit zu raidboxes

raidboxes vermarktet und präsentiert sich als Premium-WP-Hoster und viele Kunden sind sehr zufrieden mit dem Hosting. Die Preise in den Einzeltarifen sind zwar hoch, aber angemessen und unsbesondere die BULK-Tarifen ab 60 EUR sind für Agenturen und Freelancer, die Webseiten für Kunden entwickeln und betreiben eine sehr gutes Angebot.

Allerdings ist das proprietäre Caching von raidboxes für manche Webseiten nicht geeignet. Ich habe selbst eine Weile mit omt.de bei raidboxes getestet und dort gab es ständig Probleme mit 503-Fehlern und der Erreichbarkeit, da sich die Seite wegen zuvieler AJAX-Requests nicht cachen ließ. Der Support von raidboxes war, anders als beim jetzigen Hoster HostPress leider nicht in der Lage die Anzahl der Requests zu senken. Ich kann aber auch sagen, dass unser Podcast bei raidboxes sehr schnell und stabil läuft und auch viele Freunde und Bekannte mit ihren WordPress-Webseiten bei raidboxes sehr zufrieden sind.


5. Savvii

Mit Savvii kommen wir zum ersten WordPress-Hoster aus der EU in meinem Vergleich. Savvii war der erste Managed-WordPress-Hosting-Provider in Europa. Das niederländische Unternehmen hat sich bereits im Jahr 2013 auf WordPress als CMS spezialisiert. Nach eigenen Angaben hat der Dienst heute Hunderte von Kunden und hostet Tausende von Websites. In allen Paketen sind automatische Updates für Core- und Plugin-Updates enthalten. Die Mitarbeiter von Savvii führen die Updates durch und überprüfen sogar, ob die Website danach noch läuft. Geht etwas schief, wird das letzte Backup, das vor dem Update erstellt wurde, wiederhergestellt und man erhält eine Benachrichtigung. Eine Funktion, die man als Plesk-Smart-Update ebenfalls im WordPress ToolKit verwenden kann. Natürlich kommt das nicht ohne KI aus.

Die Tarife von Savvii

Es gibt zum einen klassische Tarife für eine einzelne Website von 35 bis 229 EUR, die zwischen 10 und 160 GB Speicherplatz bieten. Das Paket Shared One für 35 EUR monatlich ist ein klassisches Shared Hosting, ab VPS One ist man dann auf einem virtuellen privaten Server (VPS) mit SSD. Saftige Preise – ola!

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Die Tarife für Multi-Website-Hosting reichen von 79 EUR für 5 Websites und 5 GB Speicher bis zu 279 EUR für 20 WordPress-Instanzen und 160 GB Speicher. Auch hier ist der kleinste Tarif das Shared Five wieder im Shared Hosting und ab VPS Ten gibt es einen virtuellen privaten Server (VPS) mit SSD.

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Domains und E-Mails gibt es übrigens nicht bei Savvii! Sie sagen selbst: „Wir sind gut in einer Sache, und das ist WordPress-Hosting. Für E-Mail- und Domain-Registrierungen gibt es bereits viele gute Lösungen auf dem Markt. Wir unterstützen Sie gerne mit einigen Tipps. Um Ihre Website zu Savvii umzuziehen, müssen Sie nicht auch Ihre E-Mail und Domain verschieben. Die Mehrheit unserer Kunden belässt die E-Mail- und Domainregistrierung beim aktuellen Anbieter.“ Auch nicht schlecht.

Die Technik bei Savvii

Über die Technik hinter Savvii konnte ich leider relativ wenig herausfinden, denn es hat sich in meiner Umfrage (bislang) nicht ein einziger Nutzer zu Savvii verirrt. Auf deren Website kann man lesen, dass NGINX als Webserver und Varnish im Docker als Reverse Proxy zum Einsatz kommen sowie Memcached als Object-Caching-System.

Als Hoster aus dem Ausland in diesem Vergleich sei noch gesagt, dass man bei allen Paketen den Serverstandort Deutschland wählen kann, also in Sachen Anbindung und Datenschutz dürfte es kein Problem geben. Nach der Beschreibung auf der Website würde ich ebenfalls auf NGINX mit Plesk und WordPress Toolkit tippen, denn auch Savvii bietet Malware-Erkennung und -Bereinigung, tägliche Backups und ein Staging-System.

Mein Fazit zu Savvii

Bei Savvii handelt es sich auch um ein solides NGINX-Hosting, das sich auf WordPress beschränkt und vermutlich das WP Toolkit verwendet. Klar, durch die hervorragende Vorarbeit von Plesk, die gemeinsam mit dem Team von automattic das WordPress Toolkit zu einem richtig tollen System weiterentwickelt haben, kann sich der Funktionsumfang echt sehen lassen. Einen wirklichen Vorteil von Savvii gegenüber jedem anderen Hoster kann ich allerdings nicht erkennen. Angesichts derart saftiger Preise und fehlendem Deutschen Support kann ich also keine Empfehlung aussprechen!

In Sachen Datenschutz gibt es bei Savvii als niederländischem Anbieter wenig Einschränkungen, die Informationen zum Auftragsdatenverarbeitungsvertrag (langsam ist es nicht mehr lustig) findet man sogar online.


Klassisches Shared-Hosting

Wie Ihr wahrscheinlich bei der Durchsicht der Managed WordPress-Hostings festgestellt habt, unterscheiden sich einige der WordPress-Hoster gar nicht so sehr von den Angeboten klassischer Webhoster. Die guten Hoster setzen nämlich sowieso auf NGINX mit HTTP/2 und PHP7 und einige klassische Webhoster können via Plesk und dessen WordPress Toolkit dieselben Funktionen bieten, die man von einem optimierten WordPress-Hoster erwarten würde. Ich habe hier mal exemplarisch ein paar Screenshots aus meinem Plesk von search-one.de angefertigt, damit Ihr seht, wie sowas aussehen kann:

Ich bin kein Fan von Shared Hosting ohne garantierte Ressourcen oder harte Limits, was die Anzahl der Kunden je Server angeht, denn man hat im klassischen Shared Hosting früher oder später immer ein Problem mit der Performance. Anfangs ist meist alles super, solange man auf einem neuen Server ist, der noch nicht mit Kunden vollgestopft wurde, aber nach und nach wird dann alles immer langsamer und schwerfälliger.

Für irgendeinen Mini-Blog oder eine Webseite mit wenig Traffic kann man sowas durchaus einsetzen, wenn Ihr mit Eurer Website aber Euer Einkommen erwirtschaftet (zumindest zum Teil), dann solltet Ihr aus meiner Sicht nicht am falschen Ende sparen und Eurer Website ein flottes Hosting spendieren!

Aber sehen wir uns mal die klassischen Hoster im Detail an: (Übrigens habe ich hier ausschließlich Hoster aus Deutschland aufgeführt, weshalb ich das Thema Datenschutz nicht mehr explizit anspreche.)


1. netcup *Preis-Leistungs-Sieger*

netcup wurde mir in persönlichen Gesprächen bereits mehrfach empfohlen und auch ein Blick auf die Auszeichnungen des Hosters aus Karlsruhe lassen auf eine hohe Kundenzufriedenheit schließen.

Ein eigenes WordPress-Hosting gibt es bei netcup zwar nicht, aber das ist auch garnicht notwendig. Denn dank Plesk und WordPress ToolKit ist alles Notwendige im normalen Shared Hosting installierbar. Dieser Vorteil macht die günstigen Share Hosting Tarife sehr attraktiv!

Die Tarife bei netcup

Die Tarife bei netcup

In allen Tarifen sind SSH Zugang, SSL-Zertifikate, NGINX-Proxy, WPTK und Domains inklusive.

Los geht es mit Webhosting 1000 mit einer .de-Domain und 50 GB SSD Speicherplatz für 1,99 EUR im Monat.

Bei Webhosting 2000 sind es 3 .de-Domains oder 1 Alternativdomain samt 150 GB SSD Speicherplatz.

Darüber folgt Webhosting 4000 mit 6 .de-Domains oder 2 Alternativdomains und stolzen 500 GB SSD und ermöglicht neben PHP auch Ruby und NodeJS für 7,99 EUR im Monat.

Für sehr Speicherintensive Webseiten gibt es schließlich das Webhosting 8000 mit 12 .de-Domains oder 3 Alternativdomains samt 1000 GB SSD Speicherplatz für 12,99 EUR.

Als Alternativdomains stehen .at-, .ch-, .li- oder .eu-Domains zur Auswahl.

Die Technik bei netcup

In Sachen Technik bleiben im Grunde keine Wünsche offen. netcup ist bekannt dafür, als „Early Adopter“ aktuelle Features schnell seinen Kunden bereit zustellen. Webhosting-Kunden können sogar bereits auf die neueste PHP Version 8.1 über das CCP von netcup wechseln. Dort findet sich beim Webhostingtarif der Menüpunkt „PHP-Einstellungen“. Dieser erlaubt einen schnellen Wechsel der PHP-Version, falls Deine WordPress-Website aktuell noch Probleme damit hat.

NGINX als Proxy sowie das WordPress-Toolkit in allen Shared Hosting Tarifen bei netcup inklusive.

Die Skalierbarkeit bei netcup ist hervorragend: Beansprucht eine Website mehr Ressourcen, werden diese automatisch bereitgestellt. Wird die Leistung dauerhaft benötigt, kann man ganz einfach und ohne Neuinstallation in einen höheren Tarife mit mehr Leistung upgraden. Die Hostingumgebungen sind auf sehr gute Ausfallsicherheit und Datensicherheit ausgelegt. Langsame Wirtsysteme oder schlechte Internetanbindungen gibt es bei netcup nicht. An der Hardware wird nicht gespart: Server kommen von DELL und HP, die Router und Switches beziehen wir von Juniper Networks.

Das Rechenzentrum von netcup in Nürnberg ist durch die Einbindung in den Anexia Backbone Europe mehrfach redundant an wichtige Knotenpunkte des Internets, wie dem DE-CIX, N-IX oder dem AMS-IX angebunden. Zu Anbietern wie Google, Amazon, Hetzner, Apple, Netflix und sogar der Deutschen Telekom hat netcup ein privates Peering mit 10 Gigabit. Das ist besonders wichtig für Webseiten mit vielen Besuchern aus dem Privatkundennetz der Telekom.

netcup bietet einen Appinstaller an, der WordPress auf Knopfdruck installiert und für automatische Updates sorgt das WPTK. Der Installer kann natürlich auch andere CMS installieren, für WordPress funktioniert er jedenfalls hervorragend.

Mein Fazit zu netcup

netcup ist sehr empfehlenswert! Hier bekommt man ein sehr schnelles und komfortables WordPress Hosting zu einem sehr guten Preis! Damit ist netcup mein Preis-Leistungs-Sieger im Bereich der klassischen Webhoster!

Der Support von netcup ist fix und kompetent. Nach spätestens 24 Stunden hat der Kunde garantiert eine Antwort, in der Regel liegt die Bearbeitungszeit für Support-Tickets jedoch deutlich unter 2 Stunden.

Besonders hervorheben möchte ich noch die Zufriedenheitsgarantie von netcup: Solltest Du in den ersten 30 Tagen mit Deinem Webhosting nicht zufrieden sein, kannst Du diesen stornieren und bekommst die komplette Grundgebühr erstattet.


2. IONOS by 1&1

1&1 hat als Hoster bei vielen keinen guten Ruf, ist aber nun mit seiner neuen Marke IONOS mit einer komplett neuen Infrastruktur am Start und hat mit seinen WP Pro Tarifen ein echtes Managed WordPress-Hosting im Angebot, die ich weiter oben beschrieben habe. Darüber hinaus bietet IONOS aber auch klassisches Shared Hosting, in dem sich WordPress ebenfalls installieren lässt.

Diese Tarife haben gegenüber dem Shared Hosting jedoch keine zusätzlichen Features. Der Unterschied zu den übrigen Shared Hosting Tarifen liegt in der höheren Performance der WordPress-Tarife.

Abgesehen davon, dass diese komplett auf SSD laufen (beim klassischen Hosting läuft der Webspace auf HDD, nur die Datenbank auf SSD), einfach mal zum Vergleich: Der größte Tarif aus dem klassischen Hosting (Tarif Premium für 20,- EUR/Monat) läuft auf dem gleichen Performancelevel wie der WP Essential. Das ist Level 3 mit 4,5 GB RAM garantiert. WP Business und WP Unlimited haben den höchsten Level 5, dort sind 9 GB RAM garantiert.

Die Technik bei IONOS

Einrichtung und Betrieb gelingen auch hier ohne Aufwand, der Stack setzt auf die bewährte Kombination von NGINX, PHP 7.3 mit OPcache, HTTP/2, gzip und SSL-Zertifikat. Auf der Webseite ist es etwas schwierig den Unterschied zu dem „echten“ WordPress-Hosting zu finden, daher habe ich diese hier zusammen gestellt:

Im WordPress Shared Hosting bei IONOS muss man auf eine Staging-Umgebung, das komfortable Klonen und die Smart-Updates aus Plesks WordPress-Toolkit verzichten.

Sowohl die Anzahl der WordPress-Instanzen ist beschränkt, als auch die Anzahl der SSL Wildcard-Zertifikate!

Die Tarife bei IONOS

WordPress Shared Hosting bei IONOS

Die Tarife für die Shared-WordPress-Pakete beginnen bei Essential für nur 4 EUR im Monat mit 25 GB SSD-Speicher für eine WordPress-Seite (für bis zu 300 Website-Besucher pro Minute, inkl. 640 MB PHP Memory). Im Business-Tarif (für bis zu 500 Website-Besucher pro Minute, inkl. 768 MB PHP Memory) für 7 EUR im Monat gibt es 100 GB Speicher.

Für 18 EUR im Monat gibt es unbegrenzten Speicher im UnlimitedTarif, der für bis zu 500 Website-Besucher pro Minute, inkl. 768 MB PHP Memory gut sein soll. Ab dem Business-Tarif bietet IONOS mit SiteLock auch einen Schutz gegen Malware und Sicherheitslücken im Unlimited Tarif ist auch das CloudFlare CDN inklusive Railgun integriert.

Mein Fazit zu IONOS Shared Hosting

Den Unlimited-Tarif halte ich mit 18 EUR für 200 GB SSD, 768 MB PHP Speicher auf NGINX-Basis und CloudFlare für ein absolutes Schnäppchen. Wie gut die Performance bei diesem Preis ist, lässt sich aktuell jedoch leider nur vermuten, da ich noch keine Zeit hatte hier einen ausführlichen Test durchzuführen.

Wer sich freut, dass man ja mehrere WordPress-Webseiten in einem Paket betreiben kann, muss 10 EUR im Monat für eine SSL-Flatrate hinzu rechnen. Denn im günstigen Essential Tarif und im Business-Tarif sind nur ein SSL-Zertifikat enthalten. Im Unlimited-Tarif sind es immerhin 3 SSL-Zertifikate, weshalb man dort nicht mehr als 3 WordPress-Instanzen sinnvoll betreiben kann.

Managed Updates lassen sich zwar, wie auch das CDN und sogar unlimitierte SSL-Zertifikate in den günstigen Tarifen gegen Aufpreis hinzu buchen, aber dann kann man aus meiner Sicht gleich auf die WP Pro Tarife wechseln!


3. ALL-INKL.COM

ALL-INKL.COM

Der mit Abstand am häufigsten genannte Hoster in meiner Umfrage war erstaunlicherweise ALL-INKL.COM. Erstaunt war ich allerdings nur deshalb, weil sie kein dezidiertes WordPress-Hosting anbieten und weder NGINX noch Plesk einsetzen und damit auch nicht das WordPress Toolkit anbieten können!

ALL-INKL.COM ist ein bekannter und beliebter Hoster und relativ günstig für das Hosting mehrerer Webseiten auf einem Paket. Der Support ist ordentlich und ich würde sagen, ALL-INKL ist ein guter Deutscher Hoster und offensichtlich in meiner Peergroup, die sich um eigene Backup-Lösungen und die zentrale Verwaltung und Updates der WordPress-Instanzen selbst kümmert, sehr beliebt.

Tarife bei ALL-INKL.COM

Los geht’s bei ALL-INKL.COM im Bereich Shared Hosting im PrivatTarif mit 4,95 EUR im Monat, wobei die ersten drei Monate kostenlos sind. Inkludiert sind 3 Domains, 50 GB Speicherplatz und maximal 5 MySQL-Datenbanken. Allerdings sind hier max. 100 Kunden auf einem Server untergebracht, also sollten Eure WordPress-Seiten dort nicht besonders viele Ressourcen beanspruchen. Bei mehr Traffic und Speicherbedarf geht es über 5 Domains mit 100 GB HDD im PrivatPlus für 7,95 EUR (max. 50 Kunden je Server), 10 Domains mit 250 GB Speicherplatz im Premium für 9,95 EUR (max. 50 Kunden je Server) bis hin zu 20 Domains mit 500 GB Speicherplatz im BusinessPaket für 24,95 EUR (max. 30 Kunden je Server).

Natürlich bietet ALL-INKL.COM auch Managed Server, aber die sind aus meiner Sicht für den typischen WordPress-Nutzer oftmals nicht das Richtige.

Die Technik bei ALL-INKL.COM

Jeder ALL-INKL.COM Kunde kennt das KAS, den eigenen Administrationsbereich des Anbieters,  und der ist wirklich in die Jahre gekommen – nett gesagt. Darin sind, abgesehen von einer 1-Klick-Installation, keine WordPress-spezifischen Funktionen hinterlegt. Um Updates, Backups und zentrale Verwaltung muss man sich selbst kümmern, ebenso um die Performance-Optimierung.

In Sachen Stack ist ALL-INKL.COM ebenfalls in die Jahre gekommen. HTTP/2 wird erst ab Apache 2.4 unterstützt, d. h. wer einen älteren Webhosting-Tarif hat und sich auf einem Server mit einer älteren Apache-Version befindet, muss auf einen anderen Server umziehen. Bei einem Managed Server kann natürlich direkt ein Upgrade der Server-Software durchgeführt werden. Zumindest unterstützen alle Tarife die SSL-Erweiterung die Einbindung von kostenlosen „Let’s Encrypt“-Zertifikaten. Um WordPress auf einem ALL-INKL.COM-Shared-Hosting auf die Beine zu helfen, könnt ihr euch mal den folgenden Artikel ansehen. Mit Festplatten-Caching über ein Caching-Plugin kann man zumindest die Last vom Server nehmen. Object-Cache oder gar Redis stehen nicht zur Verfügung, dafür braucht man dann einen vServer. Nginx gibt es nicht, alles läuft unter Apache – PHP gibt es in den Versionen 5.6, 7.0, 7.1 oder 7.2, immerhin schon als CGI/FPM.

Mein Fazit zu ALL-INKL.COM

Wenn man 3 bis 20 WordPress-Instanzen mit sehr wenig Traffic sehr günstig hosten will, ist ALL-INKL.COM eine Überlegung wert, denn auf das kleinste Paket könnte man theoretisch drei Domains mit jeweils eigener WordPress-Instanz legen und landet so bei unter 2 EUR pro WordPress im Monat. Besonders viel Traffic solltet ihr allerdings nicht darauf haben, denn in diesem Tarif teilen sich jeweils 100 Kunden einen Server.

Bei größeren Websites mit mehr Traffic würde ich persönlich nicht zu ALL-INKL.COM raten, denn es handelt sich um Shared Hosting ohne garantierte Ressourcen und für 24,95 EUR bekommt man schon bei spezialisierten und damit aus meiner Sicht besseren Hostern ein ordentliches Paket! Ein echter Nachteil ist aus meiner Sicht das Fehlen von Plesk.

In Sachen Support gehört ALL-INKL.COM zu den besseren Hostern. Sie bieten sogar telefonischen Support und sind per E-Mail rund um die Uhr erreichbar. In den Berichten in meiner Umfrage waren alle Kunden mit dem Support zufrieden.


4. dogado

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Der letzte Anbieter in der Reihe der WordPress-Hoster ist der Cloud-Service und Hosting-Anbieter dogado. Also schon mal kein echter managed WordPress-Hoster, aber dogado bietet spezielle WordPress-Hosting-Pakete mit vorinstallierter WordPress-Instanz und Update-Service. Ich persönlich kannte dogado bis vor kurzem garnicht, aber das Unternehmen hat offenbar bereits checkdomain und alfahosting übernommen.

Die Tarife von dogado

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Los geht es bei dogado mit dem Tarif WordPress S bereits bei 4,99 EUR im Monat. Dafür bekommt man eine Domain25 GB SSD Speicherplatz und eine WordPress-Instanz vorinstalliert. Für größere Seiten mit „viel Traffic“ laut dogado sollte man zum WordPress M Tarif für 12,99 EUR im Monat greifen. Darin sind 3 .de-Domains und 50 GB SSD enthalten. Für „Tausende Besucher am Tag“ hält dogado das WordPress L-Paket für 14,99 EUR im Monat bereit. Mit fünf Inklusivdomains ist das Paket aber immer noch extrem günstig.

Automatische WP-Updates (immer aktiv für Core-Updates – Autoupdate für Plugins kann kostenfrei aktiviert werden) und regelmäßige WP-Sicherheits-Checks sind in allen Paketen verfügbar. Let’s encrypt SSL-Zertifikate, sowie SSH-Zugang und WP-CLI sind ebenfalls in allen Paketen enthalten!  Allerdings hat man bei dogado IMMER eine Vertragslaufzeit von 12 Monaten!

Die Technik bei dogado

dogado hat sein WordPress-Hosting mittlerweile auf eine Kombination aus Apache + NGINX als reverse-Proxy umgestellt. PHP läuft aktuell auf 8.0 und aktiviertem serverseitigem Cache, der sich aber auf Wunsch auch deaktivieren lässt. MySQL 5.7 ist ebenfalls in aktuellster Version an Bord – sehr löblich. Je nach Paket bekommt man bei dogado 2, 4 oder 8 GB RAM und das PHP-Memory-Limit reicht von 512 MB über 768 MB bis zu 1024 MB im größten Paket:

dogado wordpress hosting performance Finde das richtige WordPress-Hosting – Die besten Hoster im Vergleich

Alle WordPress-Tarife sind mit einer integrierten Web-Application-Firewall auf Basis von ModSecurity ausgestattet. Sehr gut gefällt mir, dass dogado alle 3 Stunden Backups anfertigt und alle Server ausnahmslos in Rechenzentren in Deutschland stehen.

Ich bin sehr gespannt, was die Pakete im Lasttest wirklich hergeben!

Mein Fazit zu dogado

Derzeit kann ich noch keine persönliche Empfehlung abgeben, allerdings wurde mir dogado vom Plesk-CTO Jan Löffler empfohlen. Ich bin ehrlich gesagt ein wenig baff, den falls die Spezifikationen so stimmen und die Pakete damit halten, was sie versprechen, also z. B. dass das mit nur 14,99 EUR im Monat noch relativ günstige WordPress L-Paket bereits für Tausende Besucher am Tag ausreichend ist und auch noch fünf Inklusivdomains dabei sind, wäre dogado der Preis-Leistungs-Sieger! Mir gefällt allerdings die lange Mindestvertragslaufzeit von 12 Monaten nicht.


5. Timme Hosting

Timme Hosting

Timme Hosting ist mir durch die zahlreichen Anzeigen in den Heften der Website Boosting bereits ein Begriff gewesen. Ich war dort selbst nie Kunde, kenne aber relativ viele Kunden persönlich. Bekannt ist Timme für das reine, oder wie sie selbst sagen „echte Nginx-Hosting“. Darüber hinaus punkten sie anscheinend mit dem wirklich guten 24/7-Support, bei dem man eben nicht im Callcenter landet, sondern direkt vom Sysadmin per E-Mail & Telefon geholfen bekommt. Selbstverständlich gibt es auch einen kostenlosen Umzugs- und Einrichtungsservice für Neukunden.

Tarife bei Timme Hosting

Los geht es bei Timme mit dem booSSD 1.1 Tarif für 19,95 EUR im Monat. Darin sind 10 GB SSD-Speicherplatz und 128 MB reservierter PHP-Speicher sowie eine Domain und 2 MySQL-Datenbanken inklusive. booSSD 2.1 für 29,95 EUR im Monat bieten 20 GB SSD und 384 MB RAMbooSSD 3.1 für 39,95 EUR im Monat mit 30 GB und 768 MB RAM sowie booSSD 4.1 für 79,95 EUR im Monat mit 60 GB SSD und 1024 MB RAM. Eine Entwicklungs­umgebung kostet 5,95 EUR im Monat extra, mehr Arbeitsspeicher gibt es als Upgrade für 1 EUR im Monat pro 64 MB zusätzlich.

In Sachen Sicherheit gibt es einen Brute-Force-Schutz, der Loginversuche in das WordPress-Backend unterbindet, eine automatische DDoS-Protection, isolierte Webspaces sowie regelmäßige Sicherheitsupdates. Ein optionaler Malware-Scanner steht ebenfalls zur Verfügung. Automatische Backups gibt es natürlich auch.

Timme Hosting Tarife

Weitere Domains gibt es preiswert für 5,85 EUR für .de-Domains, aber ziemlich teuer sind .com .net .org und Co. (17,85 EUR bis 25,35 EUR). Ein kostenloser Umzugs- und Installationsservice für Neukunden ist natürlich auch am Start.

Die Technik bei Timme Hosting

Timme bietet sein Hosting mit SSD-Festplatten und eine WordPress-optimierte Nginx-Konfiguration. PHP steht in den Versionen 7.3, 7.2, 7.1, 7.0, sowie 5.3 bis 5.6 zur Auswahl. Für die schnelle Auslieferung empfiehlt Timme verschiedene WordPress-Caching-Plugins wie Fastest Cache, Supercache, Cachify oder WP-FFPC. Aber das ist nicht alles: Als Cache-Server stehen memcached und Redis zum Hinterlegen und Abholen von Daten aus dem Arbeits­speicher zur Verfügung. Redis bietet gegenüber memcached auch eine Persistenz der Daten und kann nicht nur Strings speichern, sondern auch Listen, Mengen und Hashes. Es stehen auch GZip, Brotli als Kompression für Quellcode sowie jpegoptim / optipng / jpegtran / pngcrush und WebP für die Optimierung von Bildern zur Verfügung.

Mein Fazit zu Timme Hosting

Alles in allem halte ich Timme für einen wirklich guten Hoster. Nicht nur für WordPress, aber auch für WP kann man Nginx, SSD, HTTP/2, Redis und Co. ein flottes Hosting auf die Beine stellen. In den Bewertungen der Timme-Hosting-Kunden in meiner Umfage zeigt sich ebenfalls ein deutlich positives Bild.


6. Domainfactory

domainfactory WordPress-Hosting

Domainfactory ist ein sehr bekannter und großer Hoster, der insbesondere mit Domainhosting groß geworden ist. In Sachen WordPress gibt es eine 1-Klick-Installation und SSD-Festplatten sowie tägliche Backups. Im Managed-Hosting-Paket Basic geht es bei 3,99 EUR im Monat für 25 GB SSD Speicher sowie 64 MB RAM und maximal 30 Sekunden CPU-Laufzeit los. Am oberen Ende steht das Managed-Hosting-Paket Ultimate für 39,99 EUR mit 400 GB SSD, 256 MB RAM und 120 Sekunden Scriptlaufzeit.

Die Technik bei Domainfactory

Domainfactory setzt im Shared Hosting auf einfachstes Apache-Hosting. Also nicht besonders schnell. PHP steht von 5.2 bis 7.2 zur Verfügung. Durch die SSD kann man immerhin mit einem WordPress-Caching-Plugin, das die Seiten als statische HTML-Dateien auf der Festplatte ablegt, etwas Stabilität und Geschwindigkeit zulegen. FastCGI und APCu stehen erst bei den dedizierten Servern (z. B. ManagedServer und ResellerDedicated) zur Verfügung. In den Shared-Hosting-Paketen ist eine Nutzung nicht möglich!

Der Serverstandort Deutschland ist allerdings aufpreispflichtig, dann kommt man offenbar ins Rechenzentrum der Konzernschwester Host Europe nach Köln. Ansonsten stehen die Server von Domainfactory im Rechenzentrum in Straßburg, also in Frankreich!

Mein Fazit zu Domainfactory (df)

Laut den Berichten in meiner Umfrage hat Domainfactory seit der Übernahme durch GoDaddy anscheinend stark nachgelassen. Das ehemalige Versprechen Hosting made in Germany gilt längst nicht mehr und die Preise sind aus meiner Sicht alles andere als attraktiv. Insbesondere für das Hosting von WordPress-Websites bietet df nicht mehr als andere Anbieter und ist daher nicht zu empfehlen.


7. Mittwald

mittwald WordPress-Hosting

Mittwald hat sich vor 10 Jahren insbesondere im Bereich TYPO3-Hosting einen Namen gemacht. Das eigene Webhosting wird als Einsteiger-Tarife als „genau richtig für kleinere Websites und Blogs“ präsentiert. Das kleinste Paket geht bei 4,99 EUR im Monat mit 50 GB SSD und 256 MB Arbeitsspeicher los. Für anspruchsvolle Websites solle man eher zu einem Managed vServer mit zugesicherter Leistung ab 29,99 EUR im Monat greifen. Bei einem stark frequentierten WordPress rät Mittwald zu dedizierter Hardware mit einem eigenen Managed Server ab 99,99 EUR im Monat.

Die Technik bei Mittwald

Wie viele Standard-Hoster setzt Mittwald auf PHP-FPM über Apache und MySQL 5.7 sowie SSD-Festplatten in allen Webhosting-Tarifen. Für die notwendige Geschwindigkeit sorgen OPcache und APCu. In Sachen Sicherheit hat man im Webhosting Paket L ein tägliches Backup der letzten sieben Tage und in größeren Paketen sogar 14 bis 28 Tage rückwirkend. Bei den Servern hat man natürlich die Möglichkeit, seinen eigenen Stack aufzubauen.


8. HostEurope

HE ist ebenfalls ein sehr großer und bekannter Hoster, der mittlerweile vom weltweiten Giganten GoDaddy übernommen wurde. Dort gibt es zwar kein echtes WordPress-Hosting, aber eben die Möglichkeit, WordPress als vorinstalliertes Paket auf einem klassischen Shared Hosting zu nutzen. Eine Staging-Umgebung für unkompliziertes Testen und Entwickeln ist ebenfalls inklusive. Los geht es mit dem Einsteigerpaket WP Basic für einen kleineren Blog für 4,99 EUR im Monat mit 25 GB Speicherplatz.

Den NGINX für eine schnellere Auslieferung von statischen Ressourcen, also eingebundenen Bildern, Videos etc. gibt es jedoch erst ab dem Paket WP Server für 39,99 EUR im Monat. Darin hat man dann auch 250 GB Speicherplatz und 4 GB für die MySQL-Datenbank auf der SSD.

hosteurope WordPress-Hosting

Fazit: Ein stolzer Preis für die gebotene Leistung. Nicht wirklich zu empfehlen. Für 39,99 EUR bekommt man bei einem richtigen WordPress-Hoster deutlich mehr fürs selbe Geld.


Für Schweizer: cyon Webhosting

Falls sich der Eine oder Andere Eidgenosse hierher verirrt haben sollte, möchte ich Euch den wohl besten Schweizer Hoster cyon nicht vorenthalten. Mit dem Serverstandort in Basel ideal für .ch-Domains und den schweizer Markt ausgerichtet, geht es (sinnvollerweise mit SSL) im Double-Tarif ab 14,90 EUR monatlich los. Dafür erhaltet ihr gleich 100 GB SSD Speicher mit 1 GB dediziertem Arbeitsspeicher. Für 24,90 EUR sind im Triple-Tarif dann satte 200 GB SSD sowie 2 GB RAM enthalten.

cyon-hosting-schweiz-preise
cyon-hosting-schweiz-details

.ch, .de, .eu und .li-Domains kosten übrigens 11,90 EUR im Jahr, alle anderen 18,90 EUR. Der Strom für cyons Server ist zu 100% grün und stammt aus sogar aus Wasserkraftwerken in der Region. Selbstverständlich gibt es auch einen Umzugsservice.

Technisch halte ich cyon für einen der interessantesten Hoster, denn anderes als alle anderen, setzen die Schweizer weder auf Apache noch auf NGINX, sondern auf den Apache-kompatiblen und auf Geschwindigkeit optimierten Webserver LiteSpeed. Dieser hat einen direkt eingebauten Cache, der mit Varnish vergleichbar ist und der Inhalte direkt in den RAM legen und mit verbesserter Geschwindigkeit an Besucher ausliefern kann.  Für WordPress-Installationen kommt ein spezielles LiteSpeed Cache WordPress-Plugin zum Einsatz, das auch WooCommerce direkt unterstützt.

PHP steht in Versionen 5.6, 7.0, 7.1, 7.2 und 7.3 parallel zur Verfügung. Der Bytecode-Cache OPCache steht ebenso bei allen PHP-Versionen zur Verfügung, wie APCu.


Nicht empfehlenswerte Hoster

Hostinger

Hostinger hatte ich lange garnicht auf dem Schirm, dabei gibt es das litauische Unternehmen bereits seit 2004. Damals sind die Gründer mit 000webhost.com angetreten, komplett kostenloses Hosting mit PHP, MySQL, cPanel und ohne Werbung anzubieten. Daraus ist ein echter Hosting-Gigant innerhalb der EU geworden. Hostinger hat mittlerweile 30 Millionen Nutzern in 178 Ländern.

Die Tarife bei Hostinger

Der Hauptgrund warum Menschen zu Hostinger wechseln sind die günstigen Preise. Auf den eigenen Shared-Hosting-Servern bietet Hostinger WordPress-Pakete bereits ab 0,99 EUR im Monat an. Hier bekommt man allerdings keinerlei Auskunft über zugewiesene Ressourcen oder bereitgestellte Leistung, was für mich immer ein Warnsignal ist! Diese Tarife sollte man also keinesfalls für eine professionelle Webseite, oder gar einen Onlineshop verwenden, dafür sind vielleicht die Cloud Hosting Tarife von Hostinger geeignet:

hostinger wordpress hosting Finde das richtige WordPress-Hosting – Die besten Hoster im Vergleich

Hier geht es bei 3,99 EUR im Monat los. Wie man damit 100 Websites betreiben will, ist mir allerdings ein Rätsel. 25.000 Besuche monatlich sind weniger als 1.000 Besucher am Tag. Das WordPress Premium Paket für 17,99 EUR im Monat klingt schon ernstzunehmender. Damit sollen 300.000 Besuche abgewickelt werden, was 10.000 Besucher am Tag entspricht. Im größten Paket Cloud Global gibt es für 69,99 EUR im Monat dann doch noch ordentlich Leistung! Mit Hosting in der Google Cloud, 300 GB SSD-Speicher, 16 GB RAM und 8 CPU-Kerne also sicher ausreichend Leistung, und dafür verhältnismäßig günstig!

Die Technik bei Hostinger

Technisch setzt man dort auf den altbekannten Stack: HTTP/2, PHP7, NGINX und benutzerdefiniertes, vorinstalliertes Caching-Plugin. In Sachen Sicherheit greift hostinger auf die Dienste von BitNinja zurück, die Honeypots, Malware Detection & Removal, Intrusion Detection sowie IP Reputation und eine (D)DoS Protection bieten. Nichts besonderes, aber auch nicht schlecht.

Mein Fazit zu Hostinger

Bei diesen Preisen gehe ich schon davon aus, dass man mit hunderten anderen Kunden auf einem Shared-Hosting hockt und der Support darin besteht, bei Problemen mit Upgrades und Zusatzleistungen die Kosten nach oben zu treiben. Wenn ich mal ein wenig Zeit finde, werde ich das Hosting dort trotzdem mal auf Herz und Nieren testen. Günstig zum Einstieg ist es jedenfalls, aber ohne deutschsprachigen Support und ein gewisses Maß an Vertrauen bleibe ich skeptisch.


webgo

webgo habe ich früher gerne als günstigen Hoster empfohlen. Die SSD-Hosting-Tarife sind fair bepreist, Support und Technik sind in Ordnung. Allerdings haben sich hier die Berichte über Ausfälle und fehlende Backups eine Zeit lang überschlagen, weshalb ich aktuell leider nicht mehr guten Gewissens zu webgo raten kann.


Nicht EU-Datenschutzkonforme Hoster

Aufgrund des EuGH-Urteils zum Privacy-Shield-Abkommen besteht derzeit eine Rechtsunsicherheit für Hoster und Cloud-Anbieter, die ihren Hauptsitz oder ausschließlich Rechenzentren außerhalb der EU haben.

WPX – Kein Rechenzentrum in der EU

WPX.net, zweifelsohne einer der schnellsten WordPress-Hoster (WPX setzt auf Litespeed statt Apache oder NGINX), disqualifiziert sich leider für deutsche Kunden. WPX hat im Gegensatz zu den meisten internationalen Hostern keinerlei Upsells, von denen die meisten bei anderen Hosting-Unternehmen entweder völlig unnötig sind und/oder in der Hosting-Gebühr enthalten sein sollten.

Obwohl WPX wirklich ein tolle Firma mit ausgezeichtem Preis-Leistungsverhältnis ist UND seinen Hauptsitz in Bulgarien, also innerhalb der EU hat, setzt WPX ausschließlich auf Rechenzentrumsstandorte in den USA, UK und Australien und ist damit offenbar nicht EU-datenschutzkonform.

Unser australisches Rechenzentrum befindet sich in Sydney, Australien, während sich unser britisches Rechenzentrum in London befindet und unser US-Standort im größten Rechenzentrum der Welt liegt: Das Lakeside Datacenter in Chicago.

WPX ist außerdem der einzige Hoster weltweit (so weit ich weiß) mit einem eigenen CDN, ohne dabei auf Drittanbieter zurückzugreifen. Das CDN hat sogar zwei Knoten in Amsterdam und zwei in Frankfurt, aber wenn die zentralen Webserver, auf denen die Webseite läuft, nicht innerhalb der EU liegen, ist das in Sachen Datenschutz / DSGVO / TTSDG leider nicht ausreichend.

Bei WPX konzentriert man sich offensichtlich auf Kunden ausserhalb der EU, was angesichts der Größe des englischsprachigen Marktes auch nicht weiter verwunderlich ist. Deren GDPR Compliant Privacy Policy wurde seit Mai 2018 nicht mehr aktualisiert, trotz vieler rechtlicher Änderungen seit dem.

Wieso sollte man sich mit so vielen Ländern, Sprachen und Regulierung innerhalb der EU rumschlagen, wenn es auch einfacher geht 😉


Kinsta – US-Hoster

Kinsta managed WordPress-Hosting

Kinsta wurde 2013 als reine WordPress-Hosting-Plattform gegründet. Das Team besteht aus erfahrenen WordPress-Entwicklern, die das beste WordPress-Hosting bauen wollten, das es auf dem Markt gibt. Und das merkt man auch! Daher hat Kinsta im Gegensatz zu vielen anderen Hostern auch kein Cpanel oder Plesk im Einsatz, sondern eine eigene Website-Verwaltung. Diese bietet im Grunde dieselben Funktionen, wie das Anlegen neuer Webseiten, Erstellen von Staging-Servern, Klonen von WordPress-Instanzen, etc.

So sieht das Ganze aus

myKinsta Dashboard

Kinsta ist international aufgestellt, das Kernteam sitzt in London und Zürich, und der deutsche Markt wird erst seit Kurzem direkt adressiert. Daher ist der Support auf Englisch rund um die Uhr erreichbar, der Support in deutscher Sprache ist werktags zwischen 9:00 und 17:00 Uhr erreichbar. Bezahlt werden kann aktuell nur in US-Dollar, das Bezahlen mit Euro soll in Kürze angeboten werden.

Die Tarife von Kinsta

Wie Ihr schon in den Screenshots sehen könnt, hat Kinsta ein echt breites Angebot. Im Kern verbirgt sich dahinter aber immer dieselbe Leistung, jeweils in anderen Skalierungen. Los geht es mit dem StarterPaket bei 35 USD im Monat für eine WordPress-Installation mit bis zu 25.000 Besuchern im Monat und 10 GB SSD-Speicher. Etwas happig, aber immerhin ist die Nutzung des CDN bereits inklusive. Dann skaliert das Ganze nach oben, beispielsweise werden im Business-1-Paket für 5 WordPress-Instanzen und 30 GB SSD mit bis zu 100.000 Besuchern 100 USD monatlich fällig, im Highend-Bereich sind wir dann im Tarif Enterprise 1 schon bei 675 USD im Monat, allerdings verträgt das Paket dann auch 1.000.000 Besucher und bis zu 60 WordPress-Instanzen mit 100 GB SSD! Die SSDs sind aus meiner Sicht auch mehr als ausreichend, denn Backups und die Staging-Umgebungen werden nicht berechnet, sind also inklusive.

Natürlich gibt es auch hier kostenlose Webseiten-Migration. Domains können über den integrierten Premium-DNS-Service Amazon Route 53 verwaltet werden. Das globale Anycast-Netzwerk von Amazon sorgt dabei für minimale DNS-Latenzen.

Die Technik bei Kinsta

Was Kinsta von den anderen Hostern unterscheidet: Es ist ein echter Cloud-Hoster, denn man setzt hier vollständig auf die Google Cloud Platform. Dort hat man die Auswahl zwischen 19 globalen Rechenzentren (natürlich auch mit einem Rechenzentrum in Frankfurt) und ist über den Premium-Tier (also die schnellste Anbindung) von Google angebunden. Besser geht es also nicht. Außerdem kann die Website so im Erfolgsfall problemlos mitwachsen und bekommt keine Probleme, wenn der Traffic mal durch die Decke geht!

Im Oktober 2019 hat kinsta nochmal eine Schippe drauf gelegt und die Ladezeiten aller gehosteter Webseiten um den Faktor 200% verbessert:

kinsta-speed-boost-wordpress-hosting

Der Hosting-Stack ist ebenfalls State of the Art, also Nginx mit Full-Page-Caching, HTTP/2, PHP 7, LXD-Container (eine OpenSource-Docker-Alternative) und MariaDB. Jede Website läuft vollständig isoliert mit automatischer Skalierbarkeit und hoher Verfügbarkeit über die Google Cloud. Für ältere Scripte steht auch noch PHP 5.6 zur Verfügung oder man geht direkt auf 7, 7.1, 7.2 oder 7.3 – also bleibt kein Wunsch verwehrt. Als Upgrades kann Nginx als Reverse Proxy dazugeschaltet werden. Zusätzlich gibt es noch eine Partnerschaft mit KeyCDN, oder man wählt Cloudflare Railgun, Elastricsearch oder Redis als Zusatzpaket für jeweils 100 USD je Monat und Seite. In Sachen Sicherheit gibt es Hardware-Firewalls, automatische Backups und die DDoS-Erkennung der Cloud. Jede Website wird rund um die Uhr überwacht und alle 2 Minuten mit New Relic auf ihren Status überprüft.

Mein Fazit zu Kinsta

Das Hosting von Kinsta wäre wohl das Ergebnis, wenn sich ein paar WP-Nerds zusammensetzen und aus den besten Diensten und der besten Software ein High-End-WordPress-Hosting zusammensetzen würden. NGINX mit FullPage-Cache und dem Helper-Plugin auf der Google Cloud und vorgeschaltetem CDN ist schon wirklich eine feine Sache. Hier wird in jedem Bereich einfach die optimale Lösung gewählt, was das Paket insgesamt aus meiner Sicht unschlagbar macht. Die Preise von Kinsta halte ich angesichts der gebotenen Leistung für absolut fair. Richtig geil ist der kostenlose Hack-Bereinigungsservice von Kinsta, d.h. wenn Ihre Website gehackt wird, wird diese sofort von Kinsta wieder repariert! Kinsta ein internationales Unternehmen mit Sitz in den USA und Büros in London und Budapest, bietet derzeit also (noch) keinen deutschen Support.

Ehrlicherweise bin ich kein Freund von Hosting in der Cloud, wenn man die flexible Skalierung nicht unbedingt braucht. Solltet ihr aber TV-Werbung schalten, oder in die Höhle der Löwen wollen, ist Kinsta meine erste Wahl in Sachen Highend-WordPress-Cloud-Hosting.

ACHTUNG: Aus Datenschutzgründen rate ich explizit zu einem Hosting innerhalb der EU, am besten direkt in Deutschland!


Siteground US-Hoster

siteground-managed wordpress hosting

Der US-Hosting-Anbieter Siteground hat neben klassischen Hosting-Paketen auch ein Managed WordPress Hosting im Angebot. Auf der Tarifseite wirbt Siteground damit, offiziell von WordPress.org empfohlen zu sein und tatsächlich findet sich auf einer Unterseite bei WordPress.org eine Auflistung von drei WordPress Web Hosting Anbietern, die ich natürlich umgehend in meinen Hosting-Vergleich aufgenommen habe.

Die Tarife von Siteground

Los geht es, bei jährlicher Zahlweise, mit dem StartUp-Tarif für 12,99 EUR (netto) im Monat. Darin enthalten ist eine WordPress Instanz mit etwa 10.000 Besuchern im Monat und 10 GB SSD-Speicherplatz. Allerdings fehlen hier die Premium WordPress Features, wie der sogenannte WordPress Special Cache sowie das Staging-System. Diese sind ab dem GrowBig-Paket für 22,99 EUR (netto) monatlich enthalten. Darin können beliebig viele WordPress Instanzen gehostet werden. Eingeschränkt wird das Paket durch 20 GB SSD-Speicherplatz, sowie der Leistung für etwa 25.000 Visits im Monat. Darüber gibt es nur noch das GoGeek-Paket für 39,95 EUR (netto) monatlich mit 40 GB SSD-Speicher und bis zu 100.000 monatlichen Besuchern. In jedem Account ist das CloudFlare CDN bereits enthalten.

Die Technik bei Siteground

Siteground verfügt über insgesamt sieben Datencentern auf drei Kontinenten und hat neben den Standorten in London und den Niederlanden mittlerweile sogar ein eigenes Data-Center in Frankfurt! Als Betriebssystem kommt CentOS zum Einsatz und eine Kombination aus Apache und NGINX liefert die Webseiten via HTTP/2 aus. Es kommen insgesamt drei Cache-Ebenen zum Einsatz (StartUp-Paket nur Ebene 1!): Statischer Inhaltscache, dynamischer Daten-Cache via NGINX, sowie ein Datenbank-Cache auf Basis von Memcached. Also nix Besonderes, aber ein solider Stack. PHP steht in den Versionen 7.4, 7.3, 7.2, 7.1, 7.0 und 5.6 zur Verfügung. Das integrierte Staging-System gibt es ab dem GrowBig-Paket – klar, denn hierfür benötigt man natürlich mehr als eine WordPress-Instanz. Als einziger Anbieter hier im Vergleich setzt Siteground auf CPanel statt auf Plesk oder eine eigene Lösung!

Als echter Managed-WordPress-Hoster bietet Siteground automatische WordPress-Software- und Plugin-Updates. Die integrierte Firewall soll Sicherheitsrisiken minimieren und das Siteground-Team führt selbstständig Patches gegen Exploits durch, und das sogar noch bevor die offiziellen Entwickler ein Sicherheitsupdate veröffentlichen! Der Support ist 24/7 via Telefon, Chat und Ticket-System erreichbar.

Mein Fazit zu Siteground

Technisch finde ich, dass Siteground nichts Besonderes bietet, aber ein solides Angebot an Managed WordPress Hosting-Paketen bietet. Siteground ist selbstverständlich DSGVO-konform und kann daher bedenkenlos verwendet werden. Scheinbar gefielen den Betreibern die neuen Richtlinien zur Verarbeitung personenbezogener Daten der EU so gut, dass diese nun für alle Nutzer gelten, unabhängig von ihrer Staatsangehörigkeit oder ihrem Standort. Sehr löblich wie ich finde. Ebenfalls cool finde ich, dass CloudFlare inkl. WAF und Dienste wie Sicherheitspatches in allen Paketen inklusive sind!

Wenn Ihr Euch noch die Aktionspreise sichern könnt und keinen deutschen Support braucht, ist Siteground aus meiner Sicht ein echtes Schnäppchen!

ACHTUNG: Aus Datenschutzgründen rate ich explizit zu einem Hosting innerhalb der EU, am besten direkt in Deutschland!


WP Engine US-Hoster

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Bei WP Engine handelt es sich um ein echtes WordPress-Schwergewicht in den USA! Das Unternehmen wurde bereits 2010 mit dem klaren Fokus auf WordPress-Cloud-Hosting gegründet. Der größte reine WordPress-Hosting-Anbieter hat mittlerweile nicht nur das beliebte Genesis Framework übernommen, sondern auch gleich noch dessen Anbieter StudioPress samt 200.000 Kunden und sämtlichen Themes und im Oktober 2018 auch noch Array Themes und Atomic Blocks, einem Spezialisten für flexible Themes für Gutenberg. Darüber hinaus gehört auch der WordPress-Hoster flywheel zu WP Engine, der nach wie vor mit einem eigenen Angebot am Markt vertreten ist.

Tarife bei WP Engine

Los geht es bei WP Engine im STARTUPTarif zum Start einer kleinen Website oder eines Blogs für 28 EUR im Monat (aktuell nur 21 EUR mit dem Code wpe3free). Darin ist eine WordPress-Instanz enthalten, 10 GB Speicherplatz und 50 GB Traffic im Monat. Die Leistung soll für etwa 25.000 Besuche im Monat reichen. Wer mehr Traffic hat, bekommt im GROWTHTarif 10+ WP-Instanzen mit 20 GB Speicher und insgesamt maximal 100.000 Besuchern im Monat für 80 EUR. Eine richtig trafficstarke Seite oder eben 30+ WordPress-Instanzen mit maximal 400.000 Besuchern im Monat und 50 GB Speicher gibt es im Tarif Scale für 202 EUR im Monat.

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Jeder Tarif hat isolierte Dev-, Stage-, Prod-Umgebungen, also die Möglichkeit, auf einer Entwicklungsumgebung neue Dinge zu programmieren, dann auf einer Staging-Umgebung sauber zu testen und anschließend auf die Produktiv-Umgebung, also die Live-Seite, zu überspielen. Sehr komfortabel.

Was richtig cool ist: Durch die Übernahmen des Unternehmens sind das Genesis Framework und alle (derzeit) 35 StudioPress-Themes im WP-Engine-Tarif enthalten. Dieses Framework habe ich auch in meinem Artikel Die besten WordPress Themes vorgestellt.

Die Technik bei WP Engine

Die Technik von WP Engine ist wirklich State of the Art. Webserver machen NGINX das Hosting natürlich PHP-7-fähig inkl. HTTP/2 und setzen auf den hauseigenen EverCache (Es kommt eine Kombination aus Memcached mit mcrouter und dem Varnish Cache zum Einsatz). Als Speichersystem hat WP Engine ein eigenes LargeFS (auf Gluster-Basis) entwickelt, das quasi unbegrenzten Speicherplatz auf Amazon S3 anbieten kann. Inklusive ist in allen Tarifen die Nutzung des weltweiten Content Delivery Networks (CDN). Obwohl WP Engine aus den USA kommt, kann man beispielsweise Frankfurt als Datencenter-Standort für die eigene Website auswählen. Die Cloud-Server kommen dabei aus der Google Infrastruktur und sind daher hervorragend weltweit angebunden.

In Sachen Sicherheit bietet WP Engine tägliche Backups und automatische WordPress-Updates. Ein eigenes System über AppArmor kann bösartiges Verhalten und Bedrohungen dynamisch erkennen und blockieren.

Nicht erlaubte Plugins

WP Engine hat als einer der wenigen Managed WP Hoster eine Liste nicht erlaubter Plugins, die die Stabilität des Systems gefährden oder zu ungewünschtem Verhalten führen können.

Laut WP Engine funktionieren die meisten Caching Plugins nicht mit deren eigener Caching Lösung. Daher werden Plugins wie WP Super Cache, WP File Cache, W3 Total Cache, WordFence, etc. automatisch deaktiviert. Das halte ich für nachvollziehbar und sinnvoll. Ich selbst nutze NGINX Full Page Cache und da würde ein Festplatten-Caching über ein Plugin nur eine unnötige weitere Schicht darstellen. Ebenso werden die üblichen Backup-Plugins deaktiviert, da diese in der Tat sehr ineffizient sind und WP Engine ohnehin jede Nacht Backups anfertigt. Darunter sind beispielsweise WP DB Backup, WP DB Manager, BackupWordPress und VersionPress.

Mein Fazit zu WP Engine

WP Engine ist ein Gigant unter den Managed WordPress Hostern. Mit allen Vor- und Nachteilen. Als einer der wenigen Hoster, bringt WP Engine einige Einschränkungen in Sachen Plugins mit sich, gewährleistet damit aber auch die Stabilität des Systems. Der Telefon-Support und der Chat-Support sind zu Deutschen Arbeitszeiten leider schlecht erreichbar und nicht besonders kompetent. Für wirklich trafficreiche Websites hat WP Engine als Gesamtpaket aus meiner Sicht kein gutes Preis-Leistungs-Verhältnis.

ACHTUNG: Aus Datenschutzgründen rate ich explizit zu einem Hosting innerhalb der EU, am besten direkt in Deutschland!


DreamHost US-Hoster

Auch der mehr als 20-Jahre alte Hoster DreamHost bietet unter dem Namen DreamPress ein Managed WordPress Hosting, das sogar von WordPress.org empfohlen wird.

Die Tarife von DreamHost

Preislich geht es bei 16,95 Dollar im Monat los. Dafür soll die Webseite 100.000 Besuche aushalten, allerdings noch ohne CDN. Für 24,95 Dollar im Monat bietet der DreamPress Plus Tarif dann eine WordPress-Instanz inkl. CDN und soll für rund 300.000 Besucher im Monat gut sein. Der Speicherplatz ist in allen Tarifen mit 30, 60 bzw. 120 GB SSD-Storage sehr groß bemessen.

DreamPress Managed WordPress Hosting

Die großen DreamPress Plus- und Advanced-Pläne enthalten bereits Jetpack Professional, was DreamHost zu einer guten Wahl macht, falls man gerne Jetpack verwendet. Das Support-Team von DreamHost ist wirklich gut geschult besteht zum Teil sogar aus WordPress-Core-Entwicklern. Das bedeutet hier ist nichts ausgesourced und die Mitarbeiter kennen die Plattform in- und auswendig!

Die Technik bei DreamHost

DreamHost bietet eingebautes Caching, Staging und automatische tägliche Backups. Dazu gibt es einen kostenlosen Umzugsservice und automatische WordPress-Aktualisierungen für Core- und Sicherheitsupdates. Die integrierte Staging-Umgebung kann man beispielweise dazu nutzen, neue Plugins, Themen und Code auf sichere Weise zu testen, bevor die Änderungen live gehen.

Leider konnte ich ohne Testserver noch nicht mehr über den verwendeten Hosting-Stack bei DreamPress herausfinden. Mal sehen, wann ich Zeit finde, hier eine Testdomain anzulegen.

Mein Fazit zu DreamHost

In Sachen Managed WordPress Hosting sind die DreamPress-Pläne wirklich eine ordentliche Wahl für Benutzer aller Art. DreamPress ist ein vollständig gemanagtes Hosting, das speziell für WordPress entwickelt wurde. DreamHost stellt die Verfügbarkeit sicher, überwacht jede Website auf Probleme und führt Wartung, Updates und Backups durch. Der englische Support ist überaus kompetent und jederzeit erreichbar.

ACHTUNG: Aus Datenschutzgründen rate ich explizit zu einem Hosting innerhalb der EU, am besten direkt in Deutschland!


bluehost US-Hoster

Mit bluehost schließt sich der Reigen der von WordPress.org empfohlenen Hoster. Eigentlich handelt es sich bei bluehost um einen ganz normalen Webhosting-Dienstleister, zugegeben ein echtes Urgestein aus den vereinigten Staaten, das bereits seit dem Jahre 2003 im Hosting aktiv ist. bluehost unterstützt das Open Source Projekt WordPress bereits seit mehr als 10 Jahren und hat einige seiner Entwickler aus dem internen Entwicklungsteam der Vollzeit-WordPress-Core-Entwicklung gewidmet. Neuerdings bietet bluehost neben dem normalen WordPress Hosting auch eigene Managed WordPress Hosting Tarife an und qualifiziert sich damit für unseren großen Managed Hosting Vergleich.

Die Tarife von bluehost

Die Tarifstruktur ist etwas unklar, denn in sämtlichen Paketen sind unbegrenze WordPress Installationen, unbegrenzte Domains, unbegrenzte Subdomains, unlimitierter Speicherplatz und kein Traffic Limit enthalten?! Ebenso selbstverständlich sind tägliche automatische Backups und die Erkennung und Entfernung von Malware inkludiert.

Los geht es bei 18,15 EUR im Monat, allerdings nur, wenn man sich für 36 Monate bindet! Regulär kostet der kleinste Tarif 27,29 EUR monatlich:

bluehost Managed WordPress Hosting

Die Technik bei bluehost

US-Marketing-Typisch findet man über die eingesetzte Technik beim bluehost Managed WordPress Hosting sehr wenig heraus. Zumindest konnte ich nachlesen, dass ab dem WP Pro Paket SSDs zur Verfügung stehen und natürlich gibt es auch eine Staging-Umgebung zum Testen und Entwickeln.

Mein Fazit zu bluehost

Ich glaube bluehost ist wirklich kein schlechter Hoster und für ein US-Unternehmen mit einer WordPress-Webseite vielleicht wirklich gut geeignet. Das hauseigene Support-Team besteht daher tatsächlich aus engagierten WordPress-Experten und bietet einen ausgezeichneten, wenn auch englischsprachigen Support. Allerdings kann ich für Deutsche Kunden leider keine Empfehlung aussprechen.

ACHTUNG: Aus Datenschutzgründen rate ich explizit zu einem Hosting innerhalb der EU, am besten direkt in Deutschland!


Flywheel US-Hoster

Beim Anbieter Flywheel handelt es sich, ähnlich wie bei Kinsta, um echtes Cloud-Hosting. Das heißt Du musst Dir nicht die Ressourcen mit anderen Webseiten teilen, wie beim Shared Hosting. Die Plattform von Flywheel läuft auf der Google Cloud. Flywheel gibt es zwar bereits seit 2012, man setzt dort jedoch erst seit 2018 auf die Cloud. Damit ist die Firma international so erfolgreich, dass sie im Juni 2019 von WP Engine übernommen wurde und seit dem als Tochterunternehmen am Markt ist.

Die Tarife von Flywheel

Als Cloud-Hoster ist Flywheel nicht ganz billig. Aber durch die Übernahme von WP Engine kann Flywheel Einsteigern wieder den Tiny Tarif für 13 Dollar im Monat anbieten. 5.000 Besucher im Monat und 5 GB Speicherplatz sind zwar nicht viel, sollten kleinen Webseiten und Anfängern aber erstmal reichen. Eine einzelne Instanz im Tarif Starter mit 5 GB Speicher gibt es ab 25 Dollar mit Monat. Die Leistung der Instanz sollte laut Anbieter für etwa 25.000 Besucher im Monat ausreichen. Das sind weniger als 1.000 Besucher am Tag. Der Traffic ist dabei auf 50 GB beschränkt, was im Cloud-Hosting ebenfalls üblich ist und bei der Anzahl der Besucher locker ausreichen sollte.

Darüber bieten die Tarife Freelance für 115 Dollar bis zu 10 WordPress-Installationen und 100.000 Besucher monatlich mit 20 GB Speicher und 200 GB Traffic. Der Agency Tarif für 290 Dollar im Monat erlaubt maximal 30 WordPress-Seiten für 500.000 Besucher monatlich und stellt 50 GB Speicherplatz und 500 GB Bandbreite bereit.

Flywheel WordPress Hosting Tarife Neu e1579628041827 Finde das richtige WordPress-Hosting – Die besten Hoster im Vergleich

Die Technik bei Flywheel

Als reiner WordPress-Spezialist, hat Flywheel seine Server für optimale Leistung abgestimmt und kümmert sich um Konfiguration und Caching, so dass man kein eigenes Caching-Plugin mehr einrichten muss. Die eigene Caching-Engine von Flywheel namens FlyCache wurde nach Aussagen der Entwickler speziell dafür entwickelt, WordPress-Sites zum Fliegen zu bringen. Obwohl ein Full-Page-Cache verwendet wird, ist WooCommerce auf Flywheel kein Problem, denn bestimmte Pfade können standardmäßig nicht gecached werden, so dass man nicht mit seltsamen Warenkorbproblemen oder lustigen 500 Fehlern konfrontiert wird. Dieser Cache wird mit dem CDN von fastly kombiniert und kann, ähnlich wie bei CloudFlare, zwischengespeicherte Inhalte von globalen Points of Presence (POP) bereitzustellen. Wenn ein Benutzer auf die Website zugreift, bekommt dieser also die Dateien von dem Server, der ihm geografisch am nächsten ist, was die Latenzen und Ladezeit verringert.

Mein Fazit zu Flywheel

Flywheel macht als internationaler Cloud-Hoster einen guten Job. Der englischsprachige Support ist 24/7 an 365-Tagen im Jahr erreichbar und die Server stehen direkt in den Rechenzentrum von Google, was natürlich die Anbindung sehr gut macht. Leider konnte ich über die verwendete Technik relativ wenig herausfinden, ebenso wie über die weitere Zukunft von Flywheel unter WP Engine.

Wer auf WordPress Hosting in der Google Cloud setzen will, ist aus meiner Sicht bei Kinsta besser aufgehoben, allerdings ist Flywheel aktuell etwas günstiger unterwegs.


Ich habe mir vorgenommen, bei nächster Gelegenheit Tests von WPX, Pressable, Cloudways, ithemes, Strato, Hetzner und alfahosting (wurde von dogado übernommen) durchzuführen und sämtliche Hoster einem Performance- und Support-Test zu unterziehen.

Vermisst Ihr sonst noch einen Anbieter? Dann ab damit in die Kommentare!

Noch Fragen zum Thema WordPress Hosting?

Wieso solltest Du Dein WordPress in Deutschland hosten?

Seit dem der Europäische Gerichtshof EuGH in der Schrems-II-Entscheidung das sogenannte „Privacy Shield“-Abkommen für rechtswidrig und damit unwirksam erklärt hat, ist ein rechtssicheres Hosting bei einer nicht-EU-Firma offenbar nicht mehr möglich. Damit werden alle US-Hoster und Cloud-Anbieter, die ihren Hauptsitz nicht innerhalb der EU haben, zu einem unkalkulierbaren Abmahn- und Bußgeld-Risiko. Mit einem WordPress-Hosting aus Deutschland gehst Du auf Nummer sicher und hast außerdem einen deutschsprachigen Support.

Was kostet gutes WordPress Hosting?

In Sachen Preis kommt es extrem darauf an, ob ich einen kleinen Blog oder eine private Homepage betreibe oder mehrere Projekte, eine High-Traffic-Seite oder sogar einen Onlineshop mit hunderten Buchungen pro Stunde! Ein günstiges Hosting für eine kleine Webseite gibt es ab rund 4 EUR im Monat. Ein ordentliches managed WordPress-Hosting für eine Firmenseite geht bei rund 25 EUR los. Leistungsstärkere Pakete für größere Webseiten oder Onlineshops kosten schnell 100 EUR aufwärts. Bei echten Hightraffic-Webseiten geht ein ordentliches Hosting auch gerne in den guten dreistelligen Bereich, also 500-800 EUR im Monat!

Welches WordPress Hosting für Unternehmensseiten und Business-Websites?

Für eine Unternehmenswebseite die wirtschaftlich und sicher gehostet werden will, würde ich ein Business Paket bei einem deutschen Hoster mit gutem Support greifen. Hier kann ich besonders HostPress empfehlen. Denn insbesondere bei Firmen mit vielen E-Mail Accounts und wichtigen Daten auf der Webseite ist ein kompetenter Ansprechpartner, der gut erreichbar ist und die eigene Sprache beherrscht. Dazu kommen noch die Themen Auftragsdatenverarbeitungsvertrag und Datenschutz, also hier nicht am falschen Ende sparen!

Welches WordPress Hosting für große Seiten und Onlineshops mit WooCommerce?

Betreibst Du einen Shop mit WooCommerce oder ähnlichen Plugins? Da brauchst Du ein Hostingpaket mit richtig Leistung, denn sobald deine Webseite einen Warenkorb bietet, helfen die meisten Caching-Plugins und serverseitigen Mechanismen nichtmehr all zu viel. Du willst ja, das jeder Kunde seinen eigenen Warenkorb hat und nicht alle sich einen gecachten teilen müssen. Ebenso verhält es sich, wenn Du sehr viel Traffic, viele Inhalte oder viel Aktivität in Form von Kommentaren, einem Forum oder anderen Interaktionsmöglichkeiten bietest. Hier gilt: Finger weg von Shared-Hosting ohne garantierte Ressourcen! Du willst in jedem Fall automatisch tägliche Backups und auch ein CDN eine WAF und andere Sicherheitssysteme, die Deine Seite gegen Hacker-Angriffe abschottet. Besonders kann ich hier die Tarife von HostPress empfehlen.

Was ist Managed WordPress Hosting?

Bei den sogenannten Managed WordPress-Hostern handelt es sich um Hoster, die sich speziell auf den Betrieb von Websites auf Basis von WordPress spezialisiert haben. Daher ist deren Stack, also die eingesetzte Software und die Server-Architektur voll auf WordPress ausgerichtet und optimiert. Außerdem kennen sich die Mitarbeiter mit WordPress und dessen Tücken aus und können bei Pagespeed-Problemen oder der Plugin-Auswahl behilflich sein.

Welches WordPress Hosting für Anfänger und kleine Webseiten?

Für kleine Webseiten, Anfänger- und Hobbyprojekte würde ich stark nach dem Preis schauen, aber man will natürlich auch für wenig Geld einen soliden Hoster. Allerdings braucht man in der Regel nur ein E-Mail-Postfach, hat wenig Traffic und auch keine Business-kritischen Anwendungen oder Ähnliches laufen. Hier ist ein klassisches Shared-Hosting oder Webspace genannt vollkommen ausreichend. Dort teilt man sich mit vielen anderen Kunden einen großen Server oder gleich einen ganzen Cluster. Wenn es auf jeden Cent ankommt, würde ich zu einem sehr günstigen Hoster wie netcup oder IONOS gehen. Die günstigsten Pakete findest Du im Artikel.

Welches Hosting brauche ich für WordPress?

Grundsätzlich gibt es unzählige Hoster, die die Mindestvoraussetzungen von WordPress an einen Webspace erfüllen: PHP-Version 7.3 oder höher. MySQL-Version 5.6 oder höher ODER MariaDB-Version 10.1 oder höher. HTTPS-Unterstützung.

36 Gedanken zu „Finde das richtige WordPress-Hosting – Die besten Hoster im Vergleich“

  1. Hallo Kai,
    zu Hostinger: so weit ich das überblicke sitzen die in Litauen, womit sie doch ein EU-Hoster wären, oder hast Du andere Infos.

  2. Anmerkung zu IONOS: die Pakete klingen toll, allerdings gibts keine letsencrypt-Zertifikate und (zumindest in den kleinenund lt. Website) nur 1 Zertifikat, auch bei mehreren Domains.
    Damit ist auch die Aufschaltung externer Domains m.E. praktisch sinnfrei.

    1. Hallo Andre, da geben ich Dir Recht. Wenn man mehrere Webseiten unterbringen will, ist IONOS nicht die beste Wahl. Theoretisch kann man eine SSL-Flat für 10 EUR im Monat hinzubuchen, aber ich glaube dass die Leistung auf diesen Paketen nicht ausreicht, um mehrere Webseiten gleichzeitig dort sinnvoll zu betreiben.

      Aber beim WordPress-Hosting von IONOS muss man ein bisschen aufpassen, denn hier gibt es zwei unterschiedliche Angebote: Das „normale“ WordPress-Hosting bei IONOS ist im Grunde identisch mit dem Shared Hosting. Darin hat man die selben Limitierungen in Sachen SSL-Zertifikate und auch kein WordPress Toolkit und keine Staging-Umgebung.

      Darüber gibt es allerdings auch ein echtes WP Pro Hosting mit WordPress-Toolkit, dedizierten Ressourcen und unlimitierten SSL-Zertifikaten. Leider hat man sich bei IONOS dafür entschieden die Anzahl der WordPress-Installationen zu beschränken. In den Tarifen One und Advanced ist nur ein WordPress Projekt möglich und selbst im größten Paket Agency lassen sich nur maximal 10 WordPress Instanzen anlegen.

  3. Danke für diesen umfangreichen Beitrag!

    Ich störe mich an 2 Punkten:
    1) Deine Aussage „Ein ordentliches Hosting für eine normale WordPress-Webseite gibt es ab ca. 10 EUR im Monat.“ Was ist bitte eine „normale“ WP Website? Die Image Website eines Kleinunternehmens oder 1-Mann-Betriebs, die mit 5 Inhaltsseiten auskommt, braucht einen Server mit SSD-Laufwerk? Warum? Außer höheren Kosten bringt das gar nichts. Der Vorteil bei SSDs ist das Wegfallen der Pingbacks gegenüber HDDs. Für kleine Websites mit wenig Traffic fällt das überhaupt nicht ins Gewicht, weil die Datenbank überhaupt nicht beansprucht wird. Anders hingegen bei Shops mit viel Traffic. Da sind SSDs absolut zu empfehlen.

    2) Ionos. Nach meiner Ansicht sind und bleiben die schlecht. Nur wegen einem oder zwei besseren Angeboten würde ich sie dennoch nicht empfehlen. Das zeigen auch die Erfahrungsberichte. Gegen (einen übertriebenen) Aufpreis bieten die Cloudflare als CDN an, also einen US Provider.

    Mein Provider bietet kein Managed WP Hosting an, aber die Server sind sehr schnell. Ich bin jetzt im 9. Jahr bei Bitpalast. Es gibt nur 1 Account mit 50 GB (man kann hinzu buchen) und selbst einzurichtender Konfiguration. Mankos: kein Root-Zugriff und kein Varnish. Für Anfänger ist der Support eher unflexibel. Ich habe auch schon Webdesigner-Kollegen dort hingebracht, die von der Performance überzeugt waren. Die Server stehen bei Hetzner in der Nähe von Frankfurt. Ich bezahle dafür keine 30 € im Jahr und lande bei der Page Experience immer bei +90 Punkten. Vielleicht ist das für Dich zum Testen interessant.

    Viele Grüße
    Bernd

    1. Hallo Bernd,

      dankeschön für Dein Feedback. Zu Deiner Kritik:

      1) Das ist in der Tat etwas unscharf formuliert. Ich habe den Satz verbessert 🙂

      Ein ordentliches Hosting für eine durchschnittliche WordPress-Webseite gibt es ab ca. 10 EUR im Monat. Rechnet man dann noch automatische Updates und einen anständigen Support dazu, liegt man bei mindestens 20 EUR für eine WordPress-Instanz.
      Preise unter 10 EUR sind entweder zeitlich befristete Lockangebote, oder man teilt sich mit derart vielen anderen Kunden die Hardware, dass die Leistung, die man erhält für ein dynamisches CMS schlicht zu gering ausfällt.

      Die SSD hat kaum etwas mit der Datenbank zu tun, die liegt in der Regel vollständig im RAM. SSDs sollten aus meiner Sicht IMMER zum Einsatz kommen, denn egal ob man im WordPress-Backend arbeitet, oder ein Nutzer eine ungecachte Seite aufruft, sobald der Webserver für die Verarbeitung eines Anfrage viele kleine Dateien benötigt, summieren sich die Zugriffszeiten einer drehenden Festplatte schnell auf mehrere hundert Millisekunden!

      2) Ionos ist gerade dabei sein Angebot massiv zu pushen, die wollen offenbar noch in diesem Jahr an die Börse. Ich habe mir vorgenommen, diese einem umfangreichen Test zu unterziehen und zu sehen, ob das Hosting wirklich noch so schlecht ist. Wenn IONOS wirklich zum größten Hyperscaler in Europa werden will, kann ich mir das nicht vorstellen.
      Cloudflare ist in der Tat ein Problem nach dem jüngsten Urteil zu Cookiebot und Akamai, aber das war nur erstinstanzlich! Ich bin gespannt, was sich an der rechtlichen Seite noch tut.

      Bitpalast habe ich in die Liste der Hoster, die ich im nächsten Test vergleichen werde aufgenommen 🙂 Das klingt irgendwie unrealistisch zu diesem Preis ein anständiges Hosting zu bieten. Irgendwo muss es doch einen Haken geben (Vielleicht der Support?).

  4. Für ein Update wäre do.de noch interessant. Dort habe ich allerdings nur Domains gesichert.
    Zu Webgo kann ich sagen, dass die vom Support her immer top waren, doch seit dem Backup-Crash und die Politik die dahinter steckt (Kunde ist selber Schuld wenn keine Backups extern gemacht wurden), empfehle ich die auch nicht mehr weiter.
    Bin auch auf deine Auswertung zu Netcup gespannt.

  5. „Allerdings bin ich kein Fan von US-Hostern und man muss mit einer schlechteren Anbindung und englischem Support leben!“

    Dar Argument mit den US-Hostern kann ich noch nachvollziehen, allerdings hat man bei WPengine einen Top Support, der in weniger als 5 Minuten erreichbar ist und über die „schlechtere“ Anbindung kann ich nichts berichten. Liegt daran, dass eh über Amazon AWS / Google Cloud / CDN ausgeliefert wird. In mehreren Jahren der Verwendung haben wir dort nur sehr gute Erfahrungen gemacht. Lediglich die 1 Click Installationen haben zu mehr Fehlern geführt, als Zeitersparnis. So dass der Support immer nachhelfen musste.

    Aber Speedtechnisch kann WPengine mit allen anderen Hostern aus dieser Liste mithalten. Das ist zumindest meine Erfahrung aus 20 gehosteten Webseiten.

    1. Hallo Dominik, danke für Dein Feedback. Ich spreche bei der Anbindung nicht vom PageSpeed für den Nutzer, sondern von der Anbindung ins Backend und das liegt in den meisten Fällen in den USA mit entsprechenden Latenzen beim Bearbeiten. Ich empfehle in meinem Artikel ja einige US-Hoster bzw. internationale Hoster, die preislich sehr interessant sind, zum Beispiel SiteGround und Hostinger im Low-End-Bereich. WP Engine habe ich mir nochmal genauer angesehen und einen erneuten Test durchgeführt und die Wertung entsprechend aktualisiert!

    1. Hi Joe,
      ich habe WPX durch den Test von Matthew schon für den nächsten Test auf meiner Liste! Will hier noch einen Schritt weiter gehen und ein vollkommen neues Speed-Testing-Tool einsetzen. Leider sind einige davon nicht so wirklich für Deutsche Webseiten ausgelegt.
      LG Kai

  6. Der Vorteil von Siteground ist der grandiose 24/7-Support.E-Mail Tickets werden innerhalb weniger Minuten beantwortet. Im Chat wird sehr freundlich und kompetent geholfen.

    Statt eine Antwort zu liefern, nehmen die Mitarbeiter notwendige Anpassungen/Optimierungen direkt selbst vor. Einen solchen Service findet man selten.

  7. Meinst du, es lohnt sich von All-inkl Premium auf All-inkl-Business umzusteigen? Wenn man statt Bussiness 2mal das Premium-Paket bucht, ist das deutlich günstiger, aber man teilt den Server mit 50 statt 30 Seiten.

    1. Hallo Jonas,
      Das muss jeder für sich entscheiden denke ich. Aus meiner Sicht sollte da in Sachen Performance natürlich in beiden Fällen nicht allzu viel Last auf den Projekten sein, bei einem Shared Hosting wie dem. Ist halt eher was kleines günstiges für viele kleine Webseiten. Probier es doch einfach aus und sag hier wieder Bescheid 😉
      LG Kai

  8. Wieviel Speicherplatz sollte man denn in etwa für einen WordPress Blog mit evtl. später kleinem Woocommerce Shop mit drin einkalkulieren ? Überlege momentan von WEBGO zu HOSTPRESS zu wechseln, da ich 3€ im Monat sparen würde. WEBGO hat in meinem aktuellen Profi Paket allerdings aktuell garantierte 50GB SSD und Hostpress im Basic Paket „nur“ 5GB. Werde ich da Deiner / Eurer Meinung nach schnell an Grenzen stossen mit meinem Vorhaben oder ist da immer noch mehr als genug Luft?. Kann das leider als Laie null einschätzen. Danke

    1. Hallo Stephanie,
      wenn Du einen WooCommerce Shop betreiben willst, ist das angesprochene Paket von HOSTPRESS leider zu klein dimensioniert. WooCommerce Support erhältst Du ab dem Paket PRO für 50 EUR im Monat. Ich würde ganz ehrlich gesagt nicht wegen 3 EUR im Monat weniger meinen Hoster wechseln.
      Wieso nimmst Du nicht das WP-Projects Hosting Plus 2.0 für nur 9,95 EUR? Damit solltest Du am günstigsten hinkommen und hast 10 GB inklusive. Wenn Du nicht sehr viele Produkte mit vielen Fotos in hoher Auflösung anlegen willst, solltest Du damit eigentlich auskommen.
      LG Kai

  9. Hallo,
    ich bin soweit mit webgo zufrieden. Für neue Projekte würde ich wegen Litespeed gerne auch mal Cyon antesten. In wieweit muss ich mir da über den Serverstandort Schweiz Gedanken machen? Ist ja „böses“ Nicht-EU-Land.
    Wie sähe es hier mit Performance aus? Hat der Standort Basel überhaupt einen messbaren Nachteil ggü. Server diesseits der Grenze?

    Was ist von eher unbekannten Anbietern wie linevast oder Lansol zu halten? Lesen sich auf den ersten Blick zumindest interessanter als das in der Vergangenheit (und immer noch?) so oft empfohlene all-inkl.

    Gruß

  10. Hallo Kai,

    dein Übersichtsartikel kommt wie gerufen! Ich bin mit meinen Webseiten auch noch mit Apache unterwegs, werde mir aber NGINX näher betrachten.

    Zur Zeit schwanke ich auch für meinen Shop entweder auf raidboxes oder auf kinsta umzusteigen. Zur Zeit bin ich mit All Inkl immer sehr zufrieden (größeres Paket) und auch wenn das Backend vielleicht etwas altbacken ist, finde ich es sehr übersichtlich im Vergleich zu manch anderen Hostern.

    Liebe Grüße
    Toni

    1. Hallo Toni,

      ich erwäge aktuell auch entweder zu Raidboxes oder Kinsta zu wechseln. Darf ich fragen, wo du letztendlich gelandet bist und ob es aus der heutigen Sicht die richtige Entscheidung war?

      Grüß,
      Janina

      1. Kai Spriestersbach

        Hallo Janina,
        ich kann dir von mehreren Kollegen berichten, die allesamt bei Raidboxes nicht zufrieden waren. Ein größeres Projekt musste sogar nach ein paar Wochen wieder von dort weggeholt werden! Das Preis-/Leistungsverhältnis passt aus meiner Sicht dort einfach nicht. Die kleineren Pakete sind nur mit vollständigem Caching wirklich schnell, der Raidboxes-Cache arbeitet aber nicht gerade effizient. Ich würde Dir zu https://kai.im/hostpress raten.
        LG Kai

  11. Hallo Kai,

    danke dir für den sehr ausführlichen Artikel, hat sicherlich einiges an Zeit gekostet.

    Was mich etwas verwirrt ist die Angabe einiger Anbieter Besucher pro Monat. 50k wären durchschnittlich 1,1 pro Minute. Schon klar, die verteilen sich natürlich nicht gleichmäßig über den Tag, aber was soll das bitte genau aussagen? Selbst wenn es zur Peaktime 10x mehr sind würde ein RasPi der ersten Generation als Webserver immer noch ausreichen.

    Gutes Fazit, würde ich so unterschreiben. Je nach Anwendungsfall muss jeder für sich den am besten passenden Partner finden.

    Gruß,

    Florian

    1. ich denke bei dieser Angabe gehen die Hoster davon aus, dass es sich um eine typische Website mit insgesamt 50.000 Besuchern pro Monat handelt. Diese hat natürlich auch ihre Peaks

    2. Übrigens gibt es bei 1und1 nur ein SSL Zertifikat inklusive, jedes weitere kostet dann. So gesehen ist der Preis für ein Paket mit 5 Domains etwas irreführend, denn die 4 anderen kann man kaum ohne Zertifikat betreiben…

  12. Danke für den sehr ausführlichen Review. Bei allen Non-EU Hostern wie WP Engine und Kinsta (Brexit mal einkalkuliert) wäre ein Hinweis auf den Datenschutz noch gerne gesehen. Wer GDPR kritische Infrastruktur hochzieht muss da eigentlich einen Bogen um die genannten Hoster machen.

    1. Hallo Stefan,
      das ist ein super Hinweis, vielen Dank! Ich recherchiere die entsprechenden Punkte nach und ergänze diese oben im Artikel!
      LG Kai

    2. Ich habe hier keine Bedenken und die entsprechenden Infos im Text ergänzt. Ein Auftragsdatenverarbeitungsvertrag sowie Serverstandort in Deutschland bieten eigentlich alle an, zumindest in der EU, was in Sachen DSGVO ja auch in Ordnung ist. Bei Kinsta steht die Bestätigung noch aus.

        1. Kai Spriestersbach

          Vielen Dank für den Hinweis 🙂 Aber wieso sollte der nicht in Ordnung sein. Ich denke das Thema DSGVO ist mittlerweile (insbesondere bei Hostern) geklärt. Das ist ja deren Kerngeschäft!

          1. Hi,
            also ich habe jetzt auch für ein paar Projekte Kinsta benutzt und finde das Backend sehr unübersichtlich. Das serverseitige Caching macht Entwkichlung auf dem Live Server (für kleinere Sachen ein Staging Server zu erstellen ist immer relativ zeitaufwendig) schwer und auch sonst finde ich den Speed bei Kinsta nicht unbedingt besser als bei Raqidboxes. Ja es stimmt: Hier waren WordPress Nerds am Werk. Das muss allerdings für den normalen WordPress Anwender nicht unbedingt gut sein 😉

            VG

            1. Kai Spriestersbach

              Da hast Du natürlich Recht, allerdings ist das Raidboses Caching auch alles andere als einfach zu handeln, wenn man öfters Veränderungen an der Seite vornimmt. Ich bin allerdings der Meinung, dass man bei wichtigen Projekten immer eine Entwicklungsumgebung auf einem Staging-System haben sollte.

            2. Das Problem ist nicht der AV. Das Problem sind die Auskünfte. Jeder der auf Google Cloud hostet kann nicht mehr genau sagen, wo die Daten sind. Und Google wird es ihm auch leider nicht verraten, falls er einen Auskunftsersuchen nach § 15 ff einreicht.
              Vermutlich weil sie sonst sagen müssten, dass die Daten in die USA transferiert werden und das ist im Rahmen der Schrems-Urteile zu Recht kein sicheres Drittland mehr.

              Zudem berufen sich die amerikanischen Anbieter auf Standardvertragsklauseln, die den europäischen Datenverantwortlichen dazu verpflichten, mittels „technischer und organisatorischer Mittel“ sicherzustellen, dass alles sauber läuft. Hurra. Am Ende ist man dann selbst schuld.

              Und da man nach DSGVO für seinen Auftragsverarbeiter mithaftet, und eine unvollständige Auskunft nach § 15 ff viel Geld kosten kann, kannst du alles was auf Google oder amerikanischen Anbietern läuft, guten Gewissens aus deinem Report streichen.

              Die gute Nachricht ist: Es ist alles nicht illegal. Nur Bußgeldbewehrt. Und nach dem ersten Verstoß sollte man es abstellen können.

              1. Kai Spriestersbach

                Vielen Dank Patrick,
                ich werde diesen Hinweis bei der nächsten Überarbeitung berücksichtigen!

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